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SWR3 Worte

Ein gemütliches Zuhause zu haben, tut gut. Seine Türen auch für andere Menschen zu öffnen, ist wichtig, meint die Theologin Dorothee Sölle und erzählt:

„Vor kurzem hörte ich eine Geschichte über einen Bekannten von mir, den ich sehr schätze. Dieser Mann wurde gebeten, seine leerstehende Wohnung einer ihm gut bekannten Frau mit vier Kindern, die ihren krebskranken Mann besuchen wollte, für zwei Nächte zur Verfügung zu stellen. Er lehnte das ab. […] Dieses Verhalten störte mich sehr […] und ich habe mich gefragt, warum es mich so betroffen macht, wenn jemand Angst vor Unordnung und Schmutz hat und eine Art Intimität wahren möchte. [… Ich habe erkannt:] Zuhause sein, ein Heim haben und die eigenen vier Wände gestalten, […] das ist schön, aber es ist auch gefährlich, nämlich dann, wenn es zu etwas Unberührbaren tabuisiert wird.“

Dorothee Sölle Zu Hause war noch niemand. In: Dies.: Mutanfälle. Texte zum Umdenken

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