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Woche vom 10.12.2006 bis 16.12.2006




Lucie Panzer

Von Lucie Panzer, Stuttgart, Evangelische Kirche

Sonntag, 10. Dezember 2006     [Druckversion]

Stärket die müden Hände und macht fest die wankenden Knie.
Saget den verzagten Herzen: „Seid getrost und fürchtet euch nicht. Seht, da ist euer Gott!“ (Jes 35,3f)


Wie kann ich meine Kinder stark machen und fit für das Leben, das vor ihnen liegt? Sicher, Tipps, Ratschläge, Lehrpläne und Trainingsprogramme gibt es genug, für Kinder und für Erwachsene auch. Ohne Bildung und Ausbildung ist keiner fit fürs Leben. Aber welche Fähigkeiten und Kenntnisse sind wirklich gefragt, in 5 Jahren, in 10 oder in 30? Dann wird alles anders sein. Wie kann man sich dafür fit machen?
Jesaja, der Gottesmann, dessen Worte in der Bibel überliefert sind, der gibt einen anderen Rat: „Stärket die müden Hände und macht fest die wankenden Knie. Sagt den verzagten Herzen: Seid getrost und fürchtet euch nicht. Seht, da ist euer Gott!“ Auf Gott hinweisen, das macht stark und gibt festen Stand. Dann muss man nicht verzagen und befürchten, dem Leben nicht gewachsen zu sein. Ein Journalist unserer Tage bestätigt das. Christian Nürnberger, selbst Vater zweier Kinder, schreibt im Rückblick auf das, was ihm seine Eltern – einfache Leute übrigens, Bauern - mitgegeben haben: „Die biblischen Geschichten… machten mich fit fürs Leben, ohne, dass ich es merkte.“
Dass Menschen sich gegenseitig und dass wir vor allem den Kindern von Gott erzählen. Oder vorlesen. Biblische Geschichten zum Beispiel. Oder sonst Geschichten von Gott der geholfen hat „Seht, da ist Gott!“ Wie kann das Menschen stark machen fürs Leben? Ich denke an mich. Wie oft bin ich mutlos und verzagt. Aber wenn mich dann einer erinnert oder wenn es mir gelingt, mich selbst zu erinnern: an eine Geschichte aus der Bibel, wo Menschen doch auch wieder auf die Beine gekommen sind, an Gott, der schon so oft mit mir gegangen ist, mir die richtigen Worte gegeben hat, die Idee, die weiter geholfen hat, die nötige Gelassenheit, damit auch die anderen sich beruhigen konnten; wenn mich jemand erinnert: an den Menschen, der meine Hand genommen hat und mit mir ausgehalten - wenn es mir gelingt, mich daran zu erinnern – dann kommt die Kraft wieder, und irgendwann auch die Freude am Leben. Dann geht die Angst vorbei und es zeigt sich meistens auch ein Weg. Dann spüre ich, dass ich es auch diesmal schaffen werde. Dann fühle ich mich stark genug für mein Leben.
Damit wir wissen, worauf wir uns verlassen können, sollten wir einander von Gott erzählen. Besonders aber den Kindern. Damit sie stark werden fürs Leben. Per E-Mail empfehlen