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16OKT2021
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Die Autorin Meike Winnemuth ist dafür, sich selbst viel mehr zu erlauben, sonst tut es nämlich keiner. Sie sagt:

 

Wer nicht mehr muss, der darf. (…)

Man darf Termine abblasen, man darf Nein sagen – überhaupt sollte man viel öfter Nein zu allem Möglichen sagen, ein unnglaublich befreiendes Wort – und man darf Dinge einfach mal ausprobieren. Und zwar ohne Erfolgsdruck, Dinge dürfen nämlich auch was: schiefgehen. Nicht schlimm. Schlimmer wäre, es nicht probiert zu haben. Man darf (…) spielen. Mal eine Woche, einen Monat lassen, was nervt, tun, was sinnlos Spaß macht, und schauen, was dann passiert. (…)

Man darf ganz viel, mehr, als man denkt. Man muss es sich nur selbst erlauben, sonst tut es nämlich keiner.

 

Quelle: Meike Winnemuth: Mach dein Leben leichter! In: Geo Wissen (71/2021), Verlag: Gruner + Jahr AG & Co KG, S. 59

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15OKT2021
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Wie soll ich mich entscheiden, wenn ich mehrere Möglichkeiten habe? Der Benediktinermönch Anselm Grün hat für sich einen Weg gefunden. Er sagt:

 

Ich male mir aus, wie sich die verschiedenen Möglichkeiten anfühlen. Und dann prüfe ich sie anhand von vier Kriterien. Welche Möglichkeit bringt am meisten Lebendigkeit, Freiheit, Liebe und Frieden in mein Leben. Denn genau in diese Richtung sollten all meine Schritte führen, auch mein Glaube.

Deshalb sollte man sich immer fragen, (…) ob [man] wirklich zu diesen vier Dingen im eigenen Leben (…) beiträgt: zu Lebendigkeit, Freiheit, Liebe und Frieden.

 

Quelle: Anselm Grün im Interview: Über die Kunst der Sehnsucht zu folgen. Interview von Bertram Weiß und Tilmann Botzenhardt. In: Geo Wissen (70/2020), Verlag: Gruner + Jahr AG & Co KG, S. 39

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14OKT2021
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Auch wenn es keinen Spaß macht auf etwas zu verzichten, hält es die Journalistin Diana Laarz für notwendig. Sie sagt:

 

Es lohnt sich (..), weil Minimalismus und Verzicht notwendig sind, um den Planeten zu retten. Ich kann nicht weiter die Ressourcen der Erde ausbeuten und damit die Augen davor verschließen, dass deshalb Klima und Biodiversität vor die Hunde gehen. (…) Es gibt Menschen, die veröffentlichen Bücher, in denen steht, dass Verzicht Spaß macht. Es macht keinen Spaß. Verzicht ist eine Entscheidung. Das ist nicht einfach. Aber es fühlt sich einfach besser an.

 

Quelle:
Diana Laarz: Brauche ich das? Oder kann das Weg? In: Geo Wissen (71/2021), Verlag: Gruner + Jahr AG & Co KG, S. 27

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13OKT2021
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Der Lehrer von Harry Potter heißt Albus Dumbledore. Er erklärt seinem Schüler folgendes:

 

„Du hast nun einmal viele (..) Begabungen (…). Entschlossenheit, Findigkeit und eine gewisse Neigung, Regeln zu missachten. (…) Doch (…) Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, (..) die zeigen, wer wir wirklich sind.

 

Quelle:

Joanne K. Rowling: Harry Potter und die Kammer des Schreckens entfliehen, Carlsen Verlag GmbH, übersetzt von Klaus Fritz, S. 343

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12OKT2021
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ist. Die Journalistin Diana Laarz hat sich dazu nützliche Gedanken gemacht:

 

Die Gegenstände, die wir anschaffen und bei uns behalten, sind auch Teil unserer Identität. Diese Dinge stehen dafür, wer wir waren, wer wir sind und wer wir gern wären. Deshalb hängt unser Herz an scheinbar nutzlosen Dingen. Einfachheit bedeutet nicht, sich so weit einzuschränken, bis nur noch 100 Gegenstände übrig bleiben – und nichts von der eigenen Persönlichkeit. Es geht eher darum, zu erkennen, was wirklich von Bedeutung ist und was überflüssig. Und wie wir das eine vom anderen unterscheiden.  

