Woche vom 20.05.2007 bis 26.05.2007 

Von Wolf-Dieter Steinmann, Ettlingen, Evangelische Kirche
Wir sind nicht einsam
Sonntag, 20. Mai 2007
Ich möchte nicht einsam sein. Ich glaube, ich kann es auch nicht. Wenn ich auf Dauer nicht nur allein bin, sondern mich auch einsam und verlassen fühlen muss, das setzt mir zu, erweckt tiefe Angst. Wenn ich längere Zeit einsam leben müsste, würde ich Schaden nehmen. An Seele und Leib. Und ich glaube, dass ginge den meisten so. Die meisten brauchen und suchen Beziehungen. Leben heißt in Beziehung sein können. Deshalb halten wir Ausschau und wenn sich endlich Etwas zeigt, wenn unsere Suche ein Echo findet, das macht glücklich. Das Gefühl haben, wir sind nicht allein und verwaist. Ich kann eine Beziehung aufnehmen. Mein Leben findet ein Echo.
Das gilt für Sie und mich in unserem kleinen überschaubaren Alltag, vielleicht gilt es sogar für uns als Ganzes, als Menschheit auf unserem kleinen Raumschiff Erde.
Das ist mir deutlich geworden vor ein paar Wochen. Da ging durch die Nachrichten: Astronomen haben einen Planeten entdeckt, der unserer Erde sehr ähnlich ist. Den erdähnlichsten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, "nur" 20 Lichtjahre entfernt. Es dürfte auf diesem Planeten flüssiges Wasser geben, die Temperaturen liegen wohl zwischen 0 und 40 Grad Celsius. Und das heißt, es könnte Leben dort geben, ähnlich dem, was für uns Leben ist. Erstaunt hat mich dabei, aber auch sehr berührt, wie Stephane Udry gestrahlt hat, als er von seiner Entdeckung erzählt hat. Er sah richtig glücklich aus, und ich glaube nicht nur, weil er als Forscher stolz war, sondern als Mensch. Und ich verstehe ihn. Tag für Tag suchen er und seine Kolleginnen die Weiten des Kosmos nach neuen Sternen ab, dringen immer weiter vor in die unvorstellbaren Tiefen des Weltalls. Und was finden sie? Dunklen weiten endlosen Raum, Sterne, Planeten, sie errechnen schwarze Löcher. Finden die Spuren von Super Novas, von neu geborenen und sterbenden Sternen. Und mit jedem Tag wird klarer, wie winzig wir hier sind mit unserer Erde, wie allein. Auch einsam? Und auf einmal findet man etwas. Einen Planeten, der unserer Erde ähnlich ist. Ein kleines Wunder. Wahrscheinlich treiben wir im Tiefsten deshalb diesen großen Forschungsaufwand und schauen hinaus in die weiten Himmel. Weil wir etwas finden wollen, das uns das Gefühl nimmt, wir sind allein.
Seit Galileo Galilei ist das ja wohl menschliche Grundangst: Unsere Erde ist nicht mehr das Zentrum des Kosmos, um das sich alles dreht. Im Gegenteil, wir liegen am Rand. Die Himmel sind weit und leer. Deshalb, glaube ich, sah Stephane Udry so glücklich aus. Es ging ihm so, wie es uns im normalen Leben geht, wenn wir einsam sind. Er hatte ein Echo gefunden und das hat ihn glücklich gemacht.
Dieses tiefe Glück schenkt auf seine Weise auch der Glaube.
Jesus verspricht das. Er weiß auch, Menschen haben diese Angst, in dieser Welt einsam und Gott verlassen zu sein.
"Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe und ihr sollt auch leben." (Joh 14,15-19)
Er öffnet seinen Freunden die Augen des Glaubens. Hilft ihnen zu vertrauen, dass Gott da ist, unsichtbar und geistig. Der Glaube lässt spüren, dass man nicht einsam und verlassen ist, als einzelner nicht und auch nicht als Menschheit im Kosmos.
