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SWR3 Gedanken

Immer wieder erlebe ich Menschen in großer Not, sie begegnen mir in der Gemeinde und auf der Straße. Ich muss nur vor die Tür gehen, viele kenne ich:

Menschen die auf der Straße leben, Flüchtlinge, Kranke und Verzweifelte. Im Gottesdienst heute sprechen wir das Bekenntnis unseres Glaubens. Worauf vertrauen wir? Trotz allem? Ich würde es so sagen:

Ich glaube: An das Licht in der Finsternis. An Trost in Krankheit. An Linderung im Schmerz. An Nähe in der Einsamkeit. An Klarheit trotz der Sucht. An die Harmonie des Chaos. Dass die Irren Recht haben. Dass die Zartherzigen siegen.

Ich glaube: An den Aufstand gegen die Verhältnisse. An Versöhnung im Streit. An Gerechtigkeit die heilt. An Vergebung und neues Vertrauen. Dass Grenzen fallen und wir einander neu Heimat finden lassen.

Ich glaube, dass Gott da ist, auch wenn wir ihn nicht erkennen, dass Gott mächtig ist mitten in der Ohnmacht. An innige Gemeinschaft von oben und unten, von denen am Rand und denen in der Mitte der Gesellschaft. Die Schwachen in der Mitte, die Kinder auf dem Ehrenplatz, den Stummen das Wort, den Lahmen der Tanz. Ich glaube:

An das Aufstehn‘ mitten im Tod und an das Wunder, dass Leben anfängt, wo man meint es würde aufhören. Ich glaube daran, dass wir einst bei himmlischer Musik miteinander tanzen.

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