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SWR3 Gedanken

29NOV2020
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Nur noch vier Wochen bis Weihnachten. Und die Frage drängt: Wie werden wir Weihnachten feiern? Und wie müssen wir uns jetzt im Advent verhalten, damit wir Weihnachten überhaupt irgendwie feiern können?

Ist ja schon unter normalen Bedingungen eine schwierige Frage, wie man alles unter einen Hut bekommt, vom Heiligabend-Gottesdienst bis zum Besuch der Großeltern. Ich zünde heute ein Licht auf meinem Adventskranz an. Den gibt’s auch dieses Jahr. Immerhin ein Licht in der Dunkelheit. Ich finde, das können wir nämlich im Advent und an Weihnachten tun: Licht in die Dunkelheit bringen. Wie auch immer das aussehen mag.  

In unserer Gemeinde zum Beispiel werden wir an den Adventssonntagen unseren Kirchturm beleuchten und einen Ort einrichten, an dem die Leute Selfies mit Adventsmotiven von sich machen können. Die stellen wir dann aus. Und an Heilig Abend feiern wir viele kleine Gottesdienste. Und auch wenn wir nicht singen werden, wird es „O Du fröhliche“ geben, einen großen Weihnachtsbaum mit Kugeln und Glitzer. Damit alle merken: Yes! Es wird Weihnachten… aber halt anders.

Viele entwickeln gerade in den Kirchengemeinden und darüber hinaus viel Kreativität, weil wir spüren, was uns allen fehlt: Das Zusammensein, die Nähe, wenn es kalt wird. Alles das, was jetzt ausprobiert wird, sagt mir, dass wir uns mit der Dunkelheit eben nicht abgeben.

Ich finde, dieses Umdenken und dieser Einfallsreichtum ist wichtig: so entsteht eine Gemeinschaft und eben die Hoffnung: Auch in diesem Jahr sind wir nicht allein - auch in diesem Jahr hören wir diese Geschichte: Gott kommt zu uns. Dafür zünde ich heute schon mal das erste Licht an.   

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