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SWR3 Worte

Gegen die Auswüchse der Finanzmärkte hat schon der Reformator Martin Luther gekämpft. An sein geistiges Erbe erinnert Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche:

An den Finanzmärkten konnten in den letzten Jahren exorbitante Gewinne erzielt werden.... Es widerspricht dem Prinzip der Gerechtigkeit, wenn die Gewinne Akteuren an den Finanzmärkten zugutekommen, die Risiken aber von der Gesellschaft insgesamt und in der Gesellschaft auch von den Schwächsten getragen werden müssen. Wenn das Geschehen an den Finanzmärkten Arbeitsplätze und soziale Sicherheit gefährdet, wird das von den Menschen zu Recht als ungerecht und bedrohlich empfunden....
Es ist nicht nur Ausdruck sozialer Gerechtigkeit, sondern es muss auch zur Ehre der Vermögenden gehören, dass sie einen größeren Beitrag zur Wiederherstellung des wirtschaftlichen Gleichgewichtes leisten. Deshalb gilt das Wort (von Martin Luther): „Was nicht im Dienst steht, steht im Raub."

http://www.ekd.de/presse/pm220_2011_Europa_zu_unserer_Sache_machen.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=11819