Manuskripte

SWR3 Worte

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Woche vom 29.01.2012 bis 04.02.2012




Altfried G. Rempe

Von Altfried G. Rempe, Trier, Katholische Kirche

Ein hörendes Herz

Samstag, 04. Februar 2012     [Druckversion]

GOtt erschien dem Salomo im Traum und sagte zu ihm: »Wünsche dir, was du willst; ich will es dir geben!«
König Salomo antwortete: »... mein Gott! Du hast mich ... zum König gemacht. Ich bin noch viel zu jung und unerfahren und fühle mich dieser Aufgabe nicht gewachsen... Darum schenke mir ein hörendes Herz, ... Wie kann ich sonst dieses große Volk regieren?«

Der Herr sagte zu Salomo: »Du hättest dir langes Leben oder Reichtum oder den Tod deiner Feinde wünschen können. Stattdessen hast du mich um Einsicht gebeten, damit du gerecht regieren kannst. Darum werde ich deine Bitte erfüllen und dir so viel Weisheit und Verstand schenken, dass kein Mensch vor oder nach dir mit dir verglichen werden kann.

Die Bibel im Buch der Könige - ein „hörendes Herz" und dass sie überhaupt zuhören, möchte man heute denen wünschen, die uns regieren...

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Kraft und Mut aus dem Glauben

Freitag, 03. Februar 2012     [Druckversion]

Ich habe durchaus manchmal Angst vor dem Tod, und ich sorge mich um meine Kinder. Doch ich habe nie davor Angst, den Mächtigen die Wahrheit zu sagen.
Meine Kraft und meinen Mut (engl: courage) beziehe ich aus meinem Glauben. Alles, was ich bin, was ich sein möchte, was ich einmal war, bin ich dank Gottes Gnade. Es gibt so viele Frauen in Afrika und außerhalb, die intelligenter sind als ich.
Gott hat jeden von uns geschaffen, damit er einen individuellen Beitrag leistet. Manche Menschen hat Gott dafür vorgesehen, der Nachbar zu sein, der die Kinder um sich versammelt und mit ihnen singt oder ihnen Geschichten erzählt, weil manche Menschen einfach wunderbare Erzähler sind...

Die Friedensnobelpreisträgerin 2011 Leymah Gbowee - aus Liberia

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Lachen dürfen lernen

Donnerstag, 02. Februar 2012     [Druckversion]

Im Mittelalter galt das Lachen als Sache des Teufels, als Zeichen mangelnder Gottesfurcht. Vor allem in den Klöstern wurde nicht gelacht, dort lebte man nach strengen Regeln. „Ora et labora", bete und arbeite...
Die Dorfpfarrer haben oft mit dem einfachen Volk gefeiert. Die offizielle Kirche jedoch verurteilte den Karneval, bei dem die bösen Geister vertrieben wurden, und dessen heidnische Wurzeln. Jesus, der nie lachte, und erst recht Gott Vater, galten als streng und humorlos. ...
Das christliche Gottesbild hat sich im Lauf der Jahrhunderte gewandelt. Heute glaubt man, dass der persönliche Gott nicht nur in der Kirche zu finden ist, sondern auch auf dem Fußballplatz oder beim Karnevalstreiben dabei ist. Kulturhistoriker Rainer Stollmann: „Angst ist ein gutes Mittel gegen Verstopfung. Aus der Geschichte des Lachens"

(in: KNA - Interview zur Karnevalszeit - KNA-Meldung am 24.01.2012, 13:02 h)

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Stille und Wort

Mittwoch, 01. Februar 2012     [Druckversion]

... der Mensch von heute wird von Antworten auf Fragen bombardiert, die er sich nie gestellt hat... Die Stille ist kostbar, um das nötige Unterscheidungsvermögen zu fördern im Hinblick auf die vielen Umweltreize und die vielen Antworten, die wir erhalten, gerade um die wirklich wichtigen Fragen zu erkennen und klar zu formulieren.
In der ... bunten Welt der Kommunikation taucht jedenfalls das Interesse von vielen für die letzten Fragen der menschlichen Existenz auf: Wer bin ich? Was kann ich wissen? Was muss ich tun? Was darf ich hoffen? Es ist wichtig, (den Menschen)...  die Möglichkeit für ein tiefes Gespräch zu eröffnen, das aus Argumenten und Meinungsaustausch besteht, das aber auch zum Nachdenken und zur Stille einlädt; die (kann) mitunter beredter sein ... als eine übereilte Antwort ...

Papst Benedikt über Kommunikation - gerade auch durch Stille

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Fröhlich sein

Dienstag, 31. Januar 2012     [Druckversion]

„Das Beste
was wir auf der Welt tun können, ist:
Gutes tun, fröhlich sein
und die Spatzen pfeifen lassen."

Johannes Don Bosco -
er war nicht nur ein fröhlicher Mensch und Priester;
er hat auch gewusst:
„Der Teufel hat Angst vor fröhlichen Menschen."
Nochmal!?
„Das Beste was wir auf der Welt tun können, ist:
Gutes tun, fröhlich sein
und die Spatzen pfeifen lassen."

Heute ist Giovanni Boscos Namenstagsfest

(in: www.aphorismen.de/ )

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Glauben an ein Danach wäre schön

Montag, 30. Januar 2012     [Druckversion]

Sarah Wagenknecht beneidet Menschen, die an Gott und an ein Leben nach dem Tod glauben können. „Man beginnt ja in meinem Alter gelegentlich, über die Endlichkeit des eigenen Lebens nachzudenken... Es wäre schön, an ein Danach glauben zu können. Aber das kann ich nicht."

Insbesondere, wenn ein lieber Mensch stirbt, wäre der Glaube an ein Jenseits tröstlich, fügte die Politikerin hinzu. „Der Tod hat für einen gläubigen Christen viel weniger Schrecken als für einen Atheisten."

Wagenknecht sagt, sie glaube nicht an Gott. „Aber ich habe großen Respekt vor Menschen, die aus ihrem Glauben die Kraft schöpfen, sich für eine bessere Welt zu engagieren."

Sarah Wagenknecht ist 42; mit ihr gemeinsam hoffe ich auf ein besseres Leben für alle auch schon vor dem Tod...

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mehr als nur sonntags

Sonntag, 29. Januar 2012     [Druckversion]

Meine Eltern sind nicht nur sonntags in die Messe, sondern auch unter der Woche. ... (Und) Wir haben uns in unserem Alltag sehr katholisch verhalten. Damit meine ich nicht nur Gebete, sondern besonders auch das wertschätzende Verhalten anderen Menschen gegenüber. Ich würde sagen, ich wurde streng katholisch erzogen. Das war wertvoll!
Vor sechs Jahren habe ich ... meine ... Stiftung gegründet. Die... sammelt ... Geld und nutzt meinen prominenten Namen, um Geld zu organisieren. ... Das ist ein Engagement, das einem Prominenten gut zu Gesicht steht. Sicher sind meine christlichen Wurzeln eine Triebfeder für dieses Anliegen...  Ich habe gelernt, man muss den anderen Menschen schätzen. Über das Religiöse habe ich gelernt, auch an andere Menschen und deren Wohlergehen zu denken. ...

Alfred Biolek, Fernseh-TalkMaster über die christlichen Wurzeln für sein soziales Engagement - nicht nur Sonntags...

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