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Gästebucharchiv
#796
Reinhold Schlotz
schrieb am 22.05.2013 um 22:03 Uhr
In unserem bundesdeutschen Staatswesen, welches die Allgemeinen Menschenrechte zur Grundlage hat, dürfen selbstverständlich auch Muslime ihren Glauben ausüben, insofern dieses nicht mit unserer freiheitlichen Grundordnung in Widerspruch gerät. Kein toleranter Mensch hat etwas dagegen, wenn Muslime fünfmal täglich beten. Kritisch wird es, wenn die politische Komponente des Islam ins Spiel kommt, z.B. in Gestalt eines von Muslimen angestrebten Gottesstaates mit der Scharia als theokratischem Rechtsystem. Tatsächlich wird diese archaische und undemokratische Rechtspraxis bereits in islamischen Parallelgesellschaften in unserem Land, zumindest im Familienrecht, praktiziert. Das können und dürfen wir nicht dulden! Man muss Muslime nicht persönlich kennen um der Meinung zu sein, dass dies eine Bedrohung unserer demokratisch verfassten Rechtsordnung ist. Insofern ist dies auch keine Katze, die sich in den Schwanz beißt. Es sind zu viele Menschen für den Aufbau unseres demokratischen Rechtsstaats gestorben (vom Kaiserreich über die Wirren von 1918/19 bis in den Nationalsozialismus hinein) als dass wir uns diese Errungenschaft durch die Hintertür im Namen einer falsch verstandenen Toleranz wieder zerstören lassen.
Um Muslime in unserer Gesellschaft zu tolerieren braucht man keinen christlichen Glauben. Aus der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass alle Menschen der Gattung Homo Sapiens einen gemeinsamen evolutionären Ursprung haben, lässt sich ein humanistisches Menschenbild ableiten, welches dazu befähigt, allen Menschen, die ein friedliches Zusammenleben anstreben, mit Empathie zu begegnen. Dazu ist weder ein Gott noch ein Allah erforderlich.
Um Muslime in unserer Gesellschaft zu tolerieren braucht man keinen christlichen Glauben. Aus der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass alle Menschen der Gattung Homo Sapiens einen gemeinsamen evolutionären Ursprung haben, lässt sich ein humanistisches Menschenbild ableiten, welches dazu befähigt, allen Menschen, die ein friedliches Zusammenleben anstreben, mit Empathie zu begegnen. Dazu ist weder ein Gott noch ein Allah erforderlich.
#795
Reinhold Schlotz
schrieb am 22.05.2013 um 22:00 Uhr
Mit ihrem Hinweis auf die immer noch religiös begründeten aktuellen Verfolgungen Andersdenkender beklagen Sie mit Recht auch die Verfolgung der Christen in islamischen Ländern und diktatorischen Systemen. Hierzu ist die Verbindung zur „Mailänder Vereinbarung“ zwischen dem römischen Westkaiser Konstantin (der übrigens erst auf dem Sterbebett von einem arianischen Bischof getauft wurde, also nie trinitarisch-katholischer Christ war!) und dem römischen Ostkaiser Licinius wohl eher ungeeignet. Wenn Sie schon die Geschichte bemühen, sollten Sie redlicherweise auch den christlichen Kaiser Theodosius I. nennen, der im Jahre 380 mit seinem Glaubensedikt „Cunctos populos“ den trinitarisch-katholischen Glauben zur Staatsreligion erhob und damit die Epoche der Religionsfreiheit beendete. In den folgenden 1400 Jahren waren die Christen die Verfolger. Nicht nur Häretiker (z.B. arianische Christen) wurden zum katholischen Glauben gezwungen oder hingerichtet, es begann auch die Zeit der Judenverfolgungen mit einer von Christen zu verantwortenden Blutspur, die von Golgatha bis nach Auschwitz reicht. Man muss hier nicht notwendigerweise Karlheinz Deschners ausführlich recherchierte „Kriminalgeschichte des Christentums“ gelesen haben, um sich kundig zu machen. Die Bücher der Katholiken Friedrich Heer (Gottes erste Liebe) oder Hans Kühner (Der Antisemitismus der Kirche) vermitteln ebenfalls einen umfassenden Eindruck. Das eigentlich berechtigte Beklagen der aktuellen Christenverfolgung unter systematischem Verschweigen der historischen Tatsache, dass durch das Christentum mehr Menschen verfolgt, gemordet und gefoltert wurden, als durch jede andere Religion dieser Welt, erscheint hier wie ein heuchlerisches Jammern.
Kommentar:
Zwei Fragen:
Wieso beginnt die Blutspur der Judenverfolgung, die Christen zu verantworten haben schon in Golgatha, also bei Jesu Kreuzigung?