Und Jesus sagt zugleich, lasst Euch herausfordern davon, wenn andere Menschen das nicht so sehen können. Glaube ist ein Geschenk, ein Glück. Man kann es nicht erzwingen, mit den Augen des Glaubens sehen zu können. Aber wenn man mit ihnen etwas sieht, sollte man andere daran teilhaben lassen, dass wir nicht von Gott verlassen sind. Und mit ihnen zusammen suchen, Ausschau halten nach Gottes Echo im Leben. Ganz nah oder auch ganz fern.
Das gilt für Sie und mich in unserem kleinen überschaubaren Alltag, vielleicht gilt es sogar für uns als Ganzes, als Menschheit auf unserem kleinen Raumschiff Erde.
Das ist mir deutlich geworden vor ein paar Wochen. Da ging durch die Nachrichten: Astronomen haben einen Planeten entdeckt, der unserer Erde sehr ähnlich ist. Den erdähnlichsten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, "nur" 20 Lichtjahre entfernt. Es dürfte auf diesem Planeten flüssiges Wasser geben, die Temperaturen liegen wohl zwischen 0 und 40 Grad Celsius. Und das heißt, es könnte Leben dort geben, ähnlich dem, was für uns Leben ist. Erstaunt hat mich dabei, aber auch sehr berührt, wie Stephane Udry gestrahlt hat, als er von seiner Entdeckung erzählt hat. Er sah richtig glücklich aus, und ich glaube nicht nur, weil er als Forscher stolz war, sondern als Mensch. Und ich verstehe ihn. Tag für Tag suchen er und seine Kolleginnen die Weiten des Kosmos nach neuen Sternen ab, dringen immer weiter vor in die unvorstellbaren Tiefen des Weltalls. Und was finden sie? Dunklen weiten endlosen Raum, Sterne, Planeten, sie errechnen schwarze Löcher. Finden die Spuren von Super Novas, von neu geborenen und sterbenden Sternen. Und mit jedem Tag wird klarer, wie winzig wir hier sind mit unserer Erde, wie allein. Auch einsam? Und auf einmal findet man etwas. Einen Planeten, der unserer Erde ähnlich ist. Ein kleines Wunder. Wahrscheinlich treiben wir im Tiefsten deshalb diesen großen Forschungsaufwand und schauen hinaus in die weiten Himmel. Weil wir etwas finden wollen, das uns das Gefühl nimmt, wir sind allein.
Seit Galileo Galilei ist das ja wohl menschliche Grundangst: Unsere Erde ist nicht mehr das Zentrum des Kosmos, um das sich alles dreht. Im Gegenteil, wir liegen am Rand. Die Himmel sind weit und leer. Deshalb, glaube ich, sah Stephane Udry so glücklich aus. Es ging ihm so, wie es uns im normalen Leben geht, wenn wir einsam sind. Er hatte ein Echo gefunden und das hat ihn glücklich gemacht.
Dieses tiefe Glück schenkt auf seine Weise auch der Glaube.
Jesus verspricht das. Er weiß auch, Menschen haben diese Angst, in dieser Welt einsam und Gott verlassen zu sein.
"Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe und ihr sollt auch leben." (Joh 14,15-19)
Er öffnet seinen Freunden die Augen des Glaubens. Hilft ihnen zu vertrauen, dass Gott da ist, unsichtbar und geistig. Der Glaube lässt spüren, dass man nicht einsam und verlassen ist, als einzelner nicht und auch nicht als Menschheit im Kosmos.
Und Jesus sagt zugleich, lasst Euch herausfordern davon, wenn andere Menschen das nicht so sehen können. Glaube ist ein Geschenk, ein Glück. Man kann es nicht erzwingen, mit den Augen des Glaubens sehen zu können. Aber wenn man mit ihnen etwas sieht, sollte man andere daran teilhaben lassen, dass wir nicht von Gott verlassen sind. Und mit ihnen zusammen suchen, Ausschau halten nach Gottes Echo im Leben. Ganz nah oder auch ganz fern.



