
Alle Manuskripte von Dr. Peter Kottlorz
Rottenburg/N., Katholische Kirche
795 Texte vorhanden
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Frohbotschaft, nicht Drohbotschaft!
SWR1 Sonntagmorgen 3vor8
Montag, 20. Mai 2013
Zu Johannes 3,1-5 und Johannes 3, 16,21
Pfinstmontag
Ich hab gemeint, ich sitz im falschen Film. Ein Pfarrer predigt von seiner Kanzel auf mich herunter. Diese extreme kommunikative Schieflage passt auch zu seiner schrägen Theologie. Er vergleicht das Leben mit der „Titanic": Das Schiff geht unter, sprich: das Leben geht zu Ende. Die Menschen, die glauben, kommen ins Rettungsboot, und die, die nicht glauben, gehen unter, sind zum Tode verdammt. ... weiterlesen »
Wasser
Anstöße SWR1 / Morgengedanken SWR4 Baden-Württemberg
Samstag, 18. Mai 2013
„Den wahren Geschmack des Wassers erkennt man in der Wüste", so eine alte Lebensweisheit aus Israel. Wasser weiß man also erst richtig zu schätzen, wenn man richtig Durst hat. Oder wenn man Geld daraus machen möchte. Wie? Wasser zu Geld machen, wie das denn? Ganz einfach, indem man die Wasserversorgung privatisiert. Indem man das Wasser zur Ware macht. Genau das will die Europäische Union mit der sogenannten „Liberalisierung des Wassermarktes". ... weiterlesen »
Vergesst nicht!
Anstöße SWR1 / Morgengedanken SWR4 Baden-Württemberg
Freitag, 17. Mai 2013
Der Alltag ist schon ein rücksichtsloser Genosse. Die Arbeit frisst die Energie, die Pflichten die Freiräume und ratz, fatz schon wieder ist eine Woche vorbei. Leben im ICE Tempo.
Der Alltag kann aber auch ein furchtbar öder Genosse sein. Immer das dasselbe, keine Abwechslung, immer derselbe Trott. Leben als eine große graue Leere. Und weil sich das Leben eben zu viel zwischen diesen beiden Genossen abspielt sind Sinnsprüche und Glücksformeln so beliebt. ... weiterlesen »
Krisen
Anstöße SWR1 / Morgengedanken SWR4 Baden-Württemberg
Donnerstag, 16. Mai 2013
„Krise ist ein produktiver Zustand, man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen." Ein sehr guter Spruch des Schriftstellers Max Frisch. Die Krise als Chance. Wenn man es schafft nicht immer gleich ins große schwarze Loch zu schauen. Es schafft zu erkennen, dass es immer auch einen Plan B oder C gibt. Und dass Krisen wirklich auch Chancen sein können. Das sagt schon die Herkunft des Wortes aus dem Griechischen. „Krinein" heißt scheiden und entscheiden. ... weiterlesen »
Seelenwund
Anstöße SWR1 / Morgengedanken SWR4 Baden-Württemberg
Mittwoch, 15. Mai 2013
„Tausend Worte, die ich sage, doch ich bin nicht dabei. Ist nur die Haut, die ich bewohne, für die begrenzte Zeit. Ein Lächeln, ja ein gutes Wort, doch mein Innen ist wie tot und schweigt. Leere ist wie Ewigkeit."
Schwere Kost am Morgen, ich weiß! Aber nichts gegen das, was psychisch belastete Menschen zu tragen haben. Morgens, abends, nachts.
Einer dieser Menschen hat mir seine Gedichte geschickt. Texte, ... weiterlesen »
Älter werden
Anstöße SWR1 / Morgengedanken SWR4 Baden-Württemberg
Dienstag, 14. Mai 2013
„Kaum jemand möchte alt sein, alt werden aber schon." Fast schon ein Kalauer, dieser Spruch, aber da ist schon was dran. Mit dem Altwerden verbindet man ein langes, erfülltes Leben, an dessen Ende man lebenssatt gehen kann. Mit dem Altsein verbindet man die Entbehrungen und Mühen des Alters.
Ich habe einen Text gelesen, der diese beiden Sichtweisen zusammenbringt: den Verlust durch das Alter und den Genuss des Alterns. ... weiterlesen »
Vorsicht Routine!
Anstöße SWR1 / Morgengedanken SWR4 Baden-Württemberg
Montag, 13. Mai 2013
„Wenn du etwas zwei Jahre lang gemacht hast, dann betrachte es sorgfältig. Wenn du etwa fünf Jahre lang gemacht hast, dann betrachte es misstrauisch. Wenn du etwas zehn Jahre lang gemacht hast, mache es anders!" Das soll Mahatma Gandhi gesagt haben. Oha, da komme ich schon ins Grübeln. Also spielen wir die drei Ratschläge doch mal durch: Wenn ich etwas zwei Jahre lang gemacht habe, dann soll ich es mir sorgfältig anschauen. ... weiterlesen »
Von Wurzeln und Flügeln
Anstöße SWR1 / Morgengedanken SWR4 Baden-Württemberg
Sonntag, 12. Mai 2013
Der Spruch hat mich gleich gepackt: „Lasst den Flügeln Wurzeln wachsen und die Wurzeln fliegen!" Er ist vom spanischen Schriftstellen Juan Ramón Jiménez. „Lasst den Flügeln Wurzeln wachsen und die Wurzeln fliegen" - das klingt schön widersprüchlich. Den Flügeln Wurzeln wachsen lassen - das könnte heißen, das, was mich abheben lässt erden. Alte Wünsche Wirklichkeit ... weiterlesen »
Vergesst nicht!
SWR3 Gedanken
Samstag, 11. Mai 2013
Der Alltag ist schon ein rücksichtsloser Genosse. Die Arbeit frisst die Energie, die Pflichten die Freiräume und ratz, fatz schon wieder ist eine Woche vorbei. Der Alltag kann aber auch ein furchtbar öder Genosse sein. Immer das dasselbe, keine Abwechslung, immer derselbe Trott. Leben als eine große graue Leere. Und weil sich das Leben eben viel zu oft zwischen diesen beiden Polen abspielt sind Sinnsprüche und Glücksformeln so beliebt. ... weiterlesen »
Heil werden
SWR3 Gedanken
Freitag, 10. Mai 2013
Ich habe eine Sammlung von Texten, die mir wichtig sind. Einer dieser Texte beschreibt wie seelische Heilung geschehen kann. Der mir unbekannte Autor oder die Autorin schreibt:
„Heilwerden heißt unsere Herzen zu öffnen, sie nicht zu verschließen. Die Stellen in uns, die die Liebe nicht einlassen wollen weich zu machen. Heilung ist ein Prozess. Beim Heilwerden schaukeln wir hin und her. Zwischen den Misshandlungen ... weiterlesen »

