SWR4 Abendgedanken B-W
Woche vom 08.07.2007 bis 14.07.2007 
Kinderlosigkeit
Freitag, 13. Juli 2007
Auch ein kinderloses Ehepaar kann befruchtend wirken.
Ein Ehepaar kann sehr heftig darunter leiden, wenn es keine Kinder bekommen kann. Die Ehe der beiden Persönlichkeiten, an die ich heute denke, blieb zu ihrem großen Schmerz auch kinderlos. Umso mehr setzten sie sich in ihrem Amt für das Wohl der Menschen ein.
Wer Bamberg besucht, wird auch in den Dom gehen und dann an ihrem Grabmal stehen. Seite an Seite sind sie bestattet: Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde.
In einem politischen Amt heilig gesprochen zu werden, ist nicht vielen vergönnt. Ich denke, Heinrich und Kunigunde haben diese Ehre zu Recht erhalten. Von Bischof Wolfgang von Regensburg geleitet und geführt, wuchs Heinrich, der letzte der sächsischen Ottonen, in sein Amt hinein. Er wurde ein echter Volksherrscher. Bauern und Bürger atmeten nach Jahren der Knechtschaft auf, weil Heinrich Rechtsbruch und Verletzung des Landfriedens unerbittlich bestrafte. Er setzte zahlreiche Bischöfe ein, die die kirchlichen Missstände reformierten. Diesen Reformeifer verdankte er seinem geistlichen Vater, Bischof Wolfgang. Heinrichs kirchliche Tätigkeit wurde auch vom Papst geachtet, deshalb reiste Benedikt VIII. zur Kaiserkrönung eigens über die Alpen nach Bamberg.
Kunigunde, seine Frau, stammte aus Luxemburg. Sie nahm starken Anteil an der Regierung. Da beide keine leiblichen Erben hatten, erwählten sie – nach ihren eigenen Worten – „Christus zum Erben“. Denn ihm begegneten sie in ihren Mitmenschen, besonders in denen, die in Not waren.
Was mir besonders gefällt: Heinrich hat einmal dem greisen Erzbischof Heribert von Köln Unrecht getan. Als der Herrscher dies erkannte, bat er Heribert kniend um Abbitte. Er war sich nicht zu stolz dafür. Er rechtfertigte auch sein Verhalten nicht durch alle möglichen Ausflüchte. Er stand zu seiner Schuld.
Als Heinrich 1024 starb, zog sich Kunigunde in ein Kloster zurück, um dort zu wirken. Der Schmerz der Kinderlosigkeit hatte sie nicht abgehalten, umso fruchtbarer im öffentlichen wie im zurückgezogenen Leben tätig zu sein.
Ihnen allen einen guten Abend.
Ein Ehepaar kann sehr heftig darunter leiden, wenn es keine Kinder bekommen kann. Die Ehe der beiden Persönlichkeiten, an die ich heute denke, blieb zu ihrem großen Schmerz auch kinderlos. Umso mehr setzten sie sich in ihrem Amt für das Wohl der Menschen ein.
Wer Bamberg besucht, wird auch in den Dom gehen und dann an ihrem Grabmal stehen. Seite an Seite sind sie bestattet: Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde.
In einem politischen Amt heilig gesprochen zu werden, ist nicht vielen vergönnt. Ich denke, Heinrich und Kunigunde haben diese Ehre zu Recht erhalten. Von Bischof Wolfgang von Regensburg geleitet und geführt, wuchs Heinrich, der letzte der sächsischen Ottonen, in sein Amt hinein. Er wurde ein echter Volksherrscher. Bauern und Bürger atmeten nach Jahren der Knechtschaft auf, weil Heinrich Rechtsbruch und Verletzung des Landfriedens unerbittlich bestrafte. Er setzte zahlreiche Bischöfe ein, die die kirchlichen Missstände reformierten. Diesen Reformeifer verdankte er seinem geistlichen Vater, Bischof Wolfgang. Heinrichs kirchliche Tätigkeit wurde auch vom Papst geachtet, deshalb reiste Benedikt VIII. zur Kaiserkrönung eigens über die Alpen nach Bamberg.
