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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Es gibt Entscheidungen im Leben, die sind alles andere als einfach. Zum Beispiel: Welchen Beruf wähle ich? Was kommt da für mich überhaupt in Frage? Wer kann mir Auskunft geben? Wie bewerbe ich mich? Viele Jugendlichen haben Angst vor dieser Phase, denn sie sind mit dem, was da auf sie zukommt, überfordert. Wenn sie dann allein da stehen, wenn Eltern und Freunde nicht helfen oder nicht helfen können, dann ist das schon ein Schritt in die drohende Arbeitslosigkeit. Christen aus der Eifel, genauer aus dem Dekanat Martental möchten genau an dieser Stelle helfen. Sie wollen ein Patenschaftsmodell entwickeln. Jugendliche an der Schnittstelle zwischen Schule und Beruf bekommen einen Paten oder eine Patin vermittelt. Der begleitet sie z.B. zu einer Praktikumsstelle oder hilft bei der Bewerbung. Diese Idee ist Teil einer groß angelegten Kampagne der Aktion Arbeit im katholischen Bistum Trier. Seit 25 Jahren hilft diese Initiative mit Spendengeldern dabei, arbeitslosen Menschen eine sinnvolle Arbeit zu ermöglichen und Perspektiven zu eröffnen. Seit dem vergangenen Sonntag ist die Aktion Arbeit um eine Facette reicher geworden. Da hat Bischof Reinhard Marx offiziell die neue Kampagne eröffnet. Das Motto: „Wir schaffen Arbeit. Wir finanzieren Zukunft. Wir fördern Begegnung.“
Eine Idee dabei ist, Menschen zusammen zu bringen. Pfarrgemeinden, Jugendverbände, Gruppen und Gremien sollen erfahren, wie es um die Arbeitslosenmaßnahmen und Qualifizierungsprojekte in ihrer Nachbarschaft steht. Menschen mit und ohne Arbeit sollen in Kontakt miteinander kommen und mehr voneinander erfahren. Und sie sollen auch ihre eigenen Ideen und Projekte einbringen. Eines davon ist das Patenschaftsmodell. Für die Kampagne ist in dieser Woche kräftig geworben worden. In Trier ist noch bis zum Sonntag der große Stand der Aktion Arbeit im Rahmen des Bistumsfestes, der so genannten „Heilig-Rock-Tage“ geöffnet. Die wichtigsten Mitspieler sind allerdings überall verteilt, nämlich Sie und Ich. Vielleicht sind Sie ja Mitglied in einem Verein, einem Verband oder engagieren sich in ihrer Pfarrgemeinde. Wissen sie, wo sich in ihrer Nähe das nächste Arbeitslosenprojekt befindet? Man könnte ja einmal einen Besuchstermin vereinbaren. Denn als Bürger und erst recht als Christen kann uns die Tatsache, dass Millionen Menschen keine Arbeit haben, nicht egal sein.
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