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SWR3 Gedanken

An der Kreuzung der Bundesstraße gilt Höchstgeschwindigkeit 70 km/h.
Aber ich war bisschen abgelenkt und mit hundert weitergefahren - dabei weiß doch jeder, dass da ein Starenkasten steht.
Geschieht Dir recht, wusste ich, als es von vorne blitzte. Radargerät, fest installiert; Unfallschwerpunkt - alles klar. Gerade als dann der Brief von der Bußgeldstelle kam,
da hatten fast gleichzeitig ein paar Politiker eine Debatte vom Zaun gebrochen;
aus heiterem Himmel sollten jetzt Navis erlaubt werden,
die vor Blitzern warnen. Radarwarner also. Witziges Zusammentreffen.
Hätte mir ja vielleicht Punkte und Bußgeld erspart. Und da an der Kreuzung in der Eifel wäre es ein Beitrag zur Sicherheit gewesen: wir hatten ja einfach Glück gehabt, dass uns keiner quer gekommen war. Also sollte ich vielleicht sagen: Radarwarner - ja. Weil sie helfen, die Regeln einzuhalten; weil sie so Menschen schützen und Leben retten. So was sollte es sowieso häufiger mal geben.
Am besten sollte es von Mensch zu Mensch gehen.
Denk doch bitte mal darüber nach, wie du mit deinem Geld umgehst
oder mit deiner Gesundheit oder mit dem und der und anderen Menschen... -
Ganz gute Freundinnen und Freunde reden so miteinander.
Sind auch eine Art Radarwarner - oder vielleicht ja auch schon das Radar selbst.
Die beobachten, dass da was falsch läuft in meinem Verhalten -
und helfen mir liebevoll auf den richtigen Weg zurück, ermutigen mich, die Richtung zu halten, das Tempo zu drosseln... Andererseits: Ich finde, diese Radarwarner sollten verboten bleiben. Richtiges Tempo, auch wenn kein Blitzer herumsteht.
Gutes und richtiges Leben einfach weil es gut und richtig ist: Das sollte doch auch ohne elektronische Hilfsmittel gelingen!

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