Kunigunde, seine Frau, stammte aus Luxemburg. Sie nahm starken Anteil an der Regierung. Da beide keine leiblichen Erben hatten, erwählten sie – nach ihren eigenen Worten – „Christus zum Erben“. Denn ihm begegneten sie in ihren Mitmenschen, besonders in denen, die in Not waren.
Was mir besonders gefällt: Heinrich hat einmal dem greisen Erzbischof Heribert von Köln Unrecht getan. Als der Herrscher dies erkannte, bat er Heribert kniend um Abbitte. Er war sich nicht zu stolz dafür. Er rechtfertigte auch sein Verhalten nicht durch alle möglichen Ausflüchte. Er stand zu seiner Schuld.
Als Heinrich 1024 starb, zog sich Kunigunde in ein Kloster zurück, um dort zu wirken. Der Schmerz der Kinderlosigkeit hatte sie nicht abgehalten, umso fruchtbarer im öffentlichen wie im zurückgezogenen Leben tätig zu sein.
Ihnen allen einen guten Abend.
Tanzen
Donnerstag, 12. Juli 2007
Eine ungewöhnliche Aufforderung eines Kirchenmannes will Lust am Leben wecken.
Augustinus, der berühmte Bischof und Theologe des Altertums, hat ein bemerkenswertes Wort gesagt: „O Mensch, lerne tanzen, sonst können die Engel im Himmel mit dir nichts anfangen.“ Ungewöhnlich für einen Bischof, so etwas zu sagen!
Ich meine, Augustinus sagt mit diesem Bild Wichtiges über das Leben nach dem Tod und er meint, das Leben im Himmel erschöpft sich nicht in ewiger Langeweile. Es ist auch nicht erstarrte Ruhe, sondern Lebendigkeit.
Natürlich kann kein Mensch sagen, wie das im Letzten sein wird. Unsere Begriffe reichen nicht aus. Deshalb brauchen wir Bilder. Das Bild vom Tanz ist für mich ein schönes Bild. Ich denke an Paare, die sich im Takt eines schwungvollen Wiener Walzers bewegen. Oder denke ich an den Tango, den die Menschen besonders in Argentinien tanzen. Ich hatte mein Pfarrhaus neben einer Tangoschule. Ich fand es toll, wie schon kleine Kinder tanzen lernten. Bei meiner Verabschiedung tanzten sie dann Tango. Ich war gerührt und bewegt.
Augustinus kannte weder den Wiener Walzer noch den Tango. Ich weiß auch nicht, was man in seiner Zeit, also im 5. Jahrhundert getanzt hat. Aber das Bild des Tanzes spricht: Tanz ist Bewegung, Dynamik, Harmonie – ein Miteinander mit Schwung.
Tanzen begeistert, und Begeisterung hat etwas mit dem Himmel zu tun. Wer begeistert ist, ist erfüllt von Gottes Geist. Er lässt sich begeistern, wenn ein Baby lächelt, wenn er auf eine wunderbare Landschaft blickt oder eine bewegende Musik hört.
Sitze ich zusammen mit begeisterungsfähigen Menschen, gibt es keine Langeweile. Da sprüht das Leben, da ist Frische und Lebendigkeit da. Menschen, die begeistern, reißen mit, so wie der Tanz uns lebendig macht, und das weckt die Lust am Leben. Für mich ist das ein Vorgeschmack für den Himmel.
Augustinus, der berühmte Bischof und Theologe des Altertums, hat ein bemerkenswertes Wort gesagt: „O Mensch, lerne tanzen, sonst können die Engel im Himmel mit dir nichts anfangen.“ Ungewöhnlich für einen Bischof, so etwas zu sagen!
Ich meine, Augustinus sagt mit diesem Bild Wichtiges über das Leben nach dem Tod und er meint, das Leben im Himmel erschöpft sich nicht in ewiger Langeweile. Es ist auch nicht erstarrte Ruhe, sondern Lebendigkeit.
Natürlich kann kein Mensch sagen, wie das im Letzten sein wird. Unsere Begriffe reichen nicht aus. Deshalb brauchen wir Bilder. Das Bild vom Tanz ist für mich ein schönes Bild. Ich denke an Paare, die sich im Takt eines schwungvollen Wiener Walzers bewegen. Oder denke ich an den Tango, den die Menschen besonders in Argentinien tanzen. Ich hatte mein Pfarrhaus neben einer Tangoschule. Ich fand es toll, wie schon kleine Kinder tanzen lernten. Bei meiner Verabschiedung tanzten sie dann Tango. Ich war gerührt und bewegt.