 

Quelle:
Diana Laarz: Brauche ich das? Oder kann das Weg? In: Geo Wissen (71/2021), Verlag: Gruner + Jahr AG & Co KG, S. 27

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11OKT2021
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Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer haben einen Drachen besiegt. Der Drache steht dabei für die eigenen dunklen Seiten. Ich muss sie nicht verneinen oder abtöten, sondern verwandeln. Im Buch sagt der Drache:

 

Wer einen Drachen überwinden kann, ohne ihn umzubringen, der hilft ihm, sich zu verwandeln. Niemand, der böse ist, ist dabei besonders glücklich, müsst ihr wissen. Und wir Drachen sind eigentlich nur so böse, damit jemand kommt und uns besiegt. Leider werden wir (..) dabei meistens umgebracht. (…) Wir Drachen wissen sehr viel. Aber solange wir nicht überwunden worden sind, fangen wir damit nur „Böses“ an. (…) Wenn wir aber verwandelt sind, dann heißen wir „Goldener Drache der Weisheit“.

 

Quelle:

Michael Ende: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Thienemann Verlag, 1983, S. 226

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10OKT2021
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Die mittlerweile 86-jährige Schimpansenforscherin Jane Goodall schreibt in ihrer Autobiographie:

 

Der Bibelspruch „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ hat mich immer irritiert. Wie konnte ich mich selbst lieben, wenn ich so häufig den Ansprüchen, die ich an mich stellte, gart nicht genügte? Doch dann (… ) glaube, ich verstand [ich] ihn.

Mit dem „Selbst“, das wir lieben sollen, ist nicht unser Ego, nicht die Alltagsperson gemeint, die gedankenlos, selbstsüchtig und manchmal unfreundlich ist, sondern die Flamme des reinen Geistes, der in allem und jedem brennt (…). Ich erkannte, dass das was geliebt wird, wachsen kann.

 

Quelle:

Jane Goodall: Grund zur Hoffnung. Autobiographie, Goldmann 2001, S. 253, übersetzt von Erika Ifang

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04SEP2021
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Der Journalist und Autor Daniel Böcking schreibt, wie er seinen Kindern Vertrauen mitgibt:

Bei unseren Geocaching-Abenteuern lasse ich unsere Neunjährige an Seilen hoch in Bäumen klettern. Wir erforschen alte Bunker und Ruinen, wo oft Scherben rumliegen und Steine in Mauern wackeln. (…) Niemals würde ich sie bewusst einem Todesrisiko aussetzen. Aber eine Schramme oder ein dicker blauer Fleck sind mir lieber als ein Leben in Watte. (…) Der Mut, den ich unseren Kindern vorleben möchte, ist die Mitte zwischen Feigheit und Tollkühnheit. Dieser Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Er ist das Vertrauen auf das eigene Können, auf die Eltern und auf Gott.“

Daniel Böcking: Wie viel Mut tut gut? Pro / Christliches Medienmagazin, 2/2021

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33816
02SEP2021
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Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer wurde wegen seines Widerstands gegen die Nazis hingerichtet. Er schreibt:

Optimismus ist eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignieren, eine Kraft, den Kopf hochzuhalten, wenn alles fehlzuschlagen scheint, eine Kraft, Rückschläge zu ertragen, eine Kraft, die die Zukunft niemals dem Gegner lässt, sondern sie für sich in Anspruch nimmt. (…) Optimismus ist die Gesundheit des Lebens.

Heribert Prantl: Prantls Blick – Hoffnung in Corona-Zeiten. Newsletter der Süddeutschen Zeitung, Januar 2021

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01SEP2021
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Der Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer vergleicht Partnerschaften und Familien mit Reparaturwerkstätten. Er sagt:

Der Gedanke an die Reparaturwerkstatt gefällt mir. Anfangs denken Eltern oft, sie müssten eine funkelnagelneue Familie aufbauen, die viel besser ist als das, was sie als Kinder erlebt haben. Aber die glückliche Familie ist eher eine, die sich von einer Krise in die nächste freudig durchwurstelt, in der immer irgendetwas bis zur nächsten Krise wieder geflickt wird und alle den Humor nicht dauerhaft verlieren. Und da ist die Haltung brauchbar, die wir auch durch die Kunst des Reparierens gewinnen: das Interesse an Zusammenhängen, Hintergründen und die Bereitschaft, dranzubleiben und nicht gleich aufzugeben. (…) Es ist hilfreich für das gesamte Leben, wenn wir diese (zugewandte) Haltung schon als Kinder verinnerlichen.

Wolfgang Schmidbauer: Gute Beziehungen sind reines Handwerk, Interview in Eltern family Nr. 1 Januar 2021

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