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Manuela Pfann

Katholische Kirche

Journalistin, ausgebildet bei der katholischen Journalistenschule in München, trotz einer Vier in Mathe BWL studiert; im Moment schreibe und recherchiere ich für die Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Schreiben ist für mich wie Puzzeln. Ein Abschnitt muss zum nächsten passen, ein Satz den anderen verbinden, ein Wort mit den umliegenden in Kontakt sein. Sonst entsteht kein Bild. Schreiben funktioniert bei mir nicht von oben nach unten. Manchmal aus der Mitte heraus, manchmal vom Ende her, mal von innen nach außen oder andersrum. Am Ende ist alles gut – und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende. Dann kann es sein, dass ich alle Puzzle-Teile nochmals zurück in den Becher werfe. Da hilft dann kein Umrühren – da muss geschüttelt werden … ja, vielleicht ein bisschen wie bei James Bond, geschüttelt, nicht gerührt. Richtig wirbeln, die einzelnen Worte nochmals freilassen, um sie neu miteinander zu verknüpfen. Auch wenn mir das Bild vom geschüttelten Martini gut gefällt – ich bin kein echter James-Bond-Fan. Die Geschichten sind mir zu aufregend. Deswegen schaue ich mir den Anfang an und komme nur zum Ende des Filmes wieder ins Wohnzimmer, ich möchte das gute Ende sehen. Meine Familie findet das albern. Ich stehe dazu. Auch zu meinem Faible für Herzkino und Traumschiff. Ich brauche zwischendurch den sichtbaren und fühlbaren Beweis, dass Hoffnung und Liebe zum guten Ende führen.

Meine Kinder fordern mich mit ihren Fragen nach dem Grund dieser Hoffnung und nach der Existenz Gottes heraus. Mit meinen Antworten bin ich oft unzufrieden. Glaube in Worte zu fassen, auf Ja und Nein zu reduzieren, in 0 und 1 einzuteilen, ihn plastisch greifbar zu machen – das gelingt mir nicht wirklich.

Glaube ist für mich die Hoffnung auf ein gutes Ende. Auch wenn es kein Ende geben wird, es wird gut sein. Das glaube ich. Und davon versuche ich zu erzählen.