Augustinus kannte weder den Wiener Walzer noch den Tango. Ich weiß auch nicht, was man in seiner Zeit, also im 5. Jahrhundert getanzt hat. Aber das Bild des Tanzes spricht: Tanz ist Bewegung, Dynamik, Harmonie – ein Miteinander mit Schwung.
Tanzen begeistert, und Begeisterung hat etwas mit dem Himmel zu tun. Wer begeistert ist, ist erfüllt von Gottes Geist. Er lässt sich begeistern, wenn ein Baby lächelt, wenn er auf eine wunderbare Landschaft blickt oder eine bewegende Musik hört.
Sitze ich zusammen mit begeisterungsfähigen Menschen, gibt es keine Langeweile. Da sprüht das Leben, da ist Frische und Lebendigkeit da. Menschen, die begeistern, reißen mit, so wie der Tanz uns lebendig macht, und das weckt die Lust am Leben. Für mich ist das ein Vorgeschmack für den Himmel.
Besonnenheit
Mittwoch, 11. Juli 2007
Benedikt von Nursia und Papst Johannes XXIII. geben einen Impuls zum Tag.
„Heute, nur heute werde ich mich bemühen, den Tag zu leben, ohne die Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.“ Diese Regel auf dem Weg zur Gelassenheit gab Papst Johannes XXIII. Er strahlte eine tiefe innere Gelassenheit aus. Sie war vermischt mit einer humorvollen Besonnenheit. Als er das 2. Vatikanische Konzil mit seinen tief greifenden Reformen ankündigte, waren viele skeptisch. Es wird berichtet, er habe Luthers Wort verwandelt. Dieser soll auf dem Wormser Reichstag am Ende seiner Rechtfertigung gesagt haben: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir.“ Papst Johannes soll gesagt haben: „Hier sitze ich, ich kann noch ganz anders, Gott helfe euch.“ Vielleicht nur ein Witz. Aber selbst wenn er es nicht gesagt hat, so ist es gut erfunden, spricht doch aus diesem Wort eine Gelassenheit, die diesen Mann kennzeichnete: Gelassenheit und Offenheit für das, was der Tag schenkt, damit auch offen für Neues.
Wenn ein alter Mann für solche Neuerungen offen ist, spricht mich das an. Das ist kein gewaltsamer Erneuerer um jeden Preis, nein, das ist ein Mann, der aus seiner eigenen Mitte heraus lebt und deshalb gelassen die Dinge um sich herum sehen kann.
Der Heilige, dessen Gededenktag heute ist, wollte auch aus seiner eigenen Mitte heraus leben, Benedikt von Nursia. Als ihn das sittenlose Treiben in Rom anödete, ging er in die Einsamkeit. Später gründete er südlich von Rom auf dem Monte Cassino eine Klostergemeinschaft. Sie wurde zum Zentrum religiöser Kultur. Papst Paul VI. erklärte ihn zum Schutzpatron Europas. Er, Benedikt von Nursia, kann Europa Orientierung geben in seinem Ringen um Einheit. Die Politiker Europas bräuchten sich nur an einen Satz aus der Klosterregel Benedikts halten: „Keiner soll nach dem eigenen Nutzen streben, vielmehr soll jeder auf das bedacht sein, was für den andern gut ist.“
Diese Aufforderung Benedikts, verbunden mit der Gelassenheit Johannes XXIII.: „Heute, nur heute werde ich mich bemühen, den Tag zu leben, ohne die Probleme auf einmal lösen zu wollen“ – dies ist eine gute Mischung für alle, die sich bemühen, Brücken zwischen Menschen und Völkern zu schlagen, ohne dabei mutlos zu werden und zu resignieren.
