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SWR3 Gedanken

Endlich:
Feuerpause in Syrien, USA und Russland haben die ausgehandelt. Als ich das in den Nachrichten gehört habe, hab ich gedacht: O ja! Und jetzt weiter! Baschar al Assad hört endlich auf, sein Volk zu ermorden und stellt sich den internationalen Gerichten. Die Terroristen legen ihre Waffen nieder und lassen alle Geiseln und versklavten Mädchen frei. Deutschland verkauft keine Waffen mehr, und die USA verzichten künftig auf den Einsatz von Drohnen. Ab jetzt werden so viele Hilfsgüter entsandt, dass in den vielen Flüchtlingscamps in Jordanien, dem Irak und dem Libanon keiner mehr hungern muss. Den Kurden wird ein autonomes Gebiet zugestanden. Polen, Tschechien, Ungarn und Slowenien entscheiden sich; je 200.000 Flüchtlinge aufzunehmen.

Das ist zwar noch nicht das Paradies, aber so könnte es jetzt weitergehen, oder?

Wir sitzen in einem Gesprächskreis in der Gemeinde beisammen und diskutieren darüber. Eine Frau meint: „Ich habe einfach das Vertrauen verloren, dass die Menschen Frieden halten wollten oder könnten. Gott hätte ihnen etwas mehr Liebesfähigkeit mitgeben sollen. So wird das alles nichts!“

So ähnlich geht mir das auch oft. Manchmal warte ich schon auf die nächsten Katastrophen und rechne mit allem, nur nicht mit guten Nachrichten. Ich rechne erst mal mit der Schlechtigkeit der Welt. Das lehrt mich die Erfahrung.

Aber Erfahrung macht manchmal dumm und blind dafür, dass auch Gutes wächst. Deshalb will ich trotz allem die Hoffnung hochhalte, dass Gott uns ein großes Herz schenkt; fähig zu lieben, zu verzeihen und uns zu versöhnen. Nicht nur hier, nicht nur in der Familie, sondern auf der ganzen Welt!

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