Alle Beiträge

Die Texte unserer Radiosendungen in den Programmen des SWR können Sie nachlesen und für private Zwecke nutzen.
Klicken Sie unten die gewünschte Sendung an.


27FEB2022
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Das Gefühl von Sicherheit ist im Moment bei vielen Menschen ganz schön angekratzt. Zuerst die Coronapandemie, dann die Ahrflut, letztens der Sturm und jetzt die Ukraine. Das alles sind Ereignisse, die nicht wenige Menschen verunsichern. Können wir noch ruhig leben? Bekommen wir nach dreißig Jahren wieder einen Krieg in Europa? Und sind wir dann ausreichend geschützt? Welche wirtschaftlichen Folgen haben diese Krisen? Und wo berührt das auch mich?

Ich kann diese Fragen und die Verunsicherung nachvollziehen. Der Psychologe Maslow hat eine Bedürfnispyramide entwickelt und da kommt das nach Sicherheit gleich an zweiter Stelle. Nur körperliche Bedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen und Sex sind uns noch wichtiger. Sagt Maslow.

Aber - es gibt keine absolute Sicherheit. Darin sind sich Philosophen, Politologen und Theologen einig.

Es gibt keine Sicherheit, nur verschiedene Grade der Unsicherheit sagte der russische Dramatiker Anton Tschechow.

Wie können wir also mit dieser Verunsicherung umgehen?

In der Bibel findet sich häufig eine Kombination von Sicherheit und wohnen. Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne, heißt es in einem Psalm (4,9).

In unserer Wohnung wollen wir uns sicher fühlen, weil das ein Ort der Geborgenheit ist. Bei wem schonmal eingebrochen worden ist, der weiß, wie stark dieses Geborgenheitsgefühl erschüttert wird.

Der Psalmbeter würde heute aber nicht nur auf elektrische Rollläden und eine Hausratsversicherung vertrauen sondern auch auf Gott.

Ich denke, Verunsicherung kommt, weil wir einander nicht vertrauen können. Immer da, wo ein Mangel an Vertrauen herrscht, brauchen wir mehr Sicherheitsmaßnahmen.

Ein anderer Psalmvers ergänzt: Ihr alle, die ihr den HERRN achtet – vertraut ihm! Er allein gibt euch Hilfe und Schutz. (115,11)

Wie können wir in diesen unsicheren Zeiten Vertrauen gewinnen?

Wie können wir in Zeiten der Unsicherheit Vertrauen gewinnen? Mit der Beantwortung dieser Frage beschäftigen wir uns in diesem zweiten Teil der Sonntagsgedanken. Denn ohne Vertrauen geht es nicht. Sonst versinken wir in Angst und Sorge.

Für mich ist Jesus derjenige, dem ich absolut vertraue. Er liebt mich und meint es gut mit mir – auch wenn ich mal wenig mit ihm zu tun haben will. Das hat er mich schon oft erfahren lassen. Wenn ich dann wieder zu ihm zurückkehre, dann rede ich mit ihm. Ich bete. Und ich verstehe Beten nicht einfach als mein Reden mit Gott. Beten ist für mich keine Einbahnstraße. Beten ist für mich ein Gespräch mit Jesus auf Augenhöhe, bei dem ich mein Herz ausschütte und er hört mir zu. Bei dem ich aber auch still bin und schweige und versuche wahrzunehmen, was ER mir zu sagen hat. Diese Gespräche bewirken bei mir eine innere Ruhe und Gelassenheit, die ich woanders nicht bekomme. Es stellt sich mit der Zeit sowas wie ein innerer Friede ein, wo Ängste und Sorgen langsam kleiner werden. Da bewahrheitet sich, was in den Sprichwörtern im Alten Testament steht: Wer auf Gott hört, wird ohne Angst in Frieden und Sicherheit leben. (Sprüche 1 Vers 33)

Mein Vertrauen auf Gott entsteht im Gespräch mit seinem Sohn Jesus. Der Apostel Paulus hat diese Erfahrung offenbar auch gemacht: So kommt das Vertrauen aus dem Gehörten und das Gehörte durch das Wort Christi. schreibt er an einer Stelle (Römer 10 Vers 17). Das Gehörte ist das, was Jesus im Gebet zu mir spricht: Du bist geliebt. Du bist im letzten bedingungslos angenommen. Du gehörst zu mir und ich nehme dich mit in meine neue Welt, in der es keinen Schmerz, kein Leid, kein Geschrei und keinen Tod mehr geben wird. (Offenbarung 21). Eine Welt absoluten Vertrauens. Niemand wird mehr irgendwem misstrauen. Darum kann dir selbst der Tod nichts anhaben. Ich glaube an einen Himmel danach. Und etwas von diesem Himmel kann auch schon in diesem Leben sichtbar werden.

