Manuskripte

SWR3 Worte

Aktuelle Woche   Archiv



Dr. Anke Edelbrock

Von Dr. Anke Edelbrock, Tübingen, Evangelische Kirche

Muslimische Kinder in der Kirche

Dienstag, 30. August 2016     [Druckversion]

Mit vier Jahren kam sie aus der Türkei nach Deutschland: Arife Ugur. Heute gibt die 34jährige islamischen Religionsunterricht und sagt:

„Wir thematisieren im Unterricht, dass die islamistischen Terroristen den Islam falsch verbreiten. Terror hat nichts mit dem Islam zu tun. Und dann sage ich den Kindern und Jugendlichen, dass sie auch in der Kirche beten können – auf ihre Weise. Denn einige der Kinder denken, dass sie nicht in eine Kirche gehen können. Aber das stimmt ja nicht. Es ist nur ein anderer Gottesdienst. Das verstehen sie. Beim Einschulungsgottesdienst legen wir deswegen auch viel Wert darauf, dass wir den Imam haben und ebenso den evangelischen und katholischen Pfarrer.“

Arife Ugur im Text von Susanne Fischer-Bolz
„Sie distanzieren sich von den Islamisten. Islamischer Religionsunterricht an der Sekundarschule, in: Altenaer Kreisblatt, 30. Juli 2016

Aussprache: http://de.pons.com/übersetzung?q=arife&l=detr&in=&lf=de
http://de.pons.com/%C3%BCbersetzung?q=u%C4%9Fur&l=detr&in=ac_tr&lf=de

Per E-Mail empfehlen

Gleichberechtigung der Religionen

Montag, 29. August 2016     [Druckversion]

Die Dirigentin Martina Batiç leitet in Erfurt ein Konzert, in dem Stücke aus unterschiedlichen Religionen vorkommen. Sie sagt:

„Ich betrete sehr gern Neuland. Den interreligiösen Dialog zu pflegen und sich für Werte wie Menschlichkeit, Toleranz, Frieden und Respekt einzusetzen, finde ich heute wichtiger denn je. Wir müssen alle Ideen stärken, die uns einander näherbringen. Deshalb möchte ich mit dem Konzert ein musikalisches Zeichen für die Gleichberechtigung der verschiedenen Religionen setzen.“

Martina Batiç zitiert im Text von Martina Helmig
Gebet mit vielen Stimmen. Jüdische, byzantinische und armenische Gesänge erklingen beim Abschlusskonzert im Erfurter Dom, in: Welt am Sonntag, Nr. 31., 7. August 2016

Per E-Mail empfehlen

Leben zulassen

Sonntag, 28. August 2016     [Druckversion]

Beten heißt vor allem, das Leben sein lassen, wie es ist. Das meint die Hamburger Pfarrerin Melanie Kirschstein und sagt:

„Es ist gar nicht so einfach, nur wahrzunehmen und auszuhalten, was gerade ist. Schnell sind die Gedanken auf und davon und drehen sich in den üblichen Sorgenkreisen. Nein! Nicht denken, keine inneren Debatten führen, auch unangenehmen Dingen nicht ausweichen. Alles so sein lassen. […] Auch das Schwere ist aufgehoben im großen Lebensfluss, der uns trägt und verändert.

Beten heißt: Sich selbst und das Leben mit Licht und Schatten liebevoll wahrzunehmen, zu akzeptieren und zugleich an Heilung und Veränderung zu glauben.“

Melanie Kirschstein
Beten, in: Andere Zeiten (Hrsg.): wandeln. Mein Fasten-Wegweiser.

Per E-Mail empfehlen