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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Von der ersten Gipfelkonferenz aller Zeiten erzählt uns die Bibel. Ganz typisch war die Zusammenkunft nicht. Kein Politiker weit und breit und nur zwei Teilnehmer: Gott und Noah. Dafür war das Thema topaktuell: Das Klima – und zwar auch das zwischen Gott und den Menschen.

Das hatte sich so sehr verschlechtert, dass Gott es vierzig Tage und Nächte hatte regnen lassen. Die ganze Erde war überflutet. Dann sanken die Pegelstände wieder und Noah, der in seiner Arche diese Sintflut überlebt hatte, lief auf Grund – er war an der Spitze des Berges Ararat hängen geblieben. Dort oben auf dem Gipfel also konferierte Noah mit Gott.

Noah war noch heftig durchgeschüttelt. Er war ja der Katastrophe gerade mal so entkommen. Deshalb wollte er von Gott wissen:
Worauf kann ich mich jetzt verlassen? Hat denn das Leben jetzt Bestand? Oder kommt bald die nächste Katastrophe? Vielen geht es heute ja ähnlich. Hat es Sinn, sich für diese Erde einzusetzen? Oder geht eh alles den Bach runter und wir nehmen halt nur noch mit, was mitzunehmen ist?

Damals, bei der Gipfelkonferenz, gab Gott dazu eine wichtige Erklärung ab. Er sagte zu Noah: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

Klare Worte. Zwei Dinge können wir daraus entnehmen: Zum Leben gehört ein Rhythmus, nicht nur für jeden einzelnen, sondern für den ganzen Planeten: die Jahreszeiten, Hell und Dunkel, Arbeit und Ruhe.

Gleichzeitig sagt Gott: Solange die Erde steht. Das heißt doch: die Erde ist nicht ewig, sie ist von Zerstörung bedroht.

Und das hat viel mit der Störung des Klimas zwischen Gott und Mensch zu tun. Das hängt mit dem Respekt vor dem göttlichen Rhythmus zusammen.
Respektieren wir diesen Rhythmus, der für unsere Erde und für uns gemacht wurde! Also nicht unbedingt Erdbeeren im Winter, taghell ausgeleuchtete Nächte, Arbeit rund um die Uhr.

Seit jenem ersten Gipfel auf dem Berg Ararat könnten wir ein prima Klima haben. Denn die Aufgaben sind klar verteilt: Wir brauchen uns nur einzuschwingen in den großen Rhythmus, den Gott uns vorgegeben hat. Den Rest macht der liebe Gott.
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