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#756 Hans-Jürgen Pohl schrieb am 05.02.2013 um 11:25 Uhr
Danke für die Ermutigung zum Beten!
#755 Helmut Mehrer schrieb am 05.02.2013 um 09:10 Uhr
Sehr geehrte Frau Pfarrerin,
Sie haben eine sehr schöne, menschliche und ehrliche Predigt gehalten. Wenn ich sie richtig verstanden habe, handelt sie (fast)) nur von der Beziehung des Menschen zu Gott.
Viele Christen (vor allem Katholiken?) beten aber zu Gott für andere. Und da hat das Gebet immer und sicher eine doppelte Wirkung:
1. Es bringt den Beter dem näher, für den er betet, es vermehrt die Liebe in der Menschheit
2. Es stärkt den, der weiß, dass für ihn gebetet wird - in Krankheiten und Prüfungen aller Art, auch in Examina.
Einen guten Tag!
Helmut Mehrer, Brühl
#754 Michaela K. schrieb am 04.02.2013 um 12:30 Uhr
Hallo Herr Kottlorz,
Vielen Dank für diesen wohltuenden und ermutigenden Text heute Morgen.
Es ist ein schöner Tagesbeginn sich mit den Anstößen vom Radiowecker wecken zu lassen.
Ich freue mich schon auf ihre weiteren Gedanken in dieser Woche.
Bleiben Sie gesund
Michaela K.

#753 Horvath-Maier Dorothee schrieb am 03.02.2013 um 12:37 Uhr
Danke für den schönen Text, Peter Kottlorz - er macht Mut, auch längere "Lebensbrachen"
anzunehmen, die oft fast unaushaltbar erscheinen! Es ist gut, wenn die Anstöße nicht nur junge, erfolgreiche, in Familien eingebundene Menschen bedenken, sondern auch die Einsamen, die sich in der "Brache" ja oft sehr verlassen und manchmal wie tot fühlen! V.a., da es ihnen manchmal so erscheint, dass die Außenwelt ja tatsächlich nur ein "unnütz" herumliegendes Brachfeld in ihnen sieht. Danke, dass Sie wieder mal geholfen haben, hinter die Außenseite zu schauen!
Einen guten Sonntag und eine ganz gute Woche wünsche ich Ihnen aus München - ich höre die Anstöße oft morgens per Telefon mit meinem kranken Bruder in Ludwigsburg!
Dorothee Horvath- Maier
#752 Manfred Schunk schrieb am 03.02.2013 um 08:47 Uhr
Sehr geehrter Herr Hilke,
Gestatten Sie mir drei Fragen zu Ihren "Momenten zum Danken"::
1. Ich habe den Psalm 18 aufgeschlagen und ein paar Verse weiter folgende "Gedanken" gelesen: " Ich (also wohl David) verfolge meine Feinde, bis sie vernichtet sind. Ich schlage sie nieder ...Ich zermalme sie zu Staub vor dem Wind, schütte sie auf die Straße wie Unrat "(Psalm 18, 38 - 43) : Was sagen Sie von diesen Hass-Tiraden des Schreibers und welches (christliche?) Menschenbild vermitteln solche Aussagen?
2. Sie schreiben: Wenn Sie danken, "sprechen Sie mit Gott, der das Leben in seiner Hand hält und es bisher bewahrt hat." Nun ist eine junge Frau (20 Jahre alt) in unserem Bekanntenkreis vor kurzem an Krebs gestorben nach langem Leiden. Ihre Aussage ist für das Schicksal dieses Menschen eher zynisch, oder sehen Sie das nicht? Denn ein Gott, dem man dafür danken könnte, dass die Frau unschuldig viel leiden musste und so früh starb, kann es ja wohl nicht geben - oder ?
3. Wäre es nicht vernünftger, den Menschen zu danken, die einem wirklich helfen, statt einem unbekannten Gott, dem es offensichtlich egal ist, dass jeden Tag seit Bestehen der Menschheit so viele Menschen (und Tiere) ohne jede Schuld so viel leiden müssen. Wenn die Blinddarm-Operation gelingt, dann danke ich dem Arzt ader doch nicht Gottt, der mich hätte sterben lassen, wenn es den medizinischen Fortschritt nicht gäbe.
Oder Sind ihnen diese Fragen und Gedanken zu einfach und ich habe etwas Wichtiges übersehen?
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Schunk
#751 Dieter Fischer schrieb am 31.01.2013 um 00:00 Uhr
Sehr geehrter Herr Dr.Warthmann.Gastatten Sie mir einige Bemerkungen zu ihrem "Abendgedanken" über Rassismus. Sie sollten die Ängste vieler Menschen,alter und junger,vor bestimmten Migranten ebenso ernst nehmen,wie ihre berechtigte Abneigung gegen Rassismus.Erkundigen Sie sich mal z.B.bei Streifenpolizisten in der Innenstadt was speziell jedes Wochenende los ist und von welchen Personen überproportional viel Gewalt ausgeht. Ich selber habe mich vor längerer Zeit mit zwei jungen Migranten angelegt,die in der U 7 eine Frau belästigt und erniedrigt haben. Es endete in einer Schlägerei und ich habe es nur meiner relativ guten Fittness zu verdanken,dass ich ohne Verletzungen davon kam.Ich will mir nicht vorstellen,was passiert wäre,wenn ich zu Boden gegangen wäre.Für manche Migranten gilt ein Menschenleben weniger als ihre "Ehre". Davor haben viele Menschen Angst. Das muss man ernst nehmen! Ich bin Familienvater und stelle -leider-fest,dass zunehmend auch ganz junge Menschen in ihren Gedanken nach "rechts"abrutschen,weil sie entsprechende Erfahrungen bereits in der Schule machen und einfach auch Angst haben,insbesondere wenn sie körperlich unterlegen sind.Es muss schon die Frage erlaubt sein,warum dies so ist. Meine Anmerkungen passen zugegebenermaßen nicht speziell auf ihre Geschichte mit dem dunkelhäutigen Mädchen. Ich stelle aber fest,dass wir uns immer noch sehr schwer tun,die Dinge beim Namen zu nennen-und wenn man es tut ist man sofort Nazi oder Rassist. Ich bin weder das eine noch das andere und bin lange nach der Nazizeit geboren. Ich bewege mich aber mit offenen Augen und Ohren durch die Gegenwart-und habe den Eindruck,dass man die angesprochene Problematik gerne unter den Teppich kehrt. Das wird auf Dauer nicht funktionieren und eher zu noch mehr Rassismus führen-leider. Wir sollten den Mut haben, auch kritische Themen aufgreifen.

