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SWR3 Gedanken

Da hätten sie im Traum nicht dran gedacht. 30 syrische Musikerinnen und Musiker gemeinsam auf einer Bühne in Deutschland.

Die Frauen und Männer bilden das Syrische Exilorchester. Sie alle mussten von zu Hause weg weil Krieg herrscht. Weil sie privat und beruflich keine Zukunft in Syrien gesehen haben. Und jetzt bringt sie das, was sie verbindet in Deutschland wieder zusammen: Die Musik.

Gegründet hat das Exilorchester der Musiker Raed Jazbeh. Er spielt Kontrabass. Er will zeigen, dass Syrien viel mehr ist als ein Land, aus dem man fliehen muss. Es ist nicht nur ein Land voller Krieg und Terror, sondern auch ein Land der Kultur und der Musik.

Also hat Raed Jazbeh viele syrische Musiker angeschrieben und für das Orchester gewinnen können. Sie leben in verschiedenen Ländern Europas und kommen extra für die Konzerte und die Proben kurz vorher zusammen.

Ich finde das großartig. Die Musikerinnen und Musiker können das tun, wofür ihr Herz brennt, auch wenn sie in einem fremden Land leben. Sie können Musik machen. Und sind dadurch tief verbunden mit ihrer Heimat. Viele ihrer Stücke klingen orientalisch.

Das Syrische Exilorchester verbindet Menschen. Nicht nur die Musiker untereinander. Sondern auch die Menschen, die zuhören. Durch die Musik lernen sie die syrische Kultur und Mentalität und ihre neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger kennen.

 

Ich finde dieses Orchester und die Verbindungen, die es schafft richtig gut. Es zeigt doch, wie sehr wir hier in Deutschland und Europa bereichert werden können, wenn Menschen bei uns Zuflucht suchen.

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