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SWR3 Worte

Die Einladung der AFD-Fraktion im Bundestag kam für den deutsch-jüdischen Schriftsteller Henryk M. Broder überraschend. Warum er sie angenommen hat, erklärt er so:

Ich bin ein Brückenbauer, ein Versöhner, ich trete für eine bunte, offene und tolerante Gesellschaft ein, in der niemand ausgegrenzt wird. Ich beurteile die Menschen in meiner Umgebung nicht nach Herkunft, Hautfarbe oder Religion, sondern danach, ob sie – grob gesprochen – auch andere Meinungen als die eigenen gelten lassen.

Ich bin tolerant bis an die Grenze der Selbstverleugnung, nur gegenüber einer Gruppe von Menschen will ich nicht tolerant sein: gegenüber den Intoleranten, die sich selbst zum Maß aller Dinge erheben und mir entweder ewiges Leben im Paradies versprechen, wenn ich ihnen folge, oder einen Logenplatz in der Hölle, wenn ich mich ihnen verweigere.

https://www.welt.de/print/welt_kompakt/article188003063/Schalom-allerseits.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28080