Woche vom 20.12.2008 bis 26.12.2008 

Von Märit Kaasch, Schwenningen, Evangelische Kirche
Heimat finden
Mittwoch, 24. Dezember 2008
Heute Abend werden viele Kinder sie wieder spielen: die Geschichte von der Herbergssuche. Von Maria und Josef, die in Bethlehem an jedes Haus klopfen und eine Unterkunft suchen. Überall werden sie abgelehnt, bis endlich einer sagt: Im Stall ist noch Platz.
Und Josef als Zimmermann wird sein bestes geben, um den Stall herzurichten. Damit sie es einigermaßen bequem haben. Und wenn das Kind da ist, dann wird es in die Krippe gelegt, als ob das das Kinderbett sei, und die Hirten werden kommen als ob Besuchszeit im Krankenhaus wäre. Auf einmal wird die ungemütliche Umgebung des Stalls genau der richtige Ort sein für die Geburt und die Zeit danach.
So oder so ähnlich wird es heute Abend bei den Krippenspielen in den Gottesdiensten zu sehen sein. Und dabei spielen die Kinder nicht nur eine Geschichte von vor 2000 Jahren. Sondern sie erzählen auch die Geschichte von vielen Menschen heute.
Von denen, die auf der Suche sind. Nach einem Ort, an dem man sich ein bisschen aufhalten kann. Ein Ort, an dem sie etwas Besonderes erleben können. Etwas, das sie berührt und glücklich macht.
Viele werden dazu heute in die Kirche kommen. Sie vielleicht auch. Und für manche wird das ähnlich fremd sein wie es der Stall für Maria und Josef war. Weil sie schon lange nicht mehr in der Kirche waren und sich da auch nicht so gut auskennen. Oder weil heute alles anders aussieht und so viele fremde Menschen da sind.
Das kann einen erst mal irritieren und vielleicht ein bisschen einschüchtern.
Vielleicht hilft es da, sich daran zu erinnern, was Maria und Josef wohl in der fremden Umgebung gemacht haben. Ich stelle mir vor: Sie haben sich eingerichtet, so gut es ging. Sie haben sich einen Platz zum Schlafen gemacht und etwas zu Essen besorgt und haben abgewartet, was passieren wird.
Schlafplatz und Essen brauchen wir im Gottesdienst nicht. Aber ein Liedblatt, wie es am Eingang verteilt wird, das hilft hier schon ganz schön weiter. Und ein bisschen Geld für das Opfer, das am Ende für arme Menschen auf der ganzen Welt eingesammelt wird, das ist auch gut. Und dann kann es helfen, sich einfach hinzusetzen und sich mit hinein nehmen zu lassen in die Geschichte von Weihnachten.
Vielleicht sind es die Weihnachtslieder, die Ihnen dann bekannt vor kommen. Oder die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium, die Ihnen vertraut ist. Vielleicht können Sie auch gar nicht so genau sagen, was eigentlich passiert und merken einfach nur am Ende: hier war ich am richtigen Ort. Hier habe ich für kurze Zeit eine Heimat gehabt.
Heute Nachmittag und heute Abend laden alle Kirchen zu ihren Gottesdiensten ein: Wenn Sie kommen möchten, dann wünsche ich Ihnen, dass Sie dort ein Stück Heimat und Geborgenheit finden.
Und Josef als Zimmermann wird sein bestes geben, um den Stall herzurichten. Damit sie es einigermaßen bequem haben. Und wenn das Kind da ist, dann wird es in die Krippe gelegt, als ob das das Kinderbett sei, und die Hirten werden kommen als ob Besuchszeit im Krankenhaus wäre. Auf einmal wird die ungemütliche Umgebung des Stalls genau der richtige Ort sein für die Geburt und die Zeit danach.
So oder so ähnlich wird es heute Abend bei den Krippenspielen in den Gottesdiensten zu sehen sein. Und dabei spielen die Kinder nicht nur eine Geschichte von vor 2000 Jahren. Sondern sie erzählen auch die Geschichte von vielen Menschen heute.
Von denen, die auf der Suche sind. Nach einem Ort, an dem man sich ein bisschen aufhalten kann. Ein Ort, an dem sie etwas Besonderes erleben können. Etwas, das sie berührt und glücklich macht.
