SWR4 Abendgedanken B-W
Die Wahrheit wird euch frei machen
Freitag, 16. Oktober 2009
„Ausreden, die das Leben leichter machen!“ so war die Überschrift die ich in einer Zeitschrift für junge Frauen las. Es wurden Ausreden beschrieben, die helfen sollen sich aus unangenehmen Situationen zu schleichen.
Etwa wenn man von einer Freundin angefragt wird, bei ihrem Umzug mitzuhelfen. Dann könnte man doch sagen: „Ich habe Probleme mit dem Rücken“ Oder: „meine Oma hat einen runden Geburtstag.“
Und wenn ich eine langweilige Verabredung mit jemandem habe, müsste ich einen Anruf der besten Freundin vortäuschen: „Du, ich brauch dringend deine Hilfe!“. So könnte ich mich am schnellsten aus der Affäre ziehen.
Kopfschüttelnd habe ich weitergeblättert.
Dann stoße ich in ein und derselben Zeitschrift auf einen anderen Artikel, diesmal geht es um Ratschläge zum Glück. Wie kann man zufrieden mit sich und der Welt durchs Leben gehen? Auf eines soll ich dabei ganz besonders achten: „Sei authentisch, Sei immer du selbst. Dann kannst du zu Dir und zu wahrem Glück finden.
Diese zwei Artikel hintereinander zu lesen war schon zum Schmunzeln. Denn wenn ich wirklich authentisch bin, also ehrlich zu mir und anderen, dann muss ich meine Freundin nicht anlügen, sondern kann ihr offen sagen: Du, sei mir nicht bös, aber beim Umzug möchte ich dir nicht helfen, es wird mir zuviel.
Wahrscheinlich würde ich mich aber zuerst mal fragen: warum möchte ich ihr eigentlich nicht helfen? Ist sie mir das nicht wert?
Die Lebensweisheit dieser Zeitschrift widerspricht sich leider. Wenn auch der zweite Artikel sicher in vielem recht hat.
Ich kann nur glücklich werden, wenn ich mir und andere nicht in die eigene Tasche lüge und auch mal unangenehme Dinge ausspreche, auch wenn ich es nicht gerne tue.
Lügen haben kurze Beine und irgendwann kommt jede Wahrheit mal ans Licht, auch wenn sie noch so gut versteckt wurde.
Es lebt sich sowieso besser damit, nichts hinterm Berg zu halten. Ein Leben in dem ich Dinge zu verstecken habe, oft schwindeln muss, stelle ich mir sehr anstrengend und nervlich belastend vor. Mit einem glücklichen Leben hat das wirklich nichts zu tun.
Im Johannesevangelium gibt es dazu einen schönen Satz: Die Wahrheit wird euch frei machen!
Wer in der Wahrheit lebt, lebt frei und nicht im Zwang der Lüge.
Da kann ich dem zweiten Artikel der Zeitschrift recht geben: Wer sich selbst lebt und sein wahres Ich zeigt, der kann glücklich werden.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Freitagabend und ein schönes Wochenende in dem Sie ganz befreit Sie selbst sein können!
Etwa wenn man von einer Freundin angefragt wird, bei ihrem Umzug mitzuhelfen. Dann könnte man doch sagen: „Ich habe Probleme mit dem Rücken“ Oder: „meine Oma hat einen runden Geburtstag.“
Und wenn ich eine langweilige Verabredung mit jemandem habe, müsste ich einen Anruf der besten Freundin vortäuschen: „Du, ich brauch dringend deine Hilfe!“. So könnte ich mich am schnellsten aus der Affäre ziehen.
Kopfschüttelnd habe ich weitergeblättert.
Dann stoße ich in ein und derselben Zeitschrift auf einen anderen Artikel, diesmal geht es um Ratschläge zum Glück. Wie kann man zufrieden mit sich und der Welt durchs Leben gehen? Auf eines soll ich dabei ganz besonders achten: „Sei authentisch, Sei immer du selbst. Dann kannst du zu Dir und zu wahrem Glück finden.
Diese zwei Artikel hintereinander zu lesen war schon zum Schmunzeln. Denn wenn ich wirklich authentisch bin, also ehrlich zu mir und anderen, dann muss ich meine Freundin nicht anlügen, sondern kann ihr offen sagen: Du, sei mir nicht bös, aber beim Umzug möchte ich dir nicht helfen, es wird mir zuviel.
Wahrscheinlich würde ich mich aber zuerst mal fragen: warum möchte ich ihr eigentlich nicht helfen? Ist sie mir das nicht wert?
Die Lebensweisheit dieser Zeitschrift widerspricht sich leider. Wenn auch der zweite Artikel sicher in vielem recht hat.
Ich kann nur glücklich werden, wenn ich mir und andere nicht in die eigene Tasche lüge und auch mal unangenehme Dinge ausspreche, auch wenn ich es nicht gerne tue.
Lügen haben kurze Beine und irgendwann kommt jede Wahrheit mal ans Licht, auch wenn sie noch so gut versteckt wurde.
Es lebt sich sowieso besser damit, nichts hinterm Berg zu halten. Ein Leben in dem ich Dinge zu verstecken habe, oft schwindeln muss, stelle ich mir sehr anstrengend und nervlich belastend vor. Mit einem glücklichen Leben hat das wirklich nichts zu tun.
Im Johannesevangelium gibt es dazu einen schönen Satz: Die Wahrheit wird euch frei machen!
Wer in der Wahrheit lebt, lebt frei und nicht im Zwang der Lüge.
Da kann ich dem zweiten Artikel der Zeitschrift recht geben: Wer sich selbst lebt und sein wahres Ich zeigt, der kann glücklich werden.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Freitagabend und ein schönes Wochenende in dem Sie ganz befreit Sie selbst sein können!

