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SWR3 Gedanken

Yes, die Präsentation ist gut angekommen.
Yes, das Gespräch ist echt super gelaufen.
Yes, das Projekt ist zu Ende und alle sind zufrieden.

Es ist ein tolles Gefühl, wenn etwas richtig gut klappt. nAber dann? Dann geht’s weiter. Der Alltag. Neue Kunden. Neue Projekte. Ein neues Dossier. Innehalten? Sich freuen? Sich gar selber loben oder eine Pause einlegen? Dafür bleibt oft gar nicht genug Zeit. Denn: Es muss doch weitergehen. 
So erlebe ich es oft in meinem Arbeitsalltag.

Mir tut es da gut zu wissen, dass es einen gibt, der das anders macht. Von Gott wird in der Bibel berichtet, wie er die Welt erschafft. Am ersten Tag macht Gott Licht und Dunkelheit und den Himmel und die Erde. Als er fertig ist, guckt er sich zufrieden sein Werk an – und: Er lobt sich: Siehe, es war gut. Und dann macht er erstmal eine Pause. Erst am nächsten Tag geht es weiter.

So macht Gott das sechs Tage lang: arbeiten, zufrieden sein, sich loben, ausruhen und sich eine Pause gönnen. Am sechsten Tag erschafft er uns Menschen. Er ist sehr zufrieden mit sich und beschließt einen ganzen Tag lang nichts mehr zu tun. Er ruht aus. Feiert, seinen Erfolg und freut sich an dem guten Ergebnis.

Wenn es bei mir mal wieder so weit ist, dass ich gar nicht zum Atemholen komme, dann denke ich daran. Und dann frage ich mich: Wann habe ich das eigentlich das letzte Mal gemacht? Mich gelobt für etwas, das mir gelungen ist? Wann bin ich das letzte Mal abends nach Hause gekommen und habe gedacht: Mensch, war doch echt ein erfolgreicher Tag! – Und dann beschließe ich das jetzt gleich nachzuholen. Dann gönne ich mir ganz bewusst eine richtige Auszeit und genieße den Abend mit meiner Familie!
Denn siehe, es war sehr gut!

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