Viele werden dazu heute in die Kirche kommen. Sie vielleicht auch. Und für manche wird das ähnlich fremd sein wie es der Stall für Maria und Josef war. Weil sie schon lange nicht mehr in der Kirche waren und sich da auch nicht so gut auskennen. Oder weil heute alles anders aussieht und so viele fremde Menschen da sind.
Das kann einen erst mal irritieren und vielleicht ein bisschen einschüchtern.
Vielleicht hilft es da, sich daran zu erinnern, was Maria und Josef wohl in der fremden Umgebung gemacht haben. Ich stelle mir vor: Sie haben sich eingerichtet, so gut es ging. Sie haben sich einen Platz zum Schlafen gemacht und etwas zu Essen besorgt und haben abgewartet, was passieren wird.
Schlafplatz und Essen brauchen wir im Gottesdienst nicht. Aber ein Liedblatt, wie es am Eingang verteilt wird, das hilft hier schon ganz schön weiter. Und ein bisschen Geld für das Opfer, das am Ende für arme Menschen auf der ganzen Welt eingesammelt wird, das ist auch gut. Und dann kann es helfen, sich einfach hinzusetzen und sich mit hinein nehmen zu lassen in die Geschichte von Weihnachten.
Vielleicht sind es die Weihnachtslieder, die Ihnen dann bekannt vor kommen. Oder die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium, die Ihnen vertraut ist. Vielleicht können Sie auch gar nicht so genau sagen, was eigentlich passiert und merken einfach nur am Ende: hier war ich am richtigen Ort. Hier habe ich für kurze Zeit eine Heimat gehabt.
Heute Nachmittag und heute Abend laden alle Kirchen zu ihren Gottesdiensten ein: Wenn Sie kommen möchten, dann wünsche ich Ihnen, dass Sie dort ein Stück Heimat und Geborgenheit finden.
Unterwegs
Dienstag, 23. Dezember 2008
Sind Sie schon da, wo Sie dieses Jahr Weihnachten feiern? Oder sind Sie noch unterwegs? Im Zug oder im Auto? Oder einfach in Gedanken noch rastlos und umgetrieben?
Der letzte Tag vor Heilig Abend kommt mir oft ein bisschen atemlos vor. Jeder muss noch irgendwo hin und irgendwas erledigen: Einkaufen, Geschenke weg bringen, zum Frisör gehen oder eben zu den Enkeln fahren oder zu den Eltern. Alle sind auf den Beinen und unterwegs. Von Ruhe und Besinnung noch keine Spur.
Aber vielleicht passt das ja zu Weihnachten! Die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium erzählt, dass die Menschen damals auch alle unterwegs waren. Sie mussten alle in ihre Heimatstadt gehen, um sich da in Steuerlisten eintragen zu lassen. Das war ein Befehl des Kaisers.
Und dann heißt es da:
So machte sich auch auf Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, ins jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem…zusammen mit Maria, seiner Verlobten, die war schwanger (Lk 2, 4).
Sie waren also auch schon unterwegs, Maria und Josef, die Hauptpersonen der Weihnachtsgeschichte. Und ich stelle mir vor, dass sie auch getrieben waren von dem, was noch zu erledigen war. Dass sie keine Ruhe hatten auf dem Weg nach Bethlehem. Schließlich wollten sie bestimmt wieder zuhause sein, wenn das Kind geboren wird.
Was ihnen damals wohl geholfen hat?
Die Bibel sagt nichts dazu.
Aber das Bild von der schwangeren Maria auf dem Weg nach Bethlehem spricht für sich, finde ich.
Angelus Silesius, ein geistlicher Dichter hat es einmal so gesagt:
„Halt an, wo läufst du hin?
Der Himmel ist in dir.“
Der Himmel ist in dir: das sehe ich an Maria mit ihrem dicken Bauch. Sie trägt tatsächlich den Himmel in sich: das Kind, das für alle den Himmel auf die Erde bringt. Und niemand kann es ihr weg nehmen, egal wohin sie noch gehen muss.
Vielleicht hilft es in der Hektik heute ja auch, sich zu fragen: „Halt an, wo läufst du hin?“
Und ich stelle mir vor, dass ich dann kurz stehen bleibe in der Küche, an der Ampel oder mitten im Park. Und dass ich in mich rein höre. Vielleicht kann ich da ja wirklich etwas spüren davon, dass der Himmel in mir ist. Weil mir so eine kurze Pause gut tut und ich merke, es gibt noch wichtigeres, als hier herum zu hetzen. Oder weil ich dann plötzlich Zeit habe mich mal um zu schauen und zu sehen: eigentlich ist schon genug vorbereitet. Weihnachten kann kommen.