Viele Grüsse

Dieter Fischer

Kommentar:
Sehr geehrter Herr Fischer, danke für Ihre Rückmeldung! In vielem, was Sie sagen, möchte ich Ihnen gerne zustimmen. Ich denke auch, dass man Ängste ernst nehmen muss, besonders auch die Ängste vor dem Fremden, Andersartigen. Ihr beherztes und mutiges Eingreifen in der Situation, die Sie erlebt haben, zeigt ja gerade umso mehr, dass wir alle an einem Strang ziehen sollten, wenn wir eine gewalt- und angstfreie Gesellschaft erleben wollen.
Ich würde nur die Bedrohung nicht auf eine bestimme Personengruppe verlagern wollen. Interessanterweise habe ich selbst eine ähnliche Situation erlebt wie Sie (nur in der U2 - aber auch mit Einschreiten zum Schutz einer bedrohten Frau und Hilfe der Polizei). Im Unterschied dazu waren die Täter hier aber keine Migranten. Klar, macht jeder andere Erfahrungen und ich habe auch schon das erlebt, was Sie beschreiben. Die Frage ist für mich nur, von welchen Ereignissen ich mich und mein Denken prägen lassen will? Was ich damit sagen will, mir geht es einerseits genau wie Ihnen um ein gelingendes Zusammenleben - nicht nur ohne Gewalt, sondern sogar solidarisch füreinander. Und als Christ versuche ich mich darüber hinaus auch daran zu orientieren, dass Gott auch auf mich als der ganz andere, der Fremde zukommen kann und ich deshalb dem Andersartigen gegenüber offen bleiben will. Für die Menschen, die mit mir in diesem Land leben, sehe ich gerade daraus eine Verantwortung erwachsen, die die schützt, die bedroht werden oder Angst haben - egal, welche Hautfarbe sie haben oder aus welcher Ethnie sie stammen.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Warthmann
#750 gantner johannes schrieb am 30.01.2013 um 18:16 Uhr
Machen sie weiter so Frau Mühlmann , sie haben eine sehr erfrischende Art Interesse bei den Menschen zu wecken, die sich dem christlichen Glauben verbunden fühlen
#749 Julia schrieb am 22.01.2013 um 06:02 Uhr
perfectly.
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#748 Walter Pfrommer schrieb am 19.01.2013 um 15:23 Uhr
Mein Kommentar bezieht sich auf den Beitrag vom 10.01.2013 von Herrn Rémi Denoix