Wenn ich meine Verunsicherung in den Griff kriegen will, dann brauche ich eine Mischung aus beidem: Menschliche Vernunft und Gottvertrauen. Ich ergreife die Maßnahmen, die nötig sind, um mir ein einigermaßen ausreichendes Sicherheitsgefühl zu geben. Aber nicht alle, die möglich sind. Dort wo ein Restrisiko bleibt, versuche ich im Gebet mit Jesus zu reden und auf ihn zu hören. Denn da entsteht das Vertrauen, das meinem Herzen die Unsicherheit nimmt. Und ich mache die Erfahrung, dass er mir dann, peu á peu, Frieden und Gelassenheit ins Herz. schenkt.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=34941
11DEZ2021
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Vor kurzem haben wir unsere Gottesdienste wieder auf digitale Angebote umgestellt. Wir haben viele Menschen aus der Generation 60+ in unseren drei Gemeinden. Eine ganze Reihe von ihnen hat einfach Angst, sich mit Covid 19 anzustecken. Obwohl fast alle geimpft und manche auch schon geboostert sind. Auf der anderen Seite vermissen sie die Gemeinschaft und fürchten sich davor, wieder über längere Zeit zuhause allein zu sein.

Egal, wie man’s dreht und wendet: Die Angst scheint ein ständiger Begleiter in diesen Corona-Zeiten zu sein.

Wie kann ich dieser Angst Herr werden? Grundsätzlich ist Angst ja zunächst mal nichts Schlechtes. Angst warnt und schützt uns. Was aber, wenn aus der Angst eine Angststörung wird? Wenn es ein immerwährendes Gefühl ist, das mich ständig begleitet?

Die Psychotherapie behandelt Angst mit kognitiver Verhaltenstherapie. Oder es werden Entspannungstechniken eingesetzt, etwa Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung. Außerdem gibt es Medikamente gegen Angst, etwa Antidepressiva.

Ich kriege die Angst am besten in den Griff, wenn ich nicht alleine bin. Als  ich auf einem dunklen Friedhof einmal meinen damals dreijährigen Sohn dabei hatte, kam die Angst garnicht erst auf wie sonst allein.

Singen soll übrigens auch helfen. Wenn ich singe, ist der Bereich in meinem Gehirn blockiert, der Angst auslöst. Ich kann also nicht gleichzeitig singen und Angst haben. Es gibt inzwischen therapeutisches Gospelchorsingen.

In der Bibel steht 365-mal „Fürchte dich nicht“ oder „Fürchtet euch nicht“. Für jeden Tag des Jahres einmal. Und oftmals mit dem Beisatz „Denn ich, der Herr, bin mit dir.“ So wie Jesus das am Ende des Matthäusevangeliums versprochen hat. „Denn siehe ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende“. Wir brauchen uns also nicht gegenseitig zu wünschen, dass Gott bei uns sei. Er ist es schon. Jeden Tag. Wir müssen es uns nur bewusst machen. Ein Bekannter von mir macht das so: Er stellt sich dreimal am Tag für eine Minute in seinen Hausflur und sagt laut ein kleines Gebet: „Gott, ich bin hier. Und du bist auch hier“. Und dann wartet er – eine Minute. Und schweigt und hört, ob Gott was sagt. Und manchmal tut Gott das. Mit einem leisen Flüstern.

„Du glaubst gar nicht, wie das meine Sicht auf die Dinge verändert“ sagt der Bekannte zu mir.
Mir geht es genauso. Wenn ich spüre, dass Gott bei mir ist, ist meine Angst wie verflogen. Darum suche ich immer wieder die Stille und setze mich Gottes Nähe und Gegenwart aus. Das tut mir gut, macht mich gelassener und zuversichtlicher.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=34448
10DEZ2021
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Im Moment – so habe ich den Eindruck – leiden viele Menschen an Selbstüberschätzung. Wir haben hunderttausende kleiner Corona-Experten. Egal, ob sie Impfbefürworter oder Impfgegner sind. Die ganze Aufgeregtheit und Gereiztheit erinnert mich an einen Satz meines Lehrers. „Wohl dem der nichts weiß und doch schweigt“. Oder wie ich es mal etwas plakativer auf Facebook gelesen habe: „Wenn du keine Ahnung hast, einfach mal die Klappe halten“.

Das Problem ist, dass inkompetente Menschen ihre eigene Unfähigkeit meistens nicht erkennen.
Was schon viel hilft ist, wenn ich mir selber klarmache, dass ich nicht der Nabel der Welt bin. Ich habe nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Ein bisschen Bescheidenheit tut jedem ganz gut. Die andere Person könnte ja auch recht haben. Oder zumindest könnte was dran sein an dem, was sie sagt.

