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Heike Springhart

Evangelische Kirche

Geboren 1975 in Basel, Grenzgängerin von Anfang an.

Im Studium noch ein Jahr Basel. Vorher Stationen in Bethel und Leipzig, danach Heidelberg. Während der Promotionszeit war ich eine Weile in Washington DC (im Jahr nach 9/11), später immer wieder in Chicago an der University of Chicago. Aus allen Stationen sind Spuren geblieben.

Der Blick für verwundbares Leben und die Kraft die darin liegt aus Bethel, der gelassene Blick auf Kirche im Wandel der Zeiten und die Erinnerung an den Mut für Umbrüche aus dem Raum der Kirche heraus aus Leipzig (samt acht wunderbaren Sommern als Begleiterin bei den Sommerfreizeiten des Thomanerchors),
die Begeisterung für die Theologie Karl Barths (und dessen humorigen Blick auf die Welt und die Kirche) und die Basler Fasnacht aus Basel,
die internationale und interdiszplinäre Weite von Theologie aus Heidelberg (samt der Erkenntnis, dass Ruinen besonders romantisch sind und das Zerbrechliche von eigener Schönheit), die konstruktive und gesellschaftlich orientierte Theologie aus Chicago.

Immer noch bin ich als Grenzgängerin unterwegs zwischen wissenschaftlicher Theologie und kirchlicher Praxis – und ich liebe beides.

Ich habe Systematische Theologie gelehrt an der Ruhr-Universität Bochum und an der Uni Zürich, war zwei Jahre lang im Leitungsteam eines großen internationalen Forschungsprojekts (noch mehr Chicago) und lehre jetzt als Privatdozentin an der Theologischen Fakultät in Heidelberg.

Pfarrerin war ich in Dörfern im Kleinen Odenwald (Waldwimmersbach, Lobenfeld, Schönbrunn, Allemühl, Haag, Moosbrunn, Schwanheim) und im Großstadtdschungel von Mannheim (Citygemeinde Hafen-Konkordien). Neun schöne Jahre lang war ich als Pfarrerin Studienleiterin des Theologischen Studienhauses Heidelberg und bin es jetzt in der Johannesgemeinde Pforzheim, in der aus den Trümmern der zerstörten Stadt gebauten ersten „Notkirche“ Deutschlands.

Unterwegs überrascht mich das Leben immer mal – mit Preacher-Slam und Videogottesdiensten, mit Kirchentagspodien und Vortragseinladungen, mit der Auseinandersetzung mit mir selbst in der pastoralpsychologischen Fortbildung, mit Diskussionen in der Kammer für Theologie der EKD – und mit Texten fürs Radio.

Bei all dem hilft mir mein Blick für die großen und kleinen Absurditäten des Lebens (die ich auch gern mit der Kamera fotografiere), die Liebe zum Reisen und zur Musik.