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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Ich freue mich immer wieder, wenn ich einen „richtigen Nikolaus“ sehe, einen mit Mitra und Stab. Wenn der Nikolaus also nicht als ‚Weihnachtsmann‘ dargestellt wird. Darum  finde ich es gut, dass manche Zuckerbäcker und Konditorinnen wieder einen Sinn bekommen haben für den „Nikolaus in echt“, wie ich gern sage.

Nikolaus, Bischof von Myra in Kleinasien in der heutigen Türkei, hat wahrscheinlich

im 4. Jahrhundert gelebt. Wir wissen nicht viel über ihn, aber eine Fülle von Legenden macht Wesentliches aus seinem Leben deutlich.

Spürbar wird bei all den bunten Geschichten um das Leben des heiligen Nikolaus immer eines: Er war zur Stelle, wenn Menschen in Not geraten sind. Er war barmherzig, hat geholfen und andere beschenkt. Und er sorgte dafür, dass Menschen besser leben konnten als vorher. Ich bin mir sicher: Er konnte zuhören und sich in die Lage anderer hineinversetzen. Und: Sein Glaube an Gott, sein Vertrauen und sein Gebet waren für ihn die Grundlage für all das, was er getan hat. Kein Wunder also, dass dieser Nikolaus in den meisten christlichen Kirchen als Heiliger verehrt wird.

1700 Jahre sind seither vergangen, aber sein Wirken wird in gewisser Hinsicht bis heute greifbar und sichtbar: Dort, wo Menschen es gut mit andern meinen.

Zum Beispiel, wenn Teller oder Stiefel vor die Tür gestellt werden, die dann ein unsichtbarer Nikolaus im Schutz der Dunkelheit mit Nüssen, Äpfeln, Mandarinen, Schokolade und süßen Leckereien füllt.

Ich wünsche uns allen gute Begegnungen und einen frohen Nikolaustag!

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