„Heute, nur heute werde ich mich bemühen, den Tag zu leben, ohne die Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.“ Diese Regel auf dem Weg zur Gelassenheit gab Papst Johannes XXIII. Er strahlte eine tiefe innere Gelassenheit aus. Sie war vermischt mit einer humorvollen Besonnenheit. Als er das 2. Vatikanische Konzil mit seinen tief greifenden Reformen ankündigte, waren viele skeptisch. Es wird berichtet, er habe Luthers Wort verwandelt. Dieser soll auf dem Wormser Reichstag am Ende seiner Rechtfertigung gesagt haben: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir.“ Papst Johannes soll gesagt haben: „Hier sitze ich, ich kann noch ganz anders, Gott helfe euch.“ Vielleicht nur ein Witz. Aber selbst wenn er es nicht gesagt hat, so ist es gut erfunden, spricht doch aus diesem Wort eine Gelassenheit, die diesen Mann kennzeichnete: Gelassenheit und Offenheit für das, was der Tag schenkt, damit auch offen für Neues.
Wenn ein alter Mann für solche Neuerungen offen ist, spricht mich das an. Das ist kein gewaltsamer Erneuerer um jeden Preis, nein, das ist ein Mann, der aus seiner eigenen Mitte heraus lebt und deshalb gelassen die Dinge um sich herum sehen kann.
Der Heilige, dessen Gededenktag heute ist, wollte auch aus seiner eigenen Mitte heraus leben, Benedikt von Nursia. Als ihn das sittenlose Treiben in Rom anödete, ging er in die Einsamkeit. Später gründete er südlich von Rom auf dem Monte Cassino eine Klostergemeinschaft. Sie wurde zum Zentrum religiöser Kultur. Papst Paul VI. erklärte ihn zum Schutzpatron Europas. Er, Benedikt von Nursia, kann Europa Orientierung geben in seinem Ringen um Einheit. Die Politiker Europas bräuchten sich nur an einen Satz aus der Klosterregel Benedikts halten: „Keiner soll nach dem eigenen Nutzen streben, vielmehr soll jeder auf das bedacht sein, was für den andern gut ist.“
Diese Aufforderung Benedikts, verbunden mit der Gelassenheit Johannes XXIII.: „Heute, nur heute werde ich mich bemühen, den Tag zu leben, ohne die Probleme auf einmal lösen zu wollen“ – dies ist eine gute Mischung für alle, die sich bemühen, Brücken zwischen Menschen und Völkern zu schlagen, ohne dabei mutlos zu werden und zu resignieren.
Veränderung
Dienstag, 10. Juli 2007
Veränderung macht unsicher, gibt aber neue Lebensqualität.
Manchen Menschen fällt es schwer, mit Veränderungen zu leben. Sie möchten sich lieber an das halten, was sich bewährt hat, und keine Experimente eingehen. Vor 40 Jahren wurden wir durch die 68er auf Veränderung programmiert. In der katholischen Kirche war wenige Jahre zuvor durch das 2. Vatikanische Konzil ebenfalls Veränderung angesagt. Viele atmeten auf, weil sich endlich was bewegte und frische Luft hereinkam.
Manche empfanden dies als Zugluft und sperrten sich ein. Sie sträubten sich gegen Veränderungen und wollten alles beim Alten lassen. Sie vergaßen die Wahrheit jenes Wortes: „So wie die Felsen nicht zerbrechen, wenn die Wellen an die Küste schlagen, sondern zu schönen Formen geschliffen werden, so kann Veränderung auch unseren Charakter formen und unsere harten Kanten rund polieren.“
Für mich ist das ein eindeutiges Ja zur Veränderung. Veränderung ist ein Zeichen von Leben. Wo sich nichts mehr verändert, erstarrt alles. Ohne Veränderung stirbt das Leben. Dennoch haben manche Menschen Angst vor Veränderung. Klar! Ich weiß noch nicht, was kommt. Ich weiß noch nicht, was da mit mir geschieht. Das macht mich unsicher.
Jetzt kann ich zweierlei tun: Entweder ich schotte mich ab und lasse nichts an mich heran. Damit nehme ich mir die Chance, neue Erfahrungen zu machen. Oder ich lasse mich darauf ein, wage etwas und weiß: das Leben braucht Veränderung, sonst stirbt es. Das sehen wir an Pflanzen, an Bäumen. Ständig sind sie in einem Wandlungsprozess. Auch unser menschlicher Organismus lebt von ständiger Verwandlung und Veränderung.
