Was wir tun im Rundfunk:

...ins Gespräch kommen

Wir bringen Erfahrungen des christlichen Glaubens ins Gespräch, weil wir glauben und hoffen, dass sie das Leben bereichern können: Das persönliche, wenn es uns dankbar macht, wenn wir Rat suchen, wenn wir uns orientieren, weil kleine oder große Entscheidungen für die Zukunft anstehen und wenn wir Halt und Trost brauchen usw. Und wir glauben, dass sie das Leben auch bereichern können, wo wir mit anderen zusammenleben in Partnerschaft, in Familien, Communities und in der Gesellschaft, und nicht zuletzt in unserer einen – manchmal zerrissenen und „aus den Fugen“ geratenen Welt.

Wir suchen dieses Gespräch in unseren täglichen Beiträgen in den Hörfunkprogrammen des SWR, in Gottesdienstübertragungen in Radio und Fernsehen, sowie im 'Wort zum Sonntag‘, hier auf unserer Homepage und in den sozialen Medien.

...senden wollen und dürfen

Verankert ist der Recht der Kirchen „auf angemessene“ Sendezeiten im öffentlich- rechtlichen Rundfunk durch den Gesetzgeber. In den Landesrundfunkgesetzen und Staatsverträgen sind die so genannten »Drittsenderechte« geregelt. In Nordrhein-Westfalen beschreibt das „WDR-Gesetz“ von 1985, dass den Kirchen „angemessene Sendezeiten“ für ihre eigene Rundfunkarbeit einzuräumen sind, die sie auch inhaltlich selbst verantworten. Vergleichbares gilt auch für den SWR.

Wie passt zum Grundgesetz, in dem Staat und Kirche getrennt sind? Zum einen ist der öffentliche-rechtliche Rundfunk kein „Staatsfunk“, sondern ein Ort, in dem sich unsere Gesellschaft über sich selbst verständigen kann. Darum sind auch möglichst viele gesellschaftlichen Gruppen in seinen Gremien vertreten. Gleichzeitig darf, kann und will der Staat uns als Bürgerinnen und Bürger nicht zu weltanschaulichen und religiösen Überzeugungen zwingen (negative Religionsfreiheit). Er tut gut daran, religiöse Bildung und den religiösen Diskurs in der Zivilgesellschaft zu ermöglichen und zu fördern (positive Religionsfreiheit). Dazu leistet auch der öffentliche-rechtliche Rundfunk einen wichtigen Beitrag.

....Religionsfreiheit wahrnehmen

Entsprechend wollen wir Kirchen mit unseren Beiträgen alle HörerInnen, ZuschauerInnen und UserInnen ansprechen, nicht nur Kirchenmitglieder. Wie „Meinungsfreiheit“ das Recht bedeutet, eine Meinung haben und öffentlich äußern zu dürfen, so meint auch „Religionsfreiheit“ nicht die Freiheit von Religion, sondern die Freiheit, sich religiös zu betätigen, auch öffentlich.
Kirchen und religiöse und weltanschauliche Gemeinschaften sind wichtige Teile der Zivilgesellschaft, partizipieren an ihr und gestalten sie mit, indem sie ihre Haltungen und Überzeugungen, was gutes Leben ist und sein kann, in das Gespräch der Gesellschaft einbringen. Sie sind dies auch und gerade heute, wo die Vielfalt der Einstellungen und kulturellen Prägungen immer größer wird. Und wo zugleich die Gefahr besteht, dass man sich zu sehr in den eigenen „Überzeugungsräumen“ bewegt und die „Anderen“ nicht mehr mit ihrer eigenen Stimme wahrnimmt.

…. in unserer pluralen Gesellschaft

Das Recht auf angemessene Sendezeit haben nicht nur die evangelischen und katholischen Kirchen. Dies kommt im Staatsvertrag des SWR zum Ausdruck, indem er Kirchen, der jüdischen Kultusgemeinde und anderen Gemeinschaften das Recht auf angemessene Sendezeiten einräumt. Im SWR haben auch die Jüdische Kultusgemeinde, die Neuapostolische Kirche und Freireligiöse. Voraussetzung ist für den SWR, dass sie als Körperschaften des öffentlichen Rechts organisiert sind. Dies trifft bisher bei Muslimen nicht zu. Daher gibt es im SWR keine „eigenen“ islamischen Beiträge.

Wer wir sind

Unsere Sendungen werden geplant und verantwortet von den evangelischen Beauftragten der Landeskirchen Pfalz, Rheinland, Hessen-Nassau, Baden und Württemberg sowie den katholischen Beauftragten der Diözesen Rottenburg- Stuttgart, Freiburg, Mainz, Trier, Speyer und Limburg.

Zur Rundfunkarbeit der Kirchen gehören ca. 100 Frauen und Männer, die als AutorInnen religiöse Beiträge in den Hörfunkprogrammen des SWR gestalten. Evangelische und katholische KollegInnen wechseln sich dabei – zumeist wochenweise – ab, gestalten ihre Beiträge sehr persönlich. Darum klingt „Kirche im SWR“ so vielfältig und gleichzeitig sind wir einander ökumenisch sehr verbunden.

SWR Abteilung „Religion und Welt“

Themen aus Religion und Kirche werden im SWR selbstverständlich nicht nur von Kirchen selbst ins Programm eingebracht. Die SWR Abteilung „Religion und Welt“ - bestehend aus den Redaktionen „Religion, Migration  und Gesellschaft“ und „Religion, Kirche und Gesellschaft“ - bearbeitet diese Themen intensiv, kompetent und „trimedial“ (in Hörfunk, Fernsehen und Internet). Und zwar als Journalisten in einer entsprechenden Haltung: informierend, in Distanz und auch kritisch. Die Redaktionen nehmen dabei den Programmauftrag des SWR‘ auch für diesen Themenbereich wahr: zu informieren, zu bilden und zu unterhalten.

Kontaktadressen

Wir Rundfunkbeauftragte freuen uns, wenn Sie uns schreiben.