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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Heute um 12 steht die Rettung der Welt auf dem Stundenplan. Bei meinem Neffen Moritz nämlich. Der ist acht Jahre alt und geht in eine Mainzer Grundschule, in die dritte Klasse. Und dort belegt er seit diesem Schuljahr dienstags in der letzten Stunde eine AG mit einem ganz besonderen Thema: „Und jetzt retten wir die Welt.“ Ich hab Moritz übrigens versprochen, davon im Radio zu erzählen. Es geht ihm und den anderen Kindern nämlich darum, das Thema unter die Leute zu bringen. Sonst, so sagt er, klappt das eben nicht mit der Rettung der Welt.

Und was sollen die Leute tun, damit es klappt, frag ich ihn? Da hat mein achtjähriger Neffe einen Haufen Ideen. „Es wäre gut“, sagt er, „wenn möglichst viele Leute nicht so viel Müll verursachen würden. Weniger Plastik. Zum Beispiel Papiertüten benutzen im Supermarkt. Und wenn die Leute Sachen kaufen, dann sollen die möglichst recycelt sein, zum Beispiel Klopapier aus Recyclingpapier.“ Moritz legt noch eins drauf: „Eigentlich sollte es gar nichts mehr geben, was nicht recycelt wird“. Und er erzählt, wie sie in ihrer Schule schon angefangen haben mit Müllvermeiden und Recyceln: Zwei Komposthaufen haben sie gebaut. Aber nicht nur für die Schule und fürs Einkaufen hat mein Neffe Ideen, sondern auch für die Industrie. „Bei den Kraftwerken: die schlechte Luft, die oben aus den Schornsteinen kommt, die sollte ganz gefiltert sein“, sagt Moritz. Und dann fällt ihm noch etwas Wichtiges ein, was für die Rettung der Welt wichtig wäre: „Weniger Autofahren“, sagt er, „mehr Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen.“ Vor allem, wenn man nur mal kurz irgendwo hin will, soll man das Auto stehen lassen.

Möglichst viele Menschen sollen das bitte beachten, erklärt mir mein Neffe, damit die Welt nicht kaputt geht. Ich gebe das gerne weiter im Radio und setze es auch auf meinen eigenen Stundenplan heute: weniger Müll produzieren, weniger Autofahren. Und damit: die Welt retten, wenigstens ein bisschen.

 

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