Ihnen wünsche ich jedenfalls, dass Sie gut da ankommen, wohin Sie unterwegs sind und dass Sie dabei auch bei sich selbst ankommen.
Der letzte Tag vor Heilig Abend kommt mir oft ein bisschen atemlos vor. Jeder muss noch irgendwo hin und irgendwas erledigen: Einkaufen, Geschenke weg bringen, zum Frisör gehen oder eben zu den Enkeln fahren oder zu den Eltern. Alle sind auf den Beinen und unterwegs. Von Ruhe und Besinnung noch keine Spur.
Aber vielleicht passt das ja zu Weihnachten! Die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium erzählt, dass die Menschen damals auch alle unterwegs waren. Sie mussten alle in ihre Heimatstadt gehen, um sich da in Steuerlisten eintragen zu lassen. Das war ein Befehl des Kaisers.
Und dann heißt es da:
So machte sich auch auf Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, ins jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem…zusammen mit Maria, seiner Verlobten, die war schwanger (Lk 2, 4).
Sie waren also auch schon unterwegs, Maria und Josef, die Hauptpersonen der Weihnachtsgeschichte. Und ich stelle mir vor, dass sie auch getrieben waren von dem, was noch zu erledigen war. Dass sie keine Ruhe hatten auf dem Weg nach Bethlehem. Schließlich wollten sie bestimmt wieder zuhause sein, wenn das Kind geboren wird.
Was ihnen damals wohl geholfen hat?
Die Bibel sagt nichts dazu.
Aber das Bild von der schwangeren Maria auf dem Weg nach Bethlehem spricht für sich, finde ich.
Angelus Silesius, ein geistlicher Dichter hat es einmal so gesagt:
„Halt an, wo läufst du hin?
Der Himmel ist in dir.“
Der Himmel ist in dir: das sehe ich an Maria mit ihrem dicken Bauch. Sie trägt tatsächlich den Himmel in sich: das Kind, das für alle den Himmel auf die Erde bringt. Und niemand kann es ihr weg nehmen, egal wohin sie noch gehen muss.
Vielleicht hilft es in der Hektik heute ja auch, sich zu fragen: „Halt an, wo läufst du hin?“
Und ich stelle mir vor, dass ich dann kurz stehen bleibe in der Küche, an der Ampel oder mitten im Park. Und dass ich in mich rein höre. Vielleicht kann ich da ja wirklich etwas spüren davon, dass der Himmel in mir ist. Weil mir so eine kurze Pause gut tut und ich merke, es gibt noch wichtigeres, als hier herum zu hetzen. Oder weil ich dann plötzlich Zeit habe mich mal um zu schauen und zu sehen: eigentlich ist schon genug vorbereitet. Weihnachten kann kommen.
Ihnen wünsche ich jedenfalls, dass Sie gut da ankommen, wohin Sie unterwegs sind und dass Sie dabei auch bei sich selbst ankommen.
Werden wie die Hirten
Montag, 22. Dezember 2008
Eigentlich kann es dieses Jahr nicht Weihnachten werden, denke ich jedes Jahr um diese Zeit. Es ist so dunkel auf der Welt und es passiert so viel Schlimmes.
Wie sollen wir denn da feiern? frage ich mich manchmal, wenn ich von Familientragödien und Hungerkatastrophen, von Krieg und Gewalt höre.
Da fallen mir die Hirten ein, von denen die Weihnachtsgeschichte erzählt. (Lukas 2,8) Denen war damals auf dem Feld vor Bethlehem bestimmt auch nicht zum Feiern zumute. So allein draußen in der Kälte und im Dunkeln.
Ihre Arbeit war ganz schön schwer und ihr Leben kein bisschen angenehm. Und trotzdem haben sie ausgehalten und sind bei ihren Tieren geblieben. Auch wenn sie manchmal vielleicht lieber abgehauen wären und irgendwo ein neues Leben begonnen hätten. Sie sind stehen geblieben und haben der Dunkelheit und Einsamkeit standgehalten.
