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SWR3 Gedanken

25APR2021
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Was macht den Unterschied? Den Unterschied, ob ich Christ bin oder nicht. Als Christ glaube ich an den Gott Jesu Christi. Das klingt banal, heißt aber für mich, dass ich mich bei dem wie ich lebe und rede an dem Mann aus Nazareth orientiere. Und versuche, das, was ich heilsam und gerecht finde, zu verwirklichen. Dass ich im Gespräch zum Beispiel mehr höre als rede. Also mehr frage als sage, mich einfühle in die Situation, in den Menschen, der mir gerade gegenübersteht. Christsein heißt für mich genauso, dass ich handle, wenn Handlung gefragt ist. Zum Beispiel wenn ich materiell mehr habe als andere, etwas von meinem Mehr abgebe. Sei es den Menschen hier, die durch was auch immer in Not geraten sind. Oder sei es den Menschen auf der Südhälfte unseres Planeten, die ja so gar nichts dafürkönnen, in die Armut hineingeboren zu sein. Christsein heißt für mich auch Ungerechtigkeiten zu benennen und zu bekämpfen. Und Menschen, die in seelischer Not zu mir kommen, zu helfen, soweit ich das kann. Das alles tun sicher auch viele Menschen, die keine Christen sind oder an keinen Gott glauben. Was also macht den Unterschied, wenn ich Christ bin? Dass ich im Geist eines Menschen rede und handle, der göttlich in seinem Umgang mit den Menschen war. Und die Welt verändert hat, mit seiner Gottes- und Nächstenliebe. Und dass ich, wenn ich in seinem Geist rede und handle, die Welt auch verändern kann. Zumindest ein kleines Stück, mein kleines Stück…

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