Danke, dieses Wort hat sehr gut getan.
Man muss sich hier immer wieder neu an der eigenen Nase fassen damit man wieder sieht, was wir alles gutes haben, was andere, unsere Kinder, Frauen etc. wirklich so vieles tolles tun und machen.
Eine treue ältere Frau sagte mir als junger Kerl mal, lerne zu danken für das was du hast, dann verlierst du das Klagen, über das was dir fehlt.

Es ist schon so wie auch meine Frau mir immer wieder mal sagen muss, "motzen" bringt "nichts", loben bringt viel mehr.

Deshalb noch mal so ein Wort von dieser älteren Frau - Danken schützt vor wanken und Loben zieht nach oben.

Vielen Dank noch mal.
#747 Walter Pfrommer schrieb am 19.01.2013 um 15:09 Uhr
Sehr geehrte Frau Drecoll,

als ich die Auslegung vom 16.01.2013 Ende der Welt gehört habe bin ich massiv erschrocken.
Bedeutet ihre Aussage, dass Gott zwar am Ende das schlechte durch schmerzen "bestrafen" kann, aber es sind in jedem Fall alle Menschen gerettet?
Wenn das so gemeint war, dann brauchen wir nach meinem Verständnis der Bibel keinen Jesus am Kreuz mehr, dann können wir darauf losleben wie wir wollen, warum soll ich mich plagen, wenn am Ende alle, alle in den Himmel kommen????
Ich weiß für mich, ich könnte mich anstrengen wie ich will, ich werde vor Gott nie gerecht.
Es ist die Liebe Gottes in Jesus welche Sie beschrieben haben, aber die muss ich annehmen wie der Schächer am Kreuz, das macht mich am Ende gerecht.
Die schenkt mir die Freiheit so auch andere an zu nehmen, zu lieben, zu geben. Dies muss ich immer wieder neu tun. Er allein ist der Weg und die Wahrheit und das leben.

Bitte, bitte verkündigen Sie nicht bzw. lassen sie es nicht so rüberkommen, dass keiner Verloren geht. Die widerspricht ganz klar der Bibel.
Es wäre in meinen Augen fatal, wenn Mensche sich darauf in diesem Sinn so verlassen.

Diese massive Kritik ist wirklich nur zur Sache gemeint.



Kommentar:
Sehr geehrter Herr Pfrommer,
wie das Gericht am Ende der Zeiten aussehen wird, ist tatsächlich ein umstrittenes Thema – schon bei den biblischen Autoren.
Einig sind sich die biblischen Schriften in folgenden Punkten:
1. am Ende der Zeiten steht das Gericht Gottes als Endpunkt der Geschichte.
2. Das Gericht wird eine persönliche Begegnung mit Gott und Christus sein, vor denen wir Rechenschaft ablegen müssen
3. Das Gericht ergeht über jeden einzelnen Menschen
4. Der Maßstab im Gericht werden unsere Taten sein
5. Das Ergebnis des Gerichts wird ein Urteilsspruch Gottes sein

