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SWR3 Gedanken

Mitten in der Stadt bleibe ich stehen, ein Duft weht mich an und dann Farben: ein Rosenbeet!
Mein Herz weitet sich und in mir fängt es an zu singen: Gott du schenkst den Sommer. Ich will dich loben für das Blau der Kornblume und das Gelborange der Ringelblumen, das wilde Durcheinander der Farben auf den Wiesen, für den Duft der Wicken und Linden und der Rosen. Ich will dich loben für den Ruf der Mauersegler und den jauchzenden Flug der Schwalben in Häuserschluchten, für den warmen Regen im Gewitter und den Regenbogen und die tobenden Kinder.
Die Herzen der Traurigen erfüllst du mit dem Gesang der Amsel.
Ich will dich loben für die Strahlen der Sonne, ihre Wärme, die bis ins Herz reicht.
Die Seele spannst du weit aus mit dem leuchtenden Blau des Morgens.
Ich will dich loben für den fruchtigherben Geschmack des Weißweins am Abend, für die Freunde, die draußen sitzen unter deinem Himmel. Ein Opal!
Und Licht ist da, soviel Licht und Rosen. Ich will dich loben für die Kinder, die nicht schlafen wollen, weil noch immer Tag ist.
Will dich loben Gott für das Leben draußen auf den Plätzen und den Straßen, die Begegnungen mitten in der Stadt, das Plaudern an jeder Ecke und auf den Balkonen und für die Rosen. Ich will dich loben Gott für den Sommer, mich einhüllen in Wärme, mich erfüllen lassen von deiner Freundlichkeit die aller Welt gilt Armen und Reichen, Kleinen und Großen, alten Damen und Babys, Verliebten Schmetterlingen, schnellen Falken und scheuen Kaninchen, Stadt und Land.
Ich will dich loben für die weiche Haut der Pfirsiche, die Süße der Kirschen und Aprikosen, für das Rot der Himbeeren und für die Rosen.

 

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