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SWR4 Abendgedanken

Wenn es regnet und gleichzeitig die Sonne scheint, taucht er auf: Der Regenbogen. Für mich ist er mehr als ein Naturschauspiel. Das liegt an einer der schönsten Geschichten der Bibel, der Noah-Geschichte. Sie ist eine uralte Erzählung. Von einer Sintflut wird erzählt, einem großen Hochwasser und dass Gott damit die Menschen wegen ihrer Schlechtigkeit vernichten will. Gott rettet aber einen, den Noah und mit ihm die ganze Schöpfung, damit es weitergeht auf dieser Erde. Und nach der Rettung schließt Gott einen Bund mit dem Menschen. Er macht mit ihm einen Vertrag. Gott bindet sich an den Menschen und macht dabei eine ganz wunderbare Zusage: „Ich will künftig nicht mehr alles Lebendige vernichten, wie ich es getan habe. Solange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht." (Gen 8,21bf) Das verspricht er dem Noah. Und das Zeichen für diese Zusage ist der Regenbogen. „Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken, dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch.", so der Originalton Gottes. (Gen 9,14). Und deshalb ist der Regenbogen für mich mehr als ein Naturschauspiel. Wenn er erscheint, sag ich mir immer: Gott erinnert sich an seinen Bund mit uns. Er will die Erde nicht vernichten, auch wenn es donnert und kracht, die Erde bebt und Tornados übers Land jagen. Gottes Zusage gilt: „Es sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht." Eine Zusage, die Hoffnung macht und Mut gibt.

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