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SWR3 Worte

Ich will Gott keinen Namen geben und einer einzigen Religion zusprechen. Ich glaube eher an etwas Größeres, das mir die Kraft und Stärke gibt, positiv zu denken: Trotz all dieser grausamen Themen, mit denen ich zu tun habe, bin ich eine unverbesserliche Optimistin geblieben.
Und ich habe in unterschiedlichen Religionen Werte gefunden, die zu meinem Denken passen. Die Zehn Gebote haben mich genauso geprägt wie meine islamische Erziehung. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ hatte ich als Teenager auf meinen Spiegel geschrieben. Und das war letztlich das, was mich mein Vater gelehrt hat: „Egal, wie schlecht der andere ist: beschämt ihn mit eurer Güte und eurer Hilfe.“

Seyran Ateş, Türkisch-deutsche Rechtsanwältin in Berlin:
Auf den Spiegel geschrieben
(in: Chrismon 4,2007, Seite 38)

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