Sollten die römischen Besatzer Palästinas etwa schon Christen gewesen sein?
Ist es nicht immer schon perfide und inhuman gewesen, die Opfer auf der einen Seite gegen die Opfer auf der Seite aufzurechnen?
Und schon wird aus dem" eigentlich berechtigten Beklagen" der Christenverfolgung "heuchlerisches Jammern".
Mir scheint das alles andere als human, sehr geehrter Herr Dr Schlotz.
Kommentar:
Zwei Fragen:
Wieso beginnt die Blutspur der Judenverfolgung, die Christen zu verantworten haben schon in Golgatha, also bei Jesu Kreuzigung?
Sollten die römischen Besatzer Palästinas etwa schon Christen gewesen sein?
Ist es nicht immer schon perfide und inhuman gewesen, die Opfer auf der einen Seite gegen die Opfer auf der Seite aufzurechnen?
Und schon wird aus dem" eigentlich berechtigten Beklagen" der Christenverfolgung "heuchlerisches Jammern".
Mir scheint das alles andere als human, sehr geehrter Herr Dr Schlotz.
#794
Petra Brandt
schrieb am 22.05.2013 um 10:18 Uhr
Den Islam als Bedrohung zu sehen verwundert mich nicht. Die Zahl der Ehrenmorde wird immer höher, dazu gehören diejenigen Muslime die als sehr integriert galten. Wehe eine Muslima verliebt sich in einen Deutschen und verinnerlicht das westliche Leben in dem sie aufgewachsen ist. Viele Muslime die seit über 20 Jahren bei uns hier leben wollen nicht unsere Sprache lernen. Sie bleiben in ihrer Familie und die meisten lehnen alles westliche, jedoch nicht unsere Demokratie ab. Das sind bei weitem keine seltenen Fälle.
Nicht daß ich Ausländerfeindlich bin, meine Jüngste Tochter hat seit Jahren einen Muslimischen Freund, der junge Mann ist sehr Deutsch und er hat es verdient integriert zu werden, seine Eltern hingegen lehnen unsere Tochter ab. Sie möchten eine Muslimische Schwiegertochter.
Die Salafisten verteilen Korane in allen größeren Städten und die gemäßigten Muslime schauen zu. Klären nicht offiziell auf , daß sie sich mit den Salafisten nicht verbunden fühlen. Ja wir sind alle von Gott erschaffen aber das genügt heute nicht mehr ganz. Nur Gutgläubigkeit reicht heute nicht mehr, man muss kritisch bleiben.Eine Religion muß auch etwas mit der Zeit gehen und das fehlt mir bei den Muslimen.
Schon das tragen eines Kopftuches empfinde ich als ein geistiges Gefängnis, das macht mir schon Angst.
Ich hoffe ich kann bald wieder einen Morgengedanken hören der mir über den Tag hilft.
So sehe ich das.
Nicht daß ich Ausländerfeindlich bin, meine Jüngste Tochter hat seit Jahren einen Muslimischen Freund, der junge Mann ist sehr Deutsch und er hat es verdient integriert zu werden, seine Eltern hingegen lehnen unsere Tochter ab. Sie möchten eine Muslimische Schwiegertochter.
Die Salafisten verteilen Korane in allen größeren Städten und die gemäßigten Muslime schauen zu. Klären nicht offiziell auf , daß sie sich mit den Salafisten nicht verbunden fühlen. Ja wir sind alle von Gott erschaffen aber das genügt heute nicht mehr ganz. Nur Gutgläubigkeit reicht heute nicht mehr, man muss kritisch bleiben.Eine Religion muß auch etwas mit der Zeit gehen und das fehlt mir bei den Muslimen.
Schon das tragen eines Kopftuches empfinde ich als ein geistiges Gefängnis, das macht mir schon Angst.
Ich hoffe ich kann bald wieder einen Morgengedanken hören der mir über den Tag hilft.
So sehe ich das.
#793
Hans-G. Schwörer
schrieb am 21.05.2013 um 11:15 Uhr
Liebe Frau Dr. Rittberger-Klas,
Ihr Beitrag vergangenen Samstag machte mir viel Freude. Erst in den letzten Jahren habe ich die Liebe zum Garten neu entdeckt und mache ähnliche Erfahrungen wie Sie. Man ist doch im wahrsten Sinne des Wortes kreativ tätig und ein kleiner Mit-Schöpfer. So vieles wird einem dabei klar.
Liebe Grüße Hans-G. Schwörer, Heuweiler
Ihr Beitrag vergangenen Samstag machte mir viel Freude. Erst in den letzten Jahren habe ich die Liebe zum Garten neu entdeckt und mache ähnliche Erfahrungen wie Sie. Man ist doch im wahrsten Sinne des Wortes kreativ tätig und ein kleiner Mit-Schöpfer. So vieles wird einem dabei klar.
Liebe Grüße Hans-G. Schwörer, Heuweiler
#792
Harald Beeck
schrieb am 21.05.2013 um 10:26 Uhr
#791
Rudolf Bok
schrieb am 21.05.2013 um 09:48 Uhr
Sehr geehrter Herr Kottlorz, Ihre Kritiken zum Thema "Wasser" sind gut. Auch Ihre Fragen am Schluß, aber wen fordern Sie auf zum Handeln?
Handeln ist gefragt und ich frage Sie, was tun Sie persönlich und die Kath. Kirche, um die Fehlentwicklung zu stoppen? Gutgemeinte Worte helfen hier nicht weiter; es ist massiver Druck und Widerstand bei den Verantwortlichen notwendig. Sprechen Sie persönlich mit Ihrem/unserem Bischof Fürst darüber,
setzen Sie ihn damit unter Druck, damit dieser Druck weiter geht über die Deutsche Bischofskonferenz bis nach Rom. Die Kath. Kirche und ihre Führungen hat weltweit die besten Möglichkeiten, dieses Thema intensiv vorwärts zu bringen. Seien Sie mutig, nicht gehorsam - Ihre Vorbilder sind Jesus und Bischof Sproll.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Woche und grüße herzlich Rudolf Bok Horb-Nordstetten
Handeln ist gefragt und ich frage Sie, was tun Sie persönlich und die Kath. Kirche, um die Fehlentwicklung zu stoppen? Gutgemeinte Worte helfen hier nicht weiter; es ist massiver Druck und Widerstand bei den Verantwortlichen notwendig. Sprechen Sie persönlich mit Ihrem/unserem Bischof Fürst darüber,
setzen Sie ihn damit unter Druck, damit dieser Druck weiter geht über die Deutsche Bischofskonferenz bis nach Rom. Die Kath. Kirche und ihre Führungen hat weltweit die besten Möglichkeiten, dieses Thema intensiv vorwärts zu bringen. Seien Sie mutig, nicht gehorsam - Ihre Vorbilder sind Jesus und Bischof Sproll.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Woche und grüße herzlich Rudolf Bok Horb-Nordstetten
#790
Eva Drescher
schrieb am 19.05.2013 um 06:34 Uhr
Sehr geehrter Herr Kottlorz,
große Hochachtung vor Ihrem Text zum Thema Wasser. Ich bin freudig überrascht, dass an dieser Stelle zu einem aktuellen politischen Thema ohne Umschweife Stellung bezogen wird. Ihr Text spricht mir aus der Seele, und hoffentlich lesen ihn viele!
Und hoffentlich gibt es genug Menschen, die sich engagieren und Politiker, die noch klar sehen.
Frohe Pfingsten
und freundliche Grüße
Eva Drescher
große Hochachtung vor Ihrem Text zum Thema Wasser. Ich bin freudig überrascht, dass an dieser Stelle zu einem aktuellen politischen Thema ohne Umschweife Stellung bezogen wird. Ihr Text spricht mir aus der Seele, und hoffentlich lesen ihn viele!
Und hoffentlich gibt es genug Menschen, die sich engagieren und Politiker, die noch klar sehen.
Frohe Pfingsten
und freundliche Grüße
Eva Drescher
#789
claudia köber
schrieb am 18.05.2013 um 11:06 Uhr
Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Ich hoffe, er hat auch Menschen wachgerüttelt, die sich bisher mit diesem Thema noch nicht auseinandergesetzt haben. Die Folgen der unsäglichen Privatisierung des Trinkwassers ist eine große Gefahr für uns alle. Beispiele hierfür gibt es ja bereits genug, zum Beispiel auch in Afrika.
#788
Manfred Zondler
schrieb am 18.05.2013 um 07:35 Uhr
Hallo,
Gruesse aus Australien.
Ihre Worte ueber das Altwerden sind sehr schoen und treffen den Nagel auf den Kopf.
Man kann alt werden und sich auf jeden neuen Tag freuen !
Seit einigen Tagen hoere ich ihre Worte im Radio hier in Melbourne, sie sind sehr gutes Gedankenfutter fuer den Tag.
Ihr Manfred Zondler
Gruesse aus Australien.
Ihre Worte ueber das Altwerden sind sehr schoen und treffen den Nagel auf den Kopf.
Man kann alt werden und sich auf jeden neuen Tag freuen !
Seit einigen Tagen hoere ich ihre Worte im Radio hier in Melbourne, sie sind sehr gutes Gedankenfutter fuer den Tag.
Ihr Manfred Zondler
#787
Johanna Hoffmann
schrieb am 17.05.2013 um 10:15 Uhr


