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SWR3 Gedanken

Die Falklandinseln. Pinguine leben hier und viele Schafe. Ja, und auch ein paar Menschen. Nicht einmal 3000 sind es - auf allen Inseln zusammen wohlgemerkt. Die Eilande im Südatlantik, sie sind strategisch und wirtschaftlich völlig bedeutungslos.
Trotzdem wird um diese Inseln erbittert gekämpft. Fast eintausend Menschen sterben.
Heute genau vor 30 Jahren ist dieser Krieg beendet worden. Die argentinischen Truppen kapitulieren. Sie ergeben sich den siegreichen Briten.
Auch wenn der Krieg nun schon lange zu Ende ist. Der Streit um die Inseln ist es längst noch nicht. Briten und Argentinier beanspruchen nach wie vor die Herrschaft über diese Inseln. Es geht nur ums Prestige. Bloß keine Schwäche zeigen.
Immer wieder machen wir die Erfahrung: Krieg löst keine Konflikte. Das heißt: Auch wenn der Frieden noch so mühsam ist. Einen anderen Weg gibt es nicht. Damit das Leben eine Chance hat.
Ich meine: Jesus gibt uns eine Orientierungsrichtung vor. Wie uns das gelingen kann, Schritte zu gehen auf dem Weg des Friedens. Jesus sagt: Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst behandelt werden wollt.
Prestigedenken. Das Durchsetzen der eigenen Interessen ohne Rücksicht auf den anderen. Das alles sind politische und menschliche Sackgassen.
Es geht auch anders. Nelson Mandela und Willem de Klerk sind dafür ein Beispiel. Sie haben zusammen dafür gesorgt, dass in Südafrika die Rassentrennung beseitigt werden konnte. Sie haben den Krieg beendet. Denn sie haben nicht nur auf das jeweils eigene Interesse geachtet. Sondern zugleich auf den Anderen. So ist ein friedlicher und demokratischer Wandel möglich geworden.
Beide haben einander so behandelt, wie sie selbst behandelt werden wollten.
Mit Respekt. Achtung. So kann Vertrauen wachsen. Und der Frieden hat eine Chance.

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