Und mitten in der aller finstersten Zeit, mitten in den kältesten Nächten hat sich dann alles verändert. Da ist der Himmel plötzlich aufgerissen und es ist hell geworden und sie haben unglaubliche Dinge gehört und gesehen. So erzählt es die Weihnachtsgeschichte.
Aber so weit sind wir heute noch nicht. Weihnachten kommt erst noch.
Die Hirten helfen mir, die Zeit bis dahin auszuhalten. Weil sie so beständig sind und so beharrlich. Weil sie einfach da stehen bleiben, wo sie hingehören. Egal ob es regnet oder schneit. Egal ob es dämmert oder schon ganz duster ist, sie machen ihre Arbeit. Sie tun das, wofür sie gebraucht werden. Sehen, was los ist und laufen trotzdem nicht weg.
Vielleicht hilft das ja auch, wenn man das Gefühl hat, eigentlich kann es dieses Jahr gar nicht Weihnachten werden: Einfach stehen bleiben, da, wo ich hin gehöre, und sehen, was da ist. Das heißt dann aber auch: nicht gleich alles Schreckliche auf einmal sehen, sondern nur das, was mir gerade am nächsten ist.
Da kann es dann auch dunkel und kalt sein. Vielleicht ist der Himmel da auch verschlossen. Und es ist mir wirklich nicht nach Feiern zumute bei dem, was ich sehe.
Aber es ist ja auch noch nicht Zeit zum Feiern. Jetzt ist noch warten dran und aushalten, was schlimm ist. Dazu gehört auch, die nicht alleine zu lassen, denen es schlecht geht. Sondern bei ihnen zu bleiben und mit ihnen die Dunkelheit zu ertragen.
Aushalten und warten – das lehren mich die Hirten. Und sie sind für mich ein Zeichen der Hoffnung: dass es uns so geht wie ihnen damals. Dass sich auch dieses Jahr der Himmel auftut und das Licht die Finsternis vertreibt. Dass der Engel auch zu uns sagen wird: „Frieden auf Erden!“
Wie sollen wir denn da feiern? frage ich mich manchmal, wenn ich von Familientragödien und Hungerkatastrophen, von Krieg und Gewalt höre.
Da fallen mir die Hirten ein, von denen die Weihnachtsgeschichte erzählt. (Lukas 2,8) Denen war damals auf dem Feld vor Bethlehem bestimmt auch nicht zum Feiern zumute. So allein draußen in der Kälte und im Dunkeln.
Ihre Arbeit war ganz schön schwer und ihr Leben kein bisschen angenehm. Und trotzdem haben sie ausgehalten und sind bei ihren Tieren geblieben. Auch wenn sie manchmal vielleicht lieber abgehauen wären und irgendwo ein neues Leben begonnen hätten. Sie sind stehen geblieben und haben der Dunkelheit und Einsamkeit standgehalten.
Und mitten in der aller finstersten Zeit, mitten in den kältesten Nächten hat sich dann alles verändert. Da ist der Himmel plötzlich aufgerissen und es ist hell geworden und sie haben unglaubliche Dinge gehört und gesehen. So erzählt es die Weihnachtsgeschichte.
Aber so weit sind wir heute noch nicht. Weihnachten kommt erst noch.
Die Hirten helfen mir, die Zeit bis dahin auszuhalten. Weil sie so beständig sind und so beharrlich. Weil sie einfach da stehen bleiben, wo sie hingehören. Egal ob es regnet oder schneit. Egal ob es dämmert oder schon ganz duster ist, sie machen ihre Arbeit. Sie tun das, wofür sie gebraucht werden. Sehen, was los ist und laufen trotzdem nicht weg.
Vielleicht hilft das ja auch, wenn man das Gefühl hat, eigentlich kann es dieses Jahr gar nicht Weihnachten werden: Einfach stehen bleiben, da, wo ich hin gehöre, und sehen, was da ist. Das heißt dann aber auch: nicht gleich alles Schreckliche auf einmal sehen, sondern nur das, was mir gerade am nächsten ist.
Da kann es dann auch dunkel und kalt sein. Vielleicht ist der Himmel da auch verschlossen. Und es ist mir wirklich nicht nach Feiern zumute bei dem, was ich sehe.
Aber es ist ja auch noch nicht Zeit zum Feiern. Jetzt ist noch warten dran und aushalten, was schlimm ist. Dazu gehört auch, die nicht alleine zu lassen, denen es schlecht geht. Sondern bei ihnen zu bleiben und mit ihnen die Dunkelheit zu ertragen.
