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SWR3 Worte

Walter Kohl, der Sohn der ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl, hat keinen Kontakt mehr zu seinem Vater. Dennoch ist ihm Versöhnung wichtig:

„Versöhnung bedeutet ja zuerst einmal,
dass man in seinem Herzen klar, frei und vor allem auch schmerzfrei ist.
Versöhnung gibt es in so vielen Formen,
wie es Situationen zwischen Menschen und Erfahrungen von Menschen gibt.
Dabei steht für mich nicht im Vordergrund: ´Was ist passiert?',
sondern das ´Wie gehe ich damit um?'.
Ganz wichtig ist die Bereitschaft, über seinen inneren Tellerrand zu steigen
und sich selbst gegenüber die Dinge offen einzugestehen.
Im zweiten Schritt gilt es dann, das Erlebte wertfrei zu akzeptieren
und über diese wertungsfreie Akzeptanz eine innere Toleranz zuzulassen.
Schließlich, im dritten Schritt, kann man dann frei über die Dinge sprechen.
Bezogen auf meinen Vater bin ich mir sicher,
dass es zwischen uns noch Bewegungen und Klärungen geben wird."

„Von Sohn zu Sohn - der Schatten der Väter ist groß":
Walter Kohl im Gespräch mit Xavier Naidoo;
in: Welt am Sonntag, Nr. 22 vom 29.05.11

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