Vorbild ist mir dabei Papst Johannes der 23. Ja, genau der, der 1962 das 2. Vatikanische Konzil eröffnet hat. Er war nur knapp 5 Jahre im Amt, aber er hat viel in Bewegung gebracht. Auch, dass sich die verschiedenen Kirchen näher gekommen sind. Über diesen Papst habe ich mal eine Begebenheit gelesen, die mich immer wieder nachdenklich macht.

Nachdem er zum Papst gewählt wurde, war er in seinem Schlafzimmer im Apostolischen Palast. Dort setzte er sich noch einmal vor dem Spiegel voller Stolz die Tiara, die Papstkrone auf. Plötzlich hörte er die leise Stimme Gottes, die zu ihm sagte „Nimm dich nicht so wichtig, Giovanni!“.

Wundert es einen da noch, wenn er wegen seiner Bescheidenheit und Volksnähe im Volksmund il Papa buono („der gute Papst“) genannt wurde?

Wenn ich dazu neige, zu hochmütig zu werden, dann tut es mir gut, wenn ich jemanden an meiner Seite habe, der mich genau darauf hinweist. Freunde dürfen das bei mir. Oder meine Frau. Manchmal erinnere ich mich dann an Papst Johannes, den 23. und sage mir selbst „Nimm dich nicht so wichtig, Joachim“. Und dann bespreche ich mich im Gebet mit Gott. Denn er ist der Allwissende. Er kann mir bewusst machen, was gut ist. Er sagt mir, dass ich geliebt und angenommen bin – auch wenn vieles um mich herum nicht so läuft, wie ich mir das wünsche. Aber das hilft mir, auch die Sicht des anderen wahrzunehmen und zu respektieren.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=34447
24OKT2021
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Kennen Sie das auch? So „heilige Momente“ in Ihrem Leben? Erlebnisse, bei denen Sie den Eindruck hatten, hier hat Sie etwas Göttliches berührt. Völlig unerwartet. Überraschend anders und neu.
Wissenschaftler sagen, dass etwa 80 % der Menschen schon mal übernatürliche Erfahrungen hatten. Bei manchen war es ein Traum. Bei anderen eine Art Erscheinung. Oder mitten im Gespräch der Satz einer Freundin, der im inneren Ohr weiterklingt. Manche hatten einen „heiligen Moment“ bei inspirierender Musik. Andere, wenn sie ein Buch lasen. Wieder andere wurden von ihm in der Stille oder in der Natur überrascht.

Bülent Ceylan, der Mannheimer Comedian hatte auch so einen „heiligen Moment“. Und hat ihn auch öffentlich gemacht. Sein Vater ist Moslem, seine Mutter katholisch. Was kommt da raus? Evangelisch - schreibt er:
Wir haben Weihnachten gefeiert, mein Vater hat auch mal Schweinefleisch gegessen. Motto: Mach das Licht aus, dann sieht Allah es nicht. Ich war immer auf der Suche. Was ist richtig? Was ist der Sinn des Lebens? Ich habe einen guten Freund, evangelischer Pfarrer, tätowiert cooler Typ, dem habe ich Tausende Fragen gestellt. Er meinte, in Momenten, in denen er völlig beladen ist mit Sorgen, übergibt er an Jesus. 2019 hatte ich so einen Moment. Ich wusste nicht weiter, bin auf die Knie gefallen und habe gedacht: Jesus, zeig mir, was der richtige Weg ist. Und dann habe ich - ja, ich weiß, wie irre das klingt - eine Art Erscheinung gehabt. Danach habe ich mich taufen lassen. Ich gehe nicht jede Woche in die Kirche, aber Jesus ist schon der Wahnsinn. Dass sich jemand so für die Nächstenliebe aufopfert und auf jeden zugeht, egal, wer er ist, finde ich inspirierend.

„Heilige Momente“ sind etwas Besonderes. Sie kommen nicht so oft vor im Leben. Aber die meisten können sich an ihre „heiligen Momente“ ganz gut erinnern. Sie wissen meist noch genau, wo und wann das war und was das Entscheidende gewesen ist. Auf ihre „Heiligen Momente“ lassen sie nichts kommen. Da soll nicht drüber gespottet werden und die sollen nicht in Zweifel gezogen werden. Sie sind wie ein innerer Schatz, der nicht so gerne hergezeigt wird, damit er von niemandem beschmutzt wird. Darum reden so wenige darüber.