Aushalten und warten – das lehren mich die Hirten. Und sie sind für mich ein Zeichen der Hoffnung: dass es uns so geht wie ihnen damals. Dass sich auch dieses Jahr der Himmel auftut und das Licht die Finsternis vertreibt. Dass der Engel auch zu uns sagen wird: „Frieden auf Erden!“

Von Michael Broch, Leonberg, Katholische Kirche
Arme
Samstag, 20. Dezember 2008
„Wo sind hier die Armen?“ – mit der entsprechenden Antwort auf diese Frage hat die unvergessene Mutter Teresa entschieden, wo eine neue Niederlassung ihres Ordens entsteht. In vornehmen Stadtvierteln oder an idyllischen Plätzen sind die „Missionaries of Charity – die Missionarinnen der Liebe“ nicht zu finden. Bei den Ärmsten der Armen und bei den Sterbenden in den Slums von Kalkutta, dort ist das Mutterhaus des Ordens, den Mutter Teresa im Jahr 1950 gegründet hat. In Indien wurde sie schon zu Lebzeiten als „Engel der Armen“ verehrt. Heute kümmern sich die Schwestern in aller Welt um HIV-Kranke und Drogenabhängige, um Prostituierte und sozial verelendete Menschen, um Straßenkinder und Kriegswaisen, überall dort, wo es Menschen besonders dreckig geht. Mutter Teresa hat einmal gesagt: „Wenn ich jemals eine Heilige werde dann ganz gewiss eine Heilige der Dunkelheit.
Ich werde fortwährend im Himmel fehlen um für jene ein Licht zu entzünden die auf Erden in Dunkelheit leben.“ Mutter Teresa ist nicht einfach ein Vorbild, das man nachahmen kann. Sie war eine ganz besondere, einmalige Frau mit ihrer ganz persönlichen Berufung. Aber die Frage: „Wo sind hier die Armen?“ – diese Frage und welche Antwort ich darauf gebe – das beschäftigt mich schon. Und sie hält mich sensibel für die, die nicht auf der Sonnenseite leben sondern im Dunkeln. In Deutschland geht es vielen noch gut. Stimmt. Die andere Wirklichkeit ist aber auch die: immer mehr verarmte und verwahrloste Kinder, alleinerziehende Mütter und Väter und nicht wenige alte Menschen unter dem Existenzminimum, Straßenkinder in den Großstädten. Ganz abgesehen vom Elend unzähliger in den Armenhäusern der Welt. Wo könnte ich im sozialen Bereich ein Ehrenamt übernehmen? Welches Projekt von Diakonie und Caritas möchte ich unterstützen? Welchem der Hilfswerke, die weltweit arbeiten, überweise ich Geld? Viele tun das. Wenns noch mehr täten – nicht ums eigene Gewissen zu beruhigen, sondern um die Welt etwas menschlicher und leidfreier zu machen. Und das nicht nur in der Weihnachtszeit.
Ich werde fortwährend im Himmel fehlen um für jene ein Licht zu entzünden die auf Erden in Dunkelheit leben.“ Mutter Teresa ist nicht einfach ein Vorbild, das man nachahmen kann. Sie war eine ganz besondere, einmalige Frau mit ihrer ganz persönlichen Berufung. Aber die Frage: „Wo sind hier die Armen?“ – diese Frage und welche Antwort ich darauf gebe – das beschäftigt mich schon. Und sie hält mich sensibel für die, die nicht auf der Sonnenseite leben sondern im Dunkeln. In Deutschland geht es vielen noch gut. Stimmt. Die andere Wirklichkeit ist aber auch die: immer mehr verarmte und verwahrloste Kinder, alleinerziehende Mütter und Väter und nicht wenige alte Menschen unter dem Existenzminimum, Straßenkinder in den Großstädten. Ganz abgesehen vom Elend unzähliger in den Armenhäusern der Welt. Wo könnte ich im sozialen Bereich ein Ehrenamt übernehmen? Welches Projekt von Diakonie und Caritas möchte ich unterstützen? Welchem der Hilfswerke, die weltweit arbeiten, überweise ich Geld? Viele tun das. Wenns noch mehr täten – nicht ums eigene Gewissen zu beruhigen, sondern um die Welt etwas menschlicher und leidfreier zu machen. Und das nicht nur in der Weihnachtszeit.



