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SWR3 Worte

In seiner „Anleitung zum Unglücklichsein“ beschreibt der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick auf satirische Weise wie man möglichst unglücklich wird im Leben. So deckt er auf, wie Menschen ihrem Glück oft selbst im Wege stehen. Zum Beispiel, indem sie zu sehr an der Vergangenheit kleben. Er schreibt:

„Ein weiterer Vorteil des Festhaltens an der Vergangenheit besteht darin, dass es einem keine Zeit lässt, sich mit der Gegenwart abzugeben. Täte man das, so könnte es einem jederzeit passieren, die Blickrichtung rein zufällig um 90 oder gar 180 Grad zu schwenken und feststellen zu müssen, dass die Gegenwart nicht nur zusätzliche Unglücklichkeit, sondern gelegentlich auch Un-Unglückliches zu bieten hat; von allerlei Neuem ganz zu schweigen, das unseren ein für allemal gefaßten Pessimismus erschüttern könnte.“

Paul Watzlawick, Vier Spiele mit der Vergangenheit, In: Anleitung zum Unglücklichsein

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