– und genau hier (bei der Auffassung davon, wie das Urteil für wen ausgehen wird) gehen die Ansichten auseinander.
Die Mehrzahl der neutestamentlichen Schriften verkündigt die Schei¬dung der Menschheit in Gerettete und Verdammte (z.B. 2 Thess 1, Matthäus 25). Andere biblische Verfasser betonen demgegenüber, dass am Ende der Zeiten nicht das verwerfende, sondern das versöhnende Handeln Gottes die Macht haben wird. Weil sie mit Jesus das gnädige Handeln Gottes als das Eigentliche an Gott sehen, sind sie sicher, dass sich dieses gnädige Handeln erst recht am Ende der Zeiten erweisen und dort für alle Welt offenbar werden wird.
Diese beiden Auslegungsstränge stehen im Neuen Testament nebeneinander – und beide lassen Fragen offen: Wie passt das gnädige Handeln Gottes – ein zentraler Punkt in der Verkündigung Jesu – zu einer Leh¬re von einer ewigen Verdammnis? Aber wenn es keine Verurteilung im Gericht gibt – warum sollen wir uns dann überhaupt bemühen, recht zu leben und handeln; und ist Gott dann nicht das Böse in der Welt egal, und auch die Opfer?

Für mich gibt es einen Ansatz im Neuen Testament, dem es gelingt, die Hauptan¬lie-gen beider Traditionsstränge zusammen zu denken: Gottes Gerechtigkeit und Gottes Liebe. Ich finde diesen Ansatz bei dem Apostel Paulus, im 3. Kapitel des 1. Korintherbriefes: „Das Werk eines jeden wird es offenbar machen und der Tag des Gerichts wird es erweisen. Denn der Tag des Gerichts wird sich mit Feuer offenbaren. Und das Feuer wird erproben, von welcher Art das Werk ist. Wird jemandes Werk bleiben, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden. Er selbst wird aber gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch.“

Auch für Paulus ist klar: Es gibt ein Gericht am Ende der Zeiten – ein Gericht über unsere Werke und Taten. Aber das letzte Wort im Gericht wird bestimmt sein von Gottes liebenden Handeln an uns Menschen und deshalb wird das letzte Wort Gottes im Gericht nicht Strafe sein, sondern Rettung.

Aber wird das für alle Menschen gelten, für jedes Böse? Oder gibt es ein Böses, dass größer wäre als Gottes Gnadenmacht oder sein Gnaden¬willen? Gibt es ein Böses, dass Gott nicht verwandeln und in sein Reich holen will?
Mit dem Apostel Paulus weigere ich mich, das zu glauben. Wenn ich daran glaube, dass Gott die Welt vollenden kann und vollenden will, dann kann ich auch daran glauben, dass Gott das größte Böse auf dieser Welt vernichten kann und will. Und dass es ihm gelingen wird, Opfer und Täter miteinander in seinem Reich zu vereinen.
Der Tod selber, die Auferstehung ist das endzeitliche Ereignis, das uns alle verwandeln wird. Das Gericht wird alles Gottwidrige vernichten und die Auferstehung wird uns vollenden und uns zu Menschen machen, die vor Gott und bei Gott leben können.

Lieber Herr Pfrommer, Sie haben recht:
Entscheidend ist für unseren Glauben der Kreuzestod Jesu.
Denn dieser zeigt uns:
Gott hat sein letztes, endgültiges und nie mehr überholbares Wort zu uns in Jesus Christus gesprochen. Wer wissen will, wie Gott ist, muss auf Jesus schauen. Wer wissen will, wie sich Gott uns gegenüber am Ende der Zeiten erweisen wird, muss auf Jesus schauen.
In ihm hat Gott sich endgültig an diese Welt gebunden. In ihm ist das Liebende Ja Gottes zur Welt und zum Menschen endgültig und für immer offenbar geworden.
Und deshalb glaube ich, dass am Ende der Zeiten durch Christus auch alles versöhnt werden wird (Durch Christus wird alles versöhnt zu Gott selbst, es sei auf Erden oder im Himmel; Kolosser 1).

Sabine Drecoll, Reutlingen
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