Manche Menschen reden auch öffentlich darüber wie der Mannheimer Comedian Bülent Ceylan. Oder die 42-jährige Journalistin Carolin George. Dieses Jahr veröffentlichte sie ihr Buch Und dann kam Gott - Warum ich Glaube nie brauchte - und mich mit 42 konfirmieren ließ.

Carolin George arbeitet für Zeitungen wie „Die Hannoversche Allgemeine oder „Die Welt“. Unter anderem schrieb sie ein Buch über Kirchen und Kapellen in ihrer Region. Auch wenn ihr einiges darin fremd blieb, berührte sie dennoch die Atmosphäre mancher Sakralräume . In einer persönlichen Krise nahm sie Kontakt mit einer Theologin auf. Sie brauchte Seelsorge. Sie begann Gottesdienste zu besuchen. Dadurch bekam sie eine neue Freiheit. Sie sagte, der Glaube stärke sie, lasse sie lieben und vergeben - auch sich selbst, wenn eigene Erwartungen zu hoch werden. Einen Tag nach ihrem 42. Geburtstag bekräftigte sie ihr neues Lebensgefühl, und ließ sich bei ihrer Konfirmation den Segen zusprechen

In einem "Brief an Gott" schrieb sie damals: "Ich freue mich wahnsinnig, dass wir uns endlich kennengelernt haben. Lass uns so weiter machen."

Ich hatte solche „heiligen Momente“ schon öfters in meinem Leben. Das erste Mal war es mit dreizehn, als ich in riesigen pubertären Selbstzweifeln steckte. Da hatte ich eines Abends den Eindruck, Jesus steht bei mir im Zimmer. Es war mir, als legte er mir seine Liebe wie einen warmen Mantel um die Schultern und sagte zu mir „Du bist mir recht“. Ich fühlte mich angenommen wie noch nie. Es trieb mir die Tränen in die Augen. Bei mir sind diese „heiligen Momente“ oft mit Tränen verbunden. So bei einem Abendmahl bei einer Fortbildung inmitten von 40 Kolleginnen  und Kollegen. Als ich in einer Sinnkrise meines Berufs steckte. Oder ein anderes Mal beim Autofahren. Die Tage vorher hatte ich den Eindruck, ich kriege keinen Kontakt zu Gott. Es war wie vernagelt. Plötzlich hatte ich das Gefühl, Jesus sitzt neben mir auf dem Beifahrersitz. Mir kamen die Tränen, ich bekam Schnappatmung und musste erstmal auf den nächsten Parkplatz fahren. Die Gegenwart des lebendigen Jesus zu erfahren, beeindruckt bis in das Körperliche hinein.

Drei wesentliche Veränderungen passieren, wenn ich zulasse, dass Jesus mich berührt:
Ich weiß, dass es Gott wirklich gibt.
Ich weiß, dass Jesus lebendig ist und mit mir kommunizieren will.
Ich rede nicht mehr über Gott, sondern mit ihm.

Solche „heiligen Momente“ kann ich nicht herbeiführen. Aber ich kann dafür offen sein. Darum: Wenn Gott das nächste Mal bei Ihnen anklopft, dann sagen Sie doch einfach: „Hier bin ich. Ich höre“. Und dann seien Sie still und nehmen einen Moment nur wahr, was kommt. Vielleicht wird es ja Ihr „heiliger Moment“.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=34164
28MRZ2021
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Heute ist der internationale Ehrentag des Unkrauts. Wussten Sie nicht? Macht nichts, ich auch nicht – bis vor kurzem. Es ist kein offizieller Ehrentag der Vereinten Nationen. Ein paar Garten-Blogger im Internet haben ihn 2003 zum ersten Mal ausgerufen. Immerhin hat er es auf die Liste der Gedenktage bei Wikipedia geschafft.

Bei „Ehren-Tag des Unkrauts“ habe ich zunächst gestutzt. Für mich war Unkraut bislang immer etwas, was weg muss. Habe ich doch ein paar unschöne Erfahrungen mit Unkraut. Meine Eltern hatten einen großen Garten hinter unserem Haus. Darin gab es ein Beet mit rund 100 Rosenstöcken. Und dazwischen begannen nach ein paar Jahren die Ackerwinden zu wachsen. Meine Brüder und ich mussten im Sommer fast jeden Samstag mit Lederhandschuhen in dieses Beet und die dornigen Sträucher von den lästigen Ranken befreien.

Tatsächlich ist Unkraut definiert als etwas, das unerwünscht ist. Allerdings spricht man heute nicht mehr so gerne von „Unkraut“, sondern von „Beikraut“ oder von Kulturpflanzenbegleitern. Weil man weiß, dass sie in unser Ökosystem gehören, und dass viele von ihnen auch als Nutzpflanzen oder Heilkräuter dienen. Manche von ihnen haben positive Nebenwirkungen, indem sie Kulturpflanzen vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen. Oder indem sie der Erosion vorbeugen. Kamille, Spitzwegerich und Ackerschachtelhalm sind zudem als Heilpflanzen bekannt.