Manches stirbt dabei ab, so wie Blüten verwelken und abfallen. Aber aus der Wurzel kommt die Kraft zu Neuem.
Es ist schön, wenn Menschen Altes zurücklassen können – dankbar dafür, dass es da war, aber zugleich offen für das Neue. Alles Neue verunsichert zunächst, weil es mich anfragt. Aber nur so ist Leben möglich und ich selbst bleibe lebendig.
Dann werde ich spüren – wie es in jenem Spruch heißt - dass die Wellen, die an die Küsten schlagen, Felsen nicht zerbrechen, sondern formen. Ich werde spüren, dass die Veränderung meinen Charakter formt und meine harten Kanten rund poliert. So hilft die Veränderung, dass mein Leben tiefer und deshalb auch glücklicher wird.
Manchen Menschen fällt es schwer, mit Veränderungen zu leben. Sie möchten sich lieber an das halten, was sich bewährt hat, und keine Experimente eingehen. Vor 40 Jahren wurden wir durch die 68er auf Veränderung programmiert. In der katholischen Kirche war wenige Jahre zuvor durch das 2. Vatikanische Konzil ebenfalls Veränderung angesagt. Viele atmeten auf, weil sich endlich was bewegte und frische Luft hereinkam.
Manche empfanden dies als Zugluft und sperrten sich ein. Sie sträubten sich gegen Veränderungen und wollten alles beim Alten lassen. Sie vergaßen die Wahrheit jenes Wortes: „So wie die Felsen nicht zerbrechen, wenn die Wellen an die Küste schlagen, sondern zu schönen Formen geschliffen werden, so kann Veränderung auch unseren Charakter formen und unsere harten Kanten rund polieren.“
Für mich ist das ein eindeutiges Ja zur Veränderung. Veränderung ist ein Zeichen von Leben. Wo sich nichts mehr verändert, erstarrt alles. Ohne Veränderung stirbt das Leben. Dennoch haben manche Menschen Angst vor Veränderung. Klar! Ich weiß noch nicht, was kommt. Ich weiß noch nicht, was da mit mir geschieht. Das macht mich unsicher.
Jetzt kann ich zweierlei tun: Entweder ich schotte mich ab und lasse nichts an mich heran. Damit nehme ich mir die Chance, neue Erfahrungen zu machen. Oder ich lasse mich darauf ein, wage etwas und weiß: das Leben braucht Veränderung, sonst stirbt es. Das sehen wir an Pflanzen, an Bäumen. Ständig sind sie in einem Wandlungsprozess. Auch unser menschlicher Organismus lebt von ständiger Verwandlung und Veränderung.
Manches stirbt dabei ab, so wie Blüten verwelken und abfallen. Aber aus der Wurzel kommt die Kraft zu Neuem.
Es ist schön, wenn Menschen Altes zurücklassen können – dankbar dafür, dass es da war, aber zugleich offen für das Neue. Alles Neue verunsichert zunächst, weil es mich anfragt. Aber nur so ist Leben möglich und ich selbst bleibe lebendig.
Dann werde ich spüren – wie es in jenem Spruch heißt - dass die Wellen, die an die Küsten schlagen, Felsen nicht zerbrechen, sondern formen. Ich werde spüren, dass die Veränderung meinen Charakter formt und meine harten Kanten rund poliert. So hilft die Veränderung, dass mein Leben tiefer und deshalb auch glücklicher wird.
Malaria
Montag, 09. Juli 2007
Ein Hilfswerk kämpft gegen eine tödliche Krankheit, die vor allem Kinder betrifft.
Wussten Sie, dass alle 30 Sekunden ein Kind an Malaria stirbt? Dabei ist Malaria keine unheilbare Krankheit. Ein Medikamentenpaket im Wert von 30 Euro kann 30 malariakranke Kinder heilen. Wer stellt solche Pakete her und verschickt sie?
Das ist die „action medeor“, ein deutsches Medikamenten-Hilfswerk. Seit 42 Jahren verschickt Medeor Medikamente in nunmehr 140 Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Im letzten Jahr wurde 1 Million Patienten mit Medikamenten versorgt. Auch schwer zugängliche Gesundheitsstationen bekommen, was sie brauchen: Medikamente, Verbandsstoffe, diagnostische Geräte.
