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SWR3 Gedanken

Es gibt sie bunt gestreift oder auch einfarbig. Aus Stoff und PVC. Rund geformt oder mit Ecken und Kanten. Strandkörbe. Heute vor 130 Jahren wurde der allererste aufgestellt. In Warnemünde. Damals hieß das Teil noch „Strandstuhl". Aber bequem war dieser Korbgeflecht-Sessel schon damals.
Ich sitze gerne drin. In einem Strandkorb. Am liebsten mit Blick aufs Meer. Aber bei mir im Garten steht auch so ein Teil. Wenn die Sonne scheint, dann verkrümel ich mich gerne mit einer Tasse Tee oder Kaffee in den Strandkorb. Füße hochlegen. Die Sonne genießen. Das Spiel der Wolken betrachten. Herrlich!
Der Strandkorb - das ist mein Rückzugsort. Um Kraft zu tanken. Zwischendrin.
Den Gedanken freien Lauf lassen beim Blick in die Wolken.
Für mich ist das wie Beten. Ich muss immer an einen Psalm denken. Da betet einer:

„Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist. Und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen."
Vielleicht hat der auch in so was wie einem Strandkorb gesessen. Füße hoch. In den Himmel blicken. Die Sonne genießen.
Immer wenn ich das tue, habe ich das Gefühl: Das muss Gott gemacht haben. So gut. So wunderbar. Und so wahrhaftig.
In meinem Strandkorb fühle ich mich mitten drin in Gottes Schöpfung. Als sein Geschöpf. Das mit seinem Schöpfer über alles reden kann. Seine Gedanken teilen und fließen lassen kann. Und gute Ideen geschenkt bekommt.
Klar. Dazu braucht es von Zeit zu Zeit einen Rückzugsort. Eine Ruheoase. Für mich ist das der Strandkorb. Und für Sie?

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