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SWR3 Gedanken

Heute Abend steigen 1000 Luftballons in den Himmel. An jedem Luftballon – eine Karte mit einem ganz persönlichen Anliegen. Was wohl darauf stehen wird?

„Lieber Gott, bitte, mach mich gesund. Ich bin schon so lange krank, ich kann einfach nicht mehr.“ – oder: „Gott, hilf mir. Ich finde einfach keine Arbeit. Das Geld reicht hinten und vorne nicht. Ich möchte meinen Kindern so gerne mal etwas bieten!“ – oder auch: „Gott, ich danke Dir! Für alles, was mein Leben bunt und froh macht!“

Heute feiern die christlichen Kirchen auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz  ein buntes Fest. Alle zusammen, nicht nur evangelische oder katholische, auch altkatholische, orthodoxe und freikirchliche Christinnen und Christen. Was sie eint, ist der Glaube an Jesus Christus. „Christusfest“ heißt denn auch das, was sie feiern.

Jesus Christus kennt jeder irgendwie, dem Namen nach. Wir sind ja schließlich eine christlich geprägte Gesellschaft. Irgendwo hab ich mal gelesen: Jesus Christus ist so etwas wie die ausgestreckte Hand Gottes. Gott will uns nämlich die Hand reichen, wenn wir Angst haben und nicht weiter wissen. Will uns trösten und Mut machen, indem er uns die Hand auf unsere Schulter legt. Und manchmal will er uns auch einen „Schubs“ geben, eine Impuls, in die richtige Richtung.

Wenn heute Abend hoch über Koblenz 1000 Luftballons in den Himmel steigen, dann steigt auch ganz viel Sehnsucht in den Himmel. Und Vertrauen in Gott. Menschen schicken ihre Gedanken, ihre Lust und ihre Last auf die Reise. Und sie hoffen darauf, dass Gott ihnen auf wundersame Weise ein Zeichen schickt. Oder himmlische Hilfe. Dass sich ihnen eine Hand entgegenstreckt und sie sich nicht mehr so fürchten müssen. Und welchen Wunsch würden Sie auf die Reise schicken?

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