Dr. Spagnolli vom Missionskrankenhaus Mutuku in Simbabwe schreibt: „Vielen herzlichen Dank für die große Spende. Die Infusionen brauchen wir ganz dringend. Durch Ihre Spende können wir hunderten Menschen das Leben retten. Heute kostet ein Liter Infusion mehr als drei Monatsgehälter eines Krankenhausmitarbeiters.“
Bischof Michel vom Niger berichtete bei Medeor über die katastrophale Situation seiner Diözese. Seine Gesundheitsstationen müssen 45 000 Menschen betreuen. Auch im Niger ist Malaria die hauptsächliche Todesursache bei Kindern unter 5 Jahren. In Benin, Uganda und Südafrika kämpfen die Menschen mit Hilfe von Medeor gegen Aids.
Hilfswerke wie Medeor müssen sich immer wieder mit dem Vorwurf auseinandersetzen: „Meine Spende kommt ja gar nicht an; zuviel bleibt in der Verwaltung stecken.“ Natürlich muss verwaltet und organisiert werden, und die Menschen, die das tun, müssen ihren Lebensunterhalt auch bestreiten wie andere. Entscheidend ist die Hilfe, die ankommt. 1 Million Menschen, die 2006 von Medeor Hilfe bekamen, ist wenig im Blick auf die Weltbevölkerung. Aber es ist doch eine große Zahl.
Natürlich ist das andere große Problem, der Hunger, dadurch nicht gelöst. Aber Gott sei Dank gibt es dafür auch Werke wie „Brot für die Welt“ oder Misereor. Es ist gut, dass es Menschen gibt, die solche Werke gegründet haben und sie betreuen. So können andere Menschen würdiger leben und wir dürfen mit unseren Spenden dabei helfen.
Wussten Sie, dass alle 30 Sekunden ein Kind an Malaria stirbt? Dabei ist Malaria keine unheilbare Krankheit. Ein Medikamentenpaket im Wert von 30 Euro kann 30 malariakranke Kinder heilen. Wer stellt solche Pakete her und verschickt sie?
Das ist die „action medeor“, ein deutsches Medikamenten-Hilfswerk. Seit 42 Jahren verschickt Medeor Medikamente in nunmehr 140 Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Im letzten Jahr wurde 1 Million Patienten mit Medikamenten versorgt. Auch schwer zugängliche Gesundheitsstationen bekommen, was sie brauchen: Medikamente, Verbandsstoffe, diagnostische Geräte.
Dr. Spagnolli vom Missionskrankenhaus Mutuku in Simbabwe schreibt: „Vielen herzlichen Dank für die große Spende. Die Infusionen brauchen wir ganz dringend. Durch Ihre Spende können wir hunderten Menschen das Leben retten. Heute kostet ein Liter Infusion mehr als drei Monatsgehälter eines Krankenhausmitarbeiters.“
Bischof Michel vom Niger berichtete bei Medeor über die katastrophale Situation seiner Diözese. Seine Gesundheitsstationen müssen 45 000 Menschen betreuen. Auch im Niger ist Malaria die hauptsächliche Todesursache bei Kindern unter 5 Jahren. In Benin, Uganda und Südafrika kämpfen die Menschen mit Hilfe von Medeor gegen Aids.
Hilfswerke wie Medeor müssen sich immer wieder mit dem Vorwurf auseinandersetzen: „Meine Spende kommt ja gar nicht an; zuviel bleibt in der Verwaltung stecken.“ Natürlich muss verwaltet und organisiert werden, und die Menschen, die das tun, müssen ihren Lebensunterhalt auch bestreiten wie andere. Entscheidend ist die Hilfe, die ankommt. 1 Million Menschen, die 2006 von Medeor Hilfe bekamen, ist wenig im Blick auf die Weltbevölkerung. Aber es ist doch eine große Zahl.
Natürlich ist das andere große Problem, der Hunger, dadurch nicht gelöst. Aber Gott sei Dank gibt es dafür auch Werke wie „Brot für die Welt“ oder Misereor. Es ist gut, dass es Menschen gibt, die solche Werke gegründet haben und sie betreuen. So können andere Menschen würdiger leben und wir dürfen mit unseren Spenden dabei helfen.