Warum erzähle ich Ihnen das in einer kirchlichen Sendung am Sonntagmorgen? Weil ich finde, dass diese Beobachtungen ein interessantes Schlaglicht auf ein Gleichnis werfen, das Jesus einmal erzählt. Es ist das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen im Matthäusevangelium, Kapitel 13. Darin beschreibt er einen Bauern, der auf seinem Acker Weizen ausgesät hatte. Eines Nachts hat sein Feind Unkraut zwischen den Weizen gesät. Ein paar Wochen später haben dies die Arbeiter des Bauern bemerkt und ihn gefragt, ob sie das Unkraut ausreißen sollen. Der Bauer aber hat NEIN gesagt, sonst würden sie mit dem Unkraut den Weizen ausreißen. Sie sollten warten bis zur Ernte. Erst dann sollten sie das Unkraut ausreißen, bündeln und verbrennen.

Heute weiß man, dass es sich bei diesem Unkraut um den sogenannten Taumel-Lolch handelte. Das ist ein giftiger Stängel, der in der noch grünen Wachstumsphase dem Weizen zum Verwechseln ähnlich sieht. Er kann Schwindel- und Sehstörungen verursachen und in seltenen Fällen auch zum Tod führen. Allerdings wird er auch als Arzneistoff für Hauterkrankungen und Geschwüre verwendet.

Jesus liefert ein wenig später im gleichen Kapitel die Deutung: Für ihn sind der Weizen die Menschen, die Gott vertrauen, auf ihn hören und ihm folgen. Das Unkraut sind für ihn die bösen Menschen. Er will also nicht die bösen Menschen ausrotten. Er will sie mitsamt den guten wachsen lassen bis zur Ernte.

Ich weiß ja nicht, ob Sie so richtig böse Menschen kennen. In meinem Umfeld gibt es die kaum. Also solche, die es wirklich willentlich böse meinen. Ich kenne ein paar Leute, die nerven mich. Die machen auch das eine oder andere, was ich nicht gut finde. Und manches geht auch wirklich böse aus. Aber bei den meisten von ihnen erahne ich auch ihre guten Seiten.

Nur ein einziges Mal hatte ich ein Erlebnis, das ich wirklich böse fand. Im Urlaub hat mir mal nachts um 12 ein Besoffener in einer menschenleeren Fußgängerzone mit der Faust auf’s Ohr geschlagen. Noch zwei, drei Jahre später ist in mir die Wut hochgekocht, wenn ich an diese Situation dachte. Erst nachdem ich diesem Menschen in meinem Herzen vergeben habe, hat sich die Unruhe in meinem Innern nach und nach gelegt. Heute kann ich ohne Groll an diese Situation denken.

Was mir das Gleichnis von Jesus deutlich macht, ist, dass es nicht an mir ist, darüber zu urteilen, wer gut oder wer böse ist. So klar ist das nämlich garnicht. Es ist so unklar, wie den Taumel-Lolch vom Weizen zu unterscheiden. Außerdem kenne ich mich inzwischen selbst so gut, dass ich weiß, dass das Böse auch in mir schlummert.

Am Ende der Zeiten wird es eine Unterscheidung von guten und bösen Menschen geben. Die Bibel nennt das das Gericht. Aber das nimmt Gott vor und nicht ich. Und das ist auch gut so. Aus drei Gründen: Zum ersten, weil es in Gottes neuer Welt keinen Platz für das Böse gibt, weil dort Vollkommenheit herrscht. Zum zweiten, weil es einen Ort geben muss, an dem das Unrecht nicht bestehen bleibt sondern ausgeglichen wird. Mit nicht ausgeglichener Schuld kann niemand leben. Opfer nicht, aber Täter auch nicht. Auch Gott will nicht, dass das Unrecht auf ewig bestehen bleibt. Und zum dritten, weil ich davon entlastet werde, selber urteilen zu müssen. Ständig zu urteilen vergiftet die Atmosphäre unter uns Menschen und ist auf Dauer für andere schwer erträglich. Nicht urteilen zu müssen hilft mir, gelassener durch’s Leben zu gehen und offener mit Menschen umzugehen. Auch mit denen, die es vermeintlich böse mit mir meinen. Wenn es aber etwas gibt, was wirklich böse war, dann wird Gott am Ende darüber urteilen. Und er wird es gut machen. Darauf vertraue ich.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32870

