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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Ein Outdoortyp war er. Man würde sich ihm bedenkenlos bei einer Bergwanderung anvertrauen, zu einem Galadiner würde man ihn aber nicht mitnehmen. Johannes der Täufer. Er lebte in der Wüste, er trug einen Mantel aus Kamelhaaren und ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig. Er lebte zur Zeit Jesu, er hielt Bußpredigten. Und obwohl seine Worte hart waren und er Forderungen an seine Hörerschaft stellte, kamen die Leute hörten ihm zu und ließen sich taufen.
Er war eine starke Persönlichkeit, er wusste, was er wollte, ihm war klar, was die Stunde geschlagen hatte.
„Kehrt um, bereitet dem Herrn den Weg, ebnet ihm die Straßen“, das sind seine Sätze.
„Kehrt um“ – nicht nur in der Stunde, die ihr wöchentlich vielleicht in der Kirche verbringt, sondern auch in eurem Alltag, bei eurem Tagesprogramm mit seinen beruflichen, familiären und sonstigen Anforderungen und Verpflichtungen.
„Kehrt um“, für jeden Einzelnen kann das heißen: nicht immer nur an sich denken, auch den andern im Blick haben, vielleicht sogar mit Gott rechnen.
„Kehrt um“, für uns als Weltgemeinschaft kann das bedeuten, Nahrung gerecht verteilen, Medikamente verbilligen, faire Kredite an die Ärmsten vergeben.
Johannes hat begriffen: Das alles kann mit einem Glauben an einen liebenden und barmherzigen Gott bewerkstelligt werden. Einem Gott, der Mensch wurde in Jesus Christus. Das feiern wir an Weihnachten. Doch bevor es soweit ist, gilt der Ruf Johannes des Täufers auch uns, wenn er sagt: Bereitet dem Herrn den Weg, im vergehenden Jahr 2008 und im neuen Jahr 2009, seid wach, um zu erkennen, was Gott von euch will, seid deutlich, um ihm Gehör zu verschaffen. Lass Gott zur Welt kommen, bei jedem von euch.
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