Woche vom 06.01.2008 bis 12.01.2008 

Von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Freiburg/i. Br., Katholische Kirche
Wir gehen zu dem, der zu uns gekommen ist
Sonntag, 06. Januar 2008
Die Hirten hatten es an Weihnachten leichter als die Heiligen drei Könige, deren Fest wir heute feiern und die wir auch Sterndeuter nennen, Weise oder Magier. Zu den Hirten kam eigens ein Engel aufs Feld. Er kam, um ihnen zu sagen, dass der Messias geboren ist, wo sie ihn finden werden und woran sie ihn erkennen können. Die Könige aus dem Orient sind dagegen von weit her gekommen und hatten nur den Stern als Wegweiser. Dennoch haben auch sie, die aus der Ferne kamen, die Krippe gefunden. Und damit tritt eine zentrale Aussage der weihnachtlichen Botschaft zutage: Christ der Retter ist da, nicht nur der Messias Israels, sondern der Erlöser aller Menschen.
Die Weisen folgen dem Stern, weil sie aufmerksam und wachsam sind. Sie halten Ausschau, wagen den Aufbruch, blicken nicht zurück und fragen auch nicht nach dem, was sie zurücklassen. Sie lassen sich führen, auch wenn sie plötzlich im Dunkel stehen und den Umweg über Jerusalem und König Herodes machen müssen. Sie folgen dem Stern, der ihnen den Weg zeigt. So gehen sie zu dem, der zu ihnen, zu uns Menschen, gekommen ist. „Denn ihr Herz ist zu Gott gepilgert, als ihre Füße nach Bethlehem liefen“ (Karl Rahner).
Menschen wie diese Weisen, Menschen, die aufbrechen, um sich von Gott führen zu lassen, sind so manchem mitleidig-ärgerlichen Blick anderer ausgesetzt, sie treffen auf Unverständnis und Kopfschütteln. Das gilt damals wie heute!
Unverständige Blicke begegnen allen, die aus der Welt des Alltäglichen und Konventionellen aufbrechen, weil sie ein Ziel vor sich haben, das über Macht, Karriere und Erfolg hinausweist. Die Weisen laden uns ein und machen uns Mut, dem Stern der Verheißung Gottes zu folgen und in der Gemeinschaft des Glaubens unseren Pilgerweg zu gehen im Vertrauen auf Gottes Zusage und Führung.
Das noch junge neue Jahr, liebe Hörerinnen und Hörer, lädt uns ein, den Blick nach vorne zu richten, und lässt uns fragen: Was wird das neue Jahr bringen? Wofür lebe ich? Welchem Stern folge ich? – Wer so fragt, ist bei den Weisen in guter Gesellschaft. Sie machen sich auf die Suche und auf den Weg. Sie finden das Kind in der Krippe, den Friedenskönig. Und in der Begegnung mit Jesus geschieht das Wunder: Sie kommen mit Gaben und gehen als Beschenkte. Sie sind nicht nur Zeugen für uns, sie werden zu Boten für die Völker der Welt. Sie tragen und geben weiter, was sie erfahren haben; sie schenken weiter, was ihnen gegeben wurde.
Das heutige Fest weist hin auf das, was entscheidend ist für unser Leben, für unsere Welt und damit auch für das neue Jahr 2008: Suchen, uns führen lassen, den menschgewordenen Gott finden und mit geöffneten Händen vor ihm niederknien. Alfred Delp, Jesuitenpater aus Mannheim, der 1945 hingerichtet wurde, hat dies bleibend formuliert: „Das gebeugte Knie und die hingehaltenen leeren Hände sind die beiden Urgebärden des freien Menschen“ Das ist Freiheit, liebe Hörerinnen und Hörer: Gott anerkennen und alles von ihm erwarten. Gehen deshalb auch wir immer wieder zu dem, der zu uns gekommen ist! Knien wir nieder als freie Menschen und halten unsere Hände hin: Gott will uns beschenken!
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Dreikönigstag.
Die Weisen folgen dem Stern, weil sie aufmerksam und wachsam sind. Sie halten Ausschau, wagen den Aufbruch, blicken nicht zurück und fragen auch nicht nach dem, was sie zurücklassen. Sie lassen sich führen, auch wenn sie plötzlich im Dunkel stehen und den Umweg über Jerusalem und König Herodes machen müssen. Sie folgen dem Stern, der ihnen den Weg zeigt. So gehen sie zu dem, der zu ihnen, zu uns Menschen, gekommen ist. „Denn ihr Herz ist zu Gott gepilgert, als ihre Füße nach Bethlehem liefen“ (Karl Rahner).
Menschen wie diese Weisen, Menschen, die aufbrechen, um sich von Gott führen zu lassen, sind so manchem mitleidig-ärgerlichen Blick anderer ausgesetzt, sie treffen auf Unverständnis und Kopfschütteln. Das gilt damals wie heute!
Unverständige Blicke begegnen allen, die aus der Welt des Alltäglichen und Konventionellen aufbrechen, weil sie ein Ziel vor sich haben, das über Macht, Karriere und Erfolg hinausweist. Die Weisen laden uns ein und machen uns Mut, dem Stern der Verheißung Gottes zu folgen und in der Gemeinschaft des Glaubens unseren Pilgerweg zu gehen im Vertrauen auf Gottes Zusage und Führung.
Das noch junge neue Jahr, liebe Hörerinnen und Hörer, lädt uns ein, den Blick nach vorne zu richten, und lässt uns fragen: Was wird das neue Jahr bringen? Wofür lebe ich? Welchem Stern folge ich? – Wer so fragt, ist bei den Weisen in guter Gesellschaft. Sie machen sich auf die Suche und auf den Weg. Sie finden das Kind in der Krippe, den Friedenskönig. Und in der Begegnung mit Jesus geschieht das Wunder: Sie kommen mit Gaben und gehen als Beschenkte. Sie sind nicht nur Zeugen für uns, sie werden zu Boten für die Völker der Welt. Sie tragen und geben weiter, was sie erfahren haben; sie schenken weiter, was ihnen gegeben wurde.
Das heutige Fest weist hin auf das, was entscheidend ist für unser Leben, für unsere Welt und damit auch für das neue Jahr 2008: Suchen, uns führen lassen, den menschgewordenen Gott finden und mit geöffneten Händen vor ihm niederknien. Alfred Delp, Jesuitenpater aus Mannheim, der 1945 hingerichtet wurde, hat dies bleibend formuliert: „Das gebeugte Knie und die hingehaltenen leeren Hände sind die beiden Urgebärden des freien Menschen“ Das ist Freiheit, liebe Hörerinnen und Hörer: Gott anerkennen und alles von ihm erwarten. Gehen deshalb auch wir immer wieder zu dem, der zu uns gekommen ist! Knien wir nieder als freie Menschen und halten unsere Hände hin: Gott will uns beschenken!
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Dreikönigstag.