stellen wir uns mal einen Moment vor, wir könnten das Wetter beeinflussen. Die Frage können wir uns heute am Weltwettertag ja mal stellen: Ob das gut wäre, wenn wir Menschen entscheiden könnten, wann wo wie lange die Sonne scheint, wer wann Regen braucht, wie lange es schneit und ob es überhaupt mal irgendwo hageln soll?
Ich habe mit einem Meteorologen über diese Frage gesprochen und der sagte: Das wäre gar nicht gut. Das Wetter sei ein Wirtschaftsfaktor. Und er fürchte, es würde Kriege um das Wetter geben.
Denn welche internationale Organisation sollte das denn entscheiden? Und nach welchen Maßstäben? Und wie viel Macht haben die?
In den Alpen zum Beispiel brauchen sie Schnee. Das ist ein Wirtschaftsfaktor - wegen des Tourismus. Aber wann soll es schneien? Und wie viel? Schnee ist ja immer auch eine Gefahr für den Verkehr.
Und diese kalten, windigen, verregneten, ekligen Herbsttage, die würden wir wohl gleich ganz weglassen.
Bloß: Die Bauern brauchen Regen. Aber wann und wie viel? Wann bei uns und wann in den anderen Ländern?
Ich denke nur an das vergangene Frühjahr, als es so lange nicht geregnet hat. Da haben die Bauern bei uns auf dem Land echt Sorge um ihre Ernten gehabt. Das hätten sie mit dem Regen bestimmt anders geregelt.
Und wann ist Sonne vonnöten? Die ganze Freibadsaison lang? Damit die Städte weniger Miese machen?
Und würden wir so was wie Nebel überhaupt zulassen?
Das sind natürlich alles Spekulationen. Und wir merken, wie schwierig das schon in unseren Breitengraden wäre. Weltweit würde das ja noch komplizierter.
Darum bin ich als Christ froh, dass wir Menschen das Wetter nicht selbst machen können Und ich vertraue auf Gott.
Die Bibel sagt in Psalm 135 (6-7):
Alles, was Gott will, das tut er im Himmel und auf Erden, im Meer und in allen Tiefen;  der die Wolken lässt aufsteigen vom Ende der Erde, der die Blitze samt dem Regen macht, der den Wind herausführt aus seinen Kammern.
Gott ist der Herr über seine Schöpfung, auch über das Wetter. Und ich verstehe längst nicht alles, was sich da tut.
Aber immerhin: Wir Menschen können einander helfen, das schlechte Wetter zu ertragen und die Wetterkatastrophen auch. Wir können einander das Leben hell machen, auch wenn es regnet. Wir können uns auf die Unwetter einigermaßen einrichten und z.B. da bauen, wo es nicht so gefährlich ist. Wir können denen beistehen, die eine Katastrophe trifft.
Dazu möge Gott uns die richtige Einsicht und Phantasie geben.
Mir reicht deshalb die Wettervorhersage zwei, drei Tage voraus. Da kann ich mich dann immer noch auf die unterschiedlichen Gegebenheiten einstellen.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=12729

Ich liebe das Wasser. Im Sommer gehe ich gerne ins Freibad und schwimme, wenn es geht pro Tag einen Kilometer. In der Winterzeit gehe ich mit meiner Frau gerne in eine Therme. Vor dem Saunieren gehen wir immer noch eine Runde schwimmen. Das leicht salzhaltige Wasser lässt einen so schön schweben. Und wenn wir nach einigen Saunagängen die Therme verlassen, dann haben wir immer eine Flasche Mineralwasser dabei. Das ist erfrischend, daraus zu trinken. Das belebt so richtig von innen.
Jesus spricht einmal vom lebendigen Wasser, dass er uns geben will. Ich weiß, er denkt da an fließendes Wasser im Gegensatz zu stehendem. Aber ich spüre, er meint damit noch viel mehr.
Denn als er einer Frau Wasser gibt, sagt er zu ihr:
Wer von diesem Wasser hier trinkt, bekommt wieder Durst. Aber wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, wird nie wieder Durst haben. Denn das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle: Ihr Wasser fließt - bis ins ewige Leben." (Joh 4, 14f - Basisbibel)
Ich habe mir überlegt, was das bedeutet. Und da ist mir eine Erfahrung aus dem letzten Herbst in den Sinn gekommen: Ich habe mich gefühlt wie ein trockener Schwamm. Wie ausgesaugt. Sogar mein Glaube war irgendwie dürr und trocken geworden. Ich hatte immer gegeben und gegeben. Aber anscheinend hatte ich vorher selber nicht genug bekommen.
Also habe ich mich morgens an unseren Esszimmertisch gesetzt, habe eine Flasche Mineralwasser, eine Flasche Apfelsaft und zwei Gläser auf den Tische gestellt. Und ich habe mir vorgestellt, dass mir Jesus wie ein Freund gegenüber sitzt. Ich habe ihm so betenderweise gesagt, dass er mich doch bitte- bildlich ausgedrückt - wieder neu erfrischen soll - wie wenn ich ein Glas Mineralwasser leertrinke.
Und mit der Zeit hat das Beten mir neue innere, geistliche Kraft gegeben. Das Lesen in der Bibel, in der Herrnhuter Losung und einer Auslegung dazu. Das Schweigen. Das Hinhören auf das, was Gott mir vielleicht in meinen Gedanken sagt
Und ich habe etwas von dieser Ewigkeit gespürt, von der Jesus hier spricht. Ich habe gemerkt, wie mein innerer Tank wieder aufgefüllt wurde. Es hat sich angefühlt, wie wenn Wasser durch mich hindurch strömt. Wasser, das mich selber neu belebt, das zu anderen fließt und das mich trägt.
Seitdem will ich von diesem Wasser immer wieder trinken. Und jedes mal wenn ich mich morgens an unseren Esszimmertisch setze und die beiden Gläser vor mich stelle und die Flasche Mineralwasser, dann weiß ich dass Jesus mir dieses Wasser des Lebens geben wird.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=12728

Heute ist der Welttag der Poesie. Ich mag Gedichte, egal ob sie gereimt sind oder nicht. Sie bringen konzentriert auf den Punkt, was man in Reden weitschweifig erklären müsste. Gedichte lassen Bilder vor meinen Augen entstehen und sie wecken Gefühle. Was mir einer mit nüchternen Worten berichten könnte, geht mir bei Gedichten zu Herzen.
Darum gefallen mir einige Gedichte aus der Bibel sehr. Die Psalmen sind solche Gedichte. Psalm 104 beschreibt passend zum Frühlingsanfang die Schöpfung Gottes:
1 HERR, mein Gott, ... 10 Du lässest Wasser in den Tälern quellen, dass sie zwischen den Bergen dahinfließen,
11 dass alle Tiere des Feldes trinken und das Wild seinen Durst lösche.13 Du feuchtest die Berge von oben her, du machst das Land voll Früchte, die du schaffest.
Gott schenkt Fruchtbarkeit in der Natur. Das sagen mitr diese Verse. Das war und ist ja nicht immer so. Da hat es Anbetung von selbstgemachten Fruchtbarkeitsgöttern gegebe. Der Psalmist macht klar, der Schöpfer der Welt ist auch der Schöpfer der Fruchtbarkeit. Und er dichtet weiter:
14 Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, daß du Brot aus der Erde hervorbringst, 15 daß der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke.
Diese Fruchtbarkeit ist also für uns Menschen gedacht. Gott sorgt dafür, dass  unsere Grundbedürfnisse befriedigt werden. Zum Beispiel eben, dass wir genug zu essen und zu trinken haben.
27  Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit so der Psalm weiter.
28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.
Mir gefällt dieser Psalm, weil er mir deutlich macht, dass alles in meinem Leben Geschenk ist. Gott, mein Schöpfer hat es mir gegeben. Das zeigt mir zum einen, wie abhängig ich von ihm bin - im positiven Sinn - und macht mich zum anderen dankbar. Weil ich weiß, dass Gott mich versorgt, kann ich ihm vertrauen.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=12727

Ich mag Geschichten. Egal ob kurz oder lang. Hauptsache, sie haben eine gute Pointe. Einen Gedanken, der mich die Welt oder mich selber besser verstehen lässt.
Vielleicht ist es ja sogar so, dass wir überhaupt unser Leben in Geschichten verstehen. Erinnern wir uns an früher, dann erinnern wir uns an Geschichten, an Ereignisse, die uns wichtig geworden sind.
Heute am Weltgeschichtentag habe ich Ihnen eine Kurzgeschichte mitgebracht:
Friedrich von Bodelschwingh erzählt aus seiner Kindheit: „Als im Herbst das Obst reif an den Bäumen im Garten hing, hatte uns der Vater streng verboten, auf die Bäume zu klettern. Wir durften nur von den heruntergefallenen Früchten essen. Aber einmal hatte ich das Verbot doch übertreten und war heimlich auf einen Baum geklettert. Dabei zerriss ich mir unglücklich den Hosenboden. Heimlich schlich ich mich mit einem bösen Gewissen nach Hause. Dabei drehte ich mich immer so geschickt, dass keiner den Schaden entdecken konnte. Nach dem Abendbrot ging ich in mein Zimmer, besah dort erst richtig voll Entsetzen die zerrissene Hose und legte sie zuunterst auf den Stuhl, alle anderen Kleidungsstücke geschickt darüber. Dann kniete ich am Bett nieder, um mein Abendgebet zu sprechen: ‚Lieber Gott, ich bin heute ungehorsam gewesen. Vergib es mir doch und mach, dass morgen früh meine Hose wieder heil ist!' - In diesem Augenblick ging meine Mutter an der Kinderzimmertür vorbei, blieb einen Augenblick stehen und hörte mein Gebet.
Der erwachsene Bodelschwingh kann sich in die Mutter hineinversetzen. Er erzählt weiter: Als ich fest eingeschlafen war, nahm sie die zerrissene Hose und machte sie wieder heil. Dann legte sie die Hose so hin, wie sie unter dem Berg von Kleidern gelegen hatte. - Als ich am nächsten Morgen erwachte, war mein erster Griff nach der Hose. Welch ein Wunder, die Hose war wieder in Ordnung! - Ich weiß noch wie heute, dass dieses Erlebnis, wo Mutter ein Engel gewesen war, meinen Kinderglauben mächtig stärkte."
Ich kann mir vorstellen, wie erleichtert der kleine Junge damals war. Für ihn war klar: da hat Gott eingegriffen. Und das wird ihm geholfen haben, auch zukünftig auf Gott zu vertrauen.
Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen immer wieder einmal solch ein Engel in Ihrem Leben begegnet. Denn darin kommt Ihnen die Liebe und Zuneigung Gottes entgegen. Und wer weiß, vielleicht können Sie ja auch für andere Menschen zu so einer Art barmherziger Engel werden.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=12726

Gott hat eine Schwäche für grundanständige Leute. Einer davon war in der Bibel Josef, der Ehemann von Maria, der Mutter Jesu. Er war mit Maria verlobt, als er merkte, dass sie schwanger war.
Das hat ihn vor ein großes Problem gestellt:
Die Verlobung war zu seiner Zeit schon rechtsverbindlicher Bestandteil der Ehe. Wenn ein Mädchen ein Geschenk eines Werbers annahm, war sie mit ihm verlobt. Trotzdem wohnte sie damit noch nicht in der häuslichen Gemeinschaft des Verlobten. Aber die beiden waren einander versprochen. Und wenn ein anderer mit der Verlobten schlief, war das Ehebruch.
Josef musst darum annehmen, dass Maria einen anderen (Mann) hatte. Josef, war einer, für den das Einhalten der Gebote wichtig war. Trotzdem wollte er das höherstehende Gebot der Nächstenliebe nicht aus den Augen verlieren.
Er überlegte sich also, wie er Maria und sich selbst am besten aus dieser misslichen Lage heraushelfen konnte.
Rein rechtlich hätte er sie verklagen und ihre Bestrafung fordern können. Als Tochter aus einer Priesterfamilie, wäre sie nicht nur gesteinigt sondern sogar verbrannt worden.
Als zweites hätte er sich von ihr scheiden lassen können. Dann wäre sie allerdings ihr Leben lang gezeichnet gewesen. Ihre Ehre wäre für immer angetastet gewesen.
Also dachte er, er verlässt sie heimlich. Denn dann hätten die härtesten Urteile nicht Maria sondern ihn getroffen. Alle hätten ihn für ungerecht gehalten, weil er sich schon von ihr scheiden lässt, noch bevor sie bei ihm wohnte und das Kind geboren hätte. Offenbar muss er Maria sehr geliebt haben, dass er sie so schützen wollte.
Trotzdem hätte auch diese Variante einen Haken gehabt:
Jesus wäre nämlich als uneheliches Kind auf die Welt gekommen.
Josef wollte einen Weg der Liebe gehen, der trotzdem Gottes Plänen entgegen lief.
Darum schickt Gott ihm im Traum einen Engel, der ihm sagt, dass das Kind vom Heiligen Geist ist und dass er Maria zu sich nehmen und sie heiraten soll. Gott schenkt dem anständigen Josef eine völlig neue Sichtweise.
Zugleich ist dies ist die einzige Lösung, die weder Josef noch Maria noch Jesus in Schande bringt.
Josef als grundanständiger Handwerker „adoptiert" sozusagen den Sohn Gottes. Er nimmt ihm gegenüber Vaterpflichten wahr. Jesus wird so das Kind einer einfachen Familie in Nazareth.
Eines will ich von Josef lernen: Es kann sein, dass ich es wirklich anständig meine. Und Gott sieht das auch. Aber es kann trotzdem sein, dass Gott einen anderen, einen besseren Weg für mich hat. Darum will ich ihm vertrauen und aufmerksam auf ihn hören und zu Veränderungen bereit sein.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=12725