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SWR3 Worte

Theresa von Avila hat im 16. Jahrhundert mehrere Klöster gegründet. Für sie war klar, dass Gott ihr auch ganz nahe ist, wenn sie richtig mit anpackt und sich um ganz banale Dinge kümmert. So hat sie gebetet: 

Herr der Töpfe und Pfannen, ich habe keine Zeit, eine Heilige zu sein (...). Mache mich zu einer Heiligen, indem ich Mahlzeiten zubereite und Teller wasche. Nimm an meine rauen Hände, weil sie für Dich rau geworden sind. (…) 

Die Stunde des Gebetes ist vorbei, bis ich mein Geschirr vom Abendessen gespült habe, und dann bin ich sehr müde. Wenn mein Herz noch am Morgen bei der Arbeit gesungen hat, ist es am Abend schon längst vor mir zu Bett gegangen. (…) 

Herr der Töpfe und Pfannen, bitte darf ich Dir (…) die Ermüdung anbieten, die mich ankommt beim Anblick von Kaffeesatz und angebrannten Gemüsetöpfen? Erinnere mich an alles, was ich leicht vergesse; nicht nur um Treppen zu sparen, sondern, dass mein vollendet gedeckter Tisch ein Gebet werde. (…)

 

Quelle:

http://www.aus-liebe-zu-gott.de/Der-Spagat-zwischen-Gott